Cottbus: Kammer kritisiert die geplante GEZ-Reform
Neuberechnung der Rundfunkgebühren trifft auf Unverständnis
Die südbrandenburgischen Handwerker müssen vielleicht schon bald auf die gewohnte Hintergrundmusik am Arbeitsplatz verzichten. Denn die Regierung plant 2013 eine Reform der Rundfunkfinanzierung. Das neue Modell sieht vor, das geräteabhängige Gebührensystem abzuschaffen und dafür eine Beitragspauschale einzuführen. Die Handwerkskammer Cottbus (HWK) sieht in der Reform eine Benachteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen.
Diese Aussage bekräftigt auch eine Beispielrechnung des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. Demnach würde ein Betrieb mit 60 Mitarbeitern, zwölf Filialen und acht Firmenfahrzeugen jährlich 2.030 Euro statt wie bisher 423,12 Euro zahlen – eine Erhöhung um fast 480 Prozent. Wendet man die neue Beitragsregelung auf ein kleineres Unternehmen mit 20 Mitarbeitern, vier Filialen und vier Fahrzeugen an wird klar, dass die Gebührensätze unverhältnismäßig sind. Wofür bis jetzt 138 Euro anfallen, würde der kleinere Betrieb in Zukunft 936 Euro entrichten - eine Anstieg von fast 700 Prozent.
"Eine derartige Mehrbelastung für die Unternehmen ist ungerecht. Das neue Modell sollte konsistent sein und gewährleisten, dass die neuen Finanzierungsbeiträge die bisherigen Zahlungen nicht übersteigen", erklärt Knut Deutscher und betont: „Ich hoffe Wirtschaft und Politik finden einen gemeinsamen Konsens, der beiden Seiten entgegenkommt."
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Aus politischer Sicht verfolgt die GEZ-Reform den Nutzen, die Akzeptanz der Rundfunkgebühren in der Bevölkerung zu erhöhen. Zudem soll die Arbeit der Gebührenbeauftragten erleichtert werden, da die bisher notwendigen Kontrollen zur Erfassung der vorhandenen Geräte hinfällig wären. Für die Haushalte bedeutet das neue Modell hingegen, dass Befreiungen von der Gebührenpflicht so gut wie unmöglich wären. Ob die Reform durchgesetzt wird bleibt abzuwarten. Für Dezember 2010 ist der Beschluss geplant.
Handwerkskammer Cottbus
Altmarkt 17
03046 Cottbus
Ansprechpartner:
Dietmar Micklich
Abteilungsleiter Beitragswesen
Telefon 0355 7835-111
Telefax 0355 7835-282
micklich(at)hwk-cottbus.de
www.hwk-cottbus.de
Datum: 08.10.2010 - 15:29 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 272096
Anzahl Zeichen: 1915
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Anja Saller
Stadt:
Cottbus
Telefon: 03418709840
Kategorie:
Handwerk
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 08.10.2010
Diese Pressemitteilung wurde bisher 588 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Cottbus: Kammer kritisiert die geplante GEZ-Reform"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Handwerkskammer Cottbus (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Termin: 27. Juni 2011, 8 bis 16 Uhr HWK Cottbus, Kundenzentrum Altmarkt 17, 03046 Cottbus "Das Handwerk bietet eine Vielzahl an attraktiven Einstiegschancen in das Berufsleben, wie wir mit unserer Imagekampagne zeigen. Nutzt Eure Möglichkeiten und nehmt die eigene Zukunft in
Deutsche Lehrlinge zu Gast in französischen Betrieben ...
Drei Wochen verbringen die angehenden Kfz-Mechatroniker, Bäcker, Friseure, Hotelfachfrauen und Konditoren in den dortigen regionalen Betrieben. "Ziel des Jugendaustausches ist, dass die Lehrlinge ihre internationalen und beruflichen Kompetenzen erweitern. Das Praktikum ist eine einmalige Geleg
"Schulen mit hervorragender Berufsorientierung 2011" ...
Termin: 15. Juni, 15 bis 17 Uhr Handwerkskammer Cottbus, Meistersaal Altmarkt 17, 03046 Cottbus "Mit dieser Auszeichnung möchten wir den Schulen, die sich seit Jahren im Bereich Berufsorientierung engagieren und einsetzen, Anerkennung und Wertschätzung vermitteln", erklärt Beate
Weitere Mitteilungen von Handwerkskammer Cottbus
Technisches Hilfswerk setzt auf Einsätze von Handwerkern ...
"Wir befürworten die umfassenden Aufgaben des Technischen Hilfswerks. Denn gerade bei Situationen wie dem Hochwasser haben sie einen großen Beitrag geleistet - ob Keller auspumpen oder Dämme stützen. Deswegen ist es auch so wichtig, dass Fachkräfte für besondere Einsatzsituationen von der
Südbrandenburg: Noch 178 freie Lehrstellen im Handwerk ...
"Die Chancen für eine Karriere im südbrandenburgischen Handwerk sind so gut wie noch nie seit der politischen Wende. Denn eine derartig hohe Anzahl an Ausbildungsplätzen, konnte schon lange nicht mehr angeboten werden", erklärt Horst Freimann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer
MyHammer-Umfrage: Frauen sind im Internet am erfolgreichsten ...
Berlin, den 7. Oktober 2010 – Frauen und Handwerker ab 40 gehen voran, wenn es darum geht, im Internet neue Aufträge zu bekommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von MyHammer, bei der 934 Betriebe und Selbstständige Auskunft über ihre Geschäftslage erteilten.* Die weiblichen Befra
Konjunkturumfrage: Handwerk weiterhin auf Erholungskurs? ...
Termin: Dienstag, 12. Oktober 2010, 10 Uhr Autohaus Schulze Harnischdorferstraße 4, 03058 Cottbus Wie beurteilen Betriebe ihre derzeitige und zukünftige Geschäftslage? Hat sich die leicht positive Tendenz der Umsatzentwicklung seit dem Frühjahr stabilisiert? Ist mit einem Anstieg der Mitar




