Gender Pay Gap: Zwei Drittel lassen sich strukturell erklären
ID: 282711
Gender Pay Gap: Zwei Drittel lassen sich strukturell erklären
Das verbleibende Drittel des Gender Pay Gap lässt sich nicht auf strukturell unterschiedliche arbeitsplatzrelevante Merkmale zurückführen. Bezogen auf den für 2006 veröffentlichten Gender Pay Gap lag der um den Einfluss dieser Merkmale statistisch bereinigte Verdienstunterschied bei rund 8%. Dies bedeutet, dass Frauen auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit je Stunde durchschnittlich 8% weniger als Männer verdienten. Dieser Wert stellt insofern eine Obergrenze dar, als einige weitere Faktoren, die zur Erklärung des Verdienstunterschieds beitragen könnten, in der Analyse nicht berücksichtigt werden konnten, da die entsprechenden Angaben nicht vorlagen.
Ein überraschendes Ergebnis brachte der Ost-West-Vergleich: Der unbereinigte Gender Pay Gap lag 2006 im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin) bei 24%, in den neuen Bundesländern bei lediglich 6%. Für den bereinigten Verdienstunterschied ergibt sich dagegen das umgekehrte Bild: In den neuen Ländern überstieg der bereinigte Gender Pay Gap (12%) den des früheren Bundesgebiets (8%), denn entgegen der Erwartung lag der bereinigte Gender Pay Gap in den neuen Ländern höher als der unbereinigte. Dies lässt sich damit erklären, dass in den neuen Ländern beschäftigte Frauen arbeitsplatzrelevante Merkmale aufwiesen, die rechnerisch einen höheren Durchschnittsverdienst als den der Männer rechtfertigen würden.
Die in dieser Pressemitteilung beschriebenen Erkenntnisse wurden im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projektes "Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen" gewonnen. Datengrundlage der Berechnungen ist die Verdienststrukturerhebung 2006 mit Angaben von 3,1 Millionen Beschäftigten. Als erklärende Faktoren beziehungsweise Eigenschaften wurde die potenzielle Berufserfahrung, der Ausbildungsabschluss, die Leistungsgruppe (berufliche Position), die Beschäftigungsart (Vollzeit/Teilzeit), die Art des Arbeitsvertrags (befristet/unbefristet), der Beruf, der Wirtschaftszweig, die Tarifbindung des Beschäftigten, der Einfluss der öffentlichen Hand auf das Unternehmen, die Unternehmensgröße, die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die regionale Verortung des Betriebes (Ost/West; Ballungsraum/kein Ballungsraum) einbezogen.
Informationen zur Verdienststrukturerhebung finden Sie im Qualitätsbericht unter www.destatis.de,Pfad: Publikationen => Qualitätsberichte => Verdienste und Arbeteitskosten.
Den Projektbericht finden Sie im Publikationsservice.
Weitere Auskünfte gibt:
Claudia Finke,
Telefon: (0611) 75-2696,
E-Mail: verdienste@destatis.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 25.10.2010 - 09:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 282711
Anzahl Zeichen: 3767
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 322 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gender Pay Gap: Zwei Drittel lassen sich strukturell erklären"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Verbraucherpreisindex, Mai 2026: +2,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig) -0,2 % zum Vormonat (vorläufig) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2026: +2,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig) -0,1 % zum Vormonat (vorläufig) Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2026 voraussichtlich +2
Veröffentlichungstermine des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) vom 01.06.2026 bis 05.06.2026 ...
Veröffentlichungstermine des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) - die Veröffentlichung erfolgt in der Regel 08:00 Uhr: Montag, 01.06.2026 (Nr. 183) Umsatz im Einzelhandel, April 2026 (Nr. 184) Außen- und Binnenwanderungen (endgültige Ergebnisse), Jahr 2025 (Nr. 185) Zum Internationalen Tag
Erwerbstätigkeit im April 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert / Erwerbstätigenzahl 0,4 % niedriger als im Vorjahresmonat ...
Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, April 2026 0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt) +0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt) -0,4 % zum Vorjahresmonat Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berech
Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt
SW Umwelttechnik begibt Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 10 Mio. Euro ...
. - 10 Mio. Euro Anleihevolumen - Emissionserlös verstärkt die Kapitalbasis und unterstützt die weitere Expansion im Wachstumsmarkt Rumänien - Laufzeit acht Jahre, Festzins 4,625 % plus Bonus von bis zu 7,497 % Das börsenotierte Familienunternehmen SW Umwelttech
Outsourcingbuchhaltung - für wen macht das Sinn? ...
Der Begriff Outsourcing ist ein Kunstwort, entstanden aus der Verkürzung des Ausdrucks "Outside resource using". Wörtlich bedeutet es "die Nutzung externer Ressourcen" und beschreibt eine Form der Unternehmensorganisation - wer Outsourcing nutzt, lagert Unternehmenseinheiten od
Strategie und Taktik ...
Nahezu alle Branchen und Märkte unterliegen heute dem Druck und der hohen Dynamik eines globalisierten Weltmarktes. Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, sind Unternehmen gezwungen, ihre Geschäftsstrategien möglichst schnell und flexibel an die sich regelmäßig ändernden Rahmenbeding
Repräsentative Büroflächen im Herzen Berlins ...
Die ML Real Management GmbH vermietet zur Zeit attraktive Büroräume am Kurfürstendamm 136. Das repräsentative Gebäude im Jugendstil bietet seinen Mietern neben einer prestigeträchtigen Lage attraktive Mietflächen mit vielen liebevollen Details. Der Traditions-Boulevards Berlins, der Kurfür




