Abstimmung über AKW-Laufzeiten: Regierungsparteien sollen Fraktionszwang aufheben
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Abstimmung über AKW-Laufzeiten: Regierungsparteien sollen Fraktionszwang aufheben
Klaus Brunsmeier, stellvertretender BUND-Vorsitzender: "Jeder Abgeordnete muss mit seinem Gewissen ausmachen, ob die Reaktoren abgeschaltet werden oder ob künftigen Generationen ein noch größeres atomares Erbe aufgebürdet wird. Mit den geplanten Laufzeitverlängerungen wächst der Atommüllberg jährlich um rund 400 Tonnen, ohne dass es dafür ein Endlager gibt. Kläglich gescheitert sind auch alle bisherigen Endlagerversuche. Hinzu kommt, dass Atomkraftwerke die Energiewende blockieren. Laufzeitverlängerungen füllen vor allem den großen Energiekonzernen die Taschen, und dies auf Kosten unser aller Sicherheit."
Eine aktuelle Recherche der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes hatte gezeigt, dass die Energiekonzerne Eon, EnBW und RWE seit 2002 rund 100 Milliarden Euro Gewinne erwirtschaftet haben. Insgesamt kämen durch Laufzeitverlängerungen für die vier größten Stromkonzerne weitere rund 70 Milliarden Euro hinzu. Hauptgrund dafür sei der zu geringe Wettbewerb auf dem Strommarkt.
Brunsmeier: "Die Bundesregierung zementiert mit ihrer Energiepolitik wettbewerbsfeindliche Strukturen und verhindert damit eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Angesichts schrumpfender Ressourcen und des Klimawandels kann dies keine verantwortbare Politik sein."
Am Tag der Abstimmung über AKW-Laufzeitverlängerungen im Bundestag ruft der BUND zusammen mit anderen Verbänden vor der Bundestagssitzung zu einer "Protestkette" am Reichstag auf. Mehr Informationen unter:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/atomkraft/aktiv_werden/heisser_herbst/protestkette_am_bundestag/
Alle Ergebnisse der BUND-Kandidaten-Befragung zur letzten Bundestagswahl finden Sie im Internet unter http://www.bund.net/abgeordnete_gegen_atom
Pressekontakt: Thorben Becker, BUND-Energieexperte, Tel. 030-27586-421, Mobil: 0173-6071603 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel. 030-2758-464/-489, presse@bund.net, www.bund.net
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Datum: 25.10.2010 - 14:15 Uhr
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