Bundespräsident Wulff übergibt 18. Deutschen Umweltpreis
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Ehrenpreis entgegen - Bundesumweltminister Röttgen unter den Gästen
Bundespräsident Christian Wulff wird am Sonntag den 18. Deutschen
Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) übergeben. Die
Auszeichnung geht an die Unternehmer Dr. Winfrid Barkhausen (51) und
Edwin Büchter (41), Gründer der Firma Clean-Lasersysteme
(Herzogenrath), sowie den Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts
(Freiburg), Dr. Rainer Grießhammer (57). Barkhausen und Büchter
werden für die Entwicklung einer umweltschonenden Reinigungstechnik
mittels Laser geehrt. Grießhammer erhält die Auszeichnung für seinen
Einsatz für eine nachhaltige Produkt- und Konsumwelt. Außerdem gibt
es in diesem Jahr einen DBU-Ehrenpreis: Der ehemalige Präsident der
Sowjetunion, Michail Gorbatschow (79), wird ihn für sein
internationales Umweltschutzengagement persönlich entgegennehmen. Die
Moderation der Veranstaltung übernimmt erstmalig Katrin Bauerfeind.
Als Gäste werden unter anderem Bundesumweltminister Dr. Norbert
Röttgen und Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen erwartet.
Die von Barkhausen und Büchter entwickelte Lasertechnik ermöglicht
mithilfe des Reinigungsmediums Licht Anwendungen, für die es bisher
unter Umweltschutzaspekten keine befriedigenden Lösungen gegeben hat.
"Umweltfreundlich und gesundheitsschonend lassen sich mit der
innovativen Technologie zum Beispiel alte Farbpartikel von
Metallstücken entfernen", erklärt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz
Brickwedde. Außerdem könne mit dem Laserverfahren der
Energieverbrauch um bis zu 87 Prozent gesenkt werden, die Kosten um
bis zu 70 Prozent. Wegweisend für mehr Nachhaltigkeit in unserem
Alltag stehe auch Grießhammer. Seit rund 30 Jahren präge er mit
seiner integrierenden Persönlichkeit Lösungsansätze in der
umweltpolitischen Debatte. Zudem habe er als "Leitfuchs" des
Öko-Instituts die Einrichtung zu einem der führenden
Umweltforschungszentren im Land entwickelt. Grießhammer und das
Unternehmer-Duo Barkhausen/Büchter erhalten jeweils 245.000 Euro.
Der Ehrenpreis der DBU ist mit 10.000 Euro dotiert. Seinen Träger
Michael Gorbatschow würdigt Brickwedde als "Wegbereiter für eine
friedlichere Welt". Ob seine Schirmherrschaft für das "Grüne Band",
sein Vorsitz bei der Umweltschutzorganisation "Green Cross
International" oder die Nachhaltigkeitsprojekte seiner Stiftung:
Gorbatschow habe für den internationalen Umweltschutz viel geleistet.
Zu dem feierlichen Festakt am Sonntag im Bremer Musical Theater
werden 1.300 Gäste erwartet - darunter auch der ehemalige Direktor
des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer,
der den Deutschen Umweltpreis 2002 erhielt. Durch die Veranstaltung
führt in diesem Jahr Katrin Bauerfeind. Die 28-Jährige ist bekannt
aus ihrem eigenen Magazin "Bauerfeind" - zu sehen jeden ersten
Mittwochabend im Monat auf 3sat - sowie als witzige und wortgewandte
Reporterin bei "Harald Schmidt". Zu ihren Gesprächspartnern bei der
Umweltpreis-Verleihung werden unter anderem Bundesumweltminister Dr.
Norbert Röttgen sowie Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen zählen. Für
die musikalische Unterhaltung wird die Deutsche Kammerphilharmonie
Bremen und das damit verbundene Jugendmusikprojekt "Melodie des
Lebens" sorgen. Als eines der führenden Kammerorchester weltweit
erstreckt sich sein Repertoire vom Barock bis zur zeitgenössischen
Musik.
Wer die Höhepunkte der Veranstaltung am Bildschirm verfolgen
möchte, kann dies direkt am Sonntagabend tun. Um 18.30 Uhr sendet
3sat eine "spezial"-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "nano". Darin
wird Moderator Ingolf Baur vom Festakt in Bremen berichten, die
Preisträger 2010 vorstellen und der Bedeutung der Auszeichnung für
ehemalige Preisträger auf den Grund gehen.
Der Deutsche Umweltpreis ist mit 500.000 Euro der höchstdotierte
Umweltpreis Europas. Die DBU würdigt mit der Auszeichnung in jedem
Jahr Einsatz und Leistungen, die entscheidend und vorbildlich dazu
beitragen, die Umwelt zu schützen. Auch Projekte, die künftig eine
deutliche Umweltentlastung fördern, stehen im Fokus. Die Auszeichnung
soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften",
Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter
Strategien zu lösen.
Der Ehrenpreis der DBU dagegen wird nicht regelmäßig vergeben. In
den 18 Jahren seit der ersten Verleihung des Deutschen Umweltpreises
1993 ist das erst zweimal geschehen: 2004 an Hannelore "Loki" Schmidt
und 2005 an Heinz Sielmann.
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Datum: 28.10.2010 - 09:20 Uhr
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