Trauma-Info-Telefon: Hamburg erhält Informationszentrum für verletzte Kinderseelen - Förderverein Ankerland e.V. eröffnet Informationstelefon unter 040/63 64 36 27
Ein psychisches Trauma kann jedes Kind treffen. Zum Beispiel als Beobachter eines Unfalls, als Zeuge von Gewalt oder gar als Opfer. Traumatisierte Kinder und Jugendliche brauchen Hilfe. Das Ankerland e.V. Informationszentrum gibt ab sofort telefonische Auskunftüber wohnortnahe Behandlungs- und Therapieangebote, Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten sowie weiterführende Angebote in Hamburg. Der Vorstandsvorsitzende von Ankerland e.V., Carl Garbe, freut sichüber das Erreichen eines wichtigen Meilensteins für den Verein:"Mit dem Informationszentrum schafft Ankerland neben der laufenden Informations- undÖffentlichkeitsarbeit eine weitere wichtige Säule zur Etablierung von Hilfe und konkreter Unterstützung für Betroffene in Hamburg."
Trauma-Info-Telefon: Hamburg erhält Informationszentrum für verletzte Kinderseelen - Förderverein An(firmenpresse) - Unter den gebündelten Experten-Adressen befinden sich Trauma-Therapeuten, relevante Hilfsorganisationen, Behörden, Kliniken, Institute und Berufsverbände. Das Informationszentrum wird unter der ehrenamtlichen Leitung von Ilse Hüttner durch ein vom ärztlichen Leiter von Ankerland e.V., Dr. med. Andreas Krüger, speziell geschultes Team ehrenamtlicher Mitarbeiter betrieben. Sitz des Informationszentrums und des Informationstelefons ist die Ankerland-Zentrale in der Willy-Brandt-Straße 20.
Ankerland e.V. informiert Eltern und Verwandte betroffener Kinder; Kinder und Jugendliche; Kindertagesstätten, Kindergärten, Tagespflegestätten; Schulen und andere Organisationen; Behörden; Rettungswesen; Hilfsorganisationen und Vereine; Krankenhäuser, Arztpraxen, Therapeuten; Medien; Förderer; die Allgemeinbevölkerung.
Das Trauma-Info-Telefon ist an folgenden Tagen besetzt:
dienstags von 20:00 bis 22:00 Uhr
mittwochs von 10:00 bis 18:00 Uhr
donnerstags von 20:00 bis 22:00 Uhr (zusätzlich ab Dezember 2010)
Ein weiterer Ausbau der Geschäftszeiten ist geplant. Auf das Angebot weisen Werbemittel hin, die großvolumig in Hamburg an den dafür relevanten Einrichtungen ausliegen.
Dr. Andreas Krüger über das neue Informations-Telefon: "Dies ist ein wirklich wichtiges Angebot und ein guter Schritt auf unserem Weg zu einem Therapie-Zentrum für Hamburg."
Das Trauma-Info-Telefon des Ankerland e.V. Informationszentrums informiert über:
Trauma-Therapeuten: Kinder- und Jugendliche, Erwachsene, Familien
Hilfsorganisationen: Häusliche Gewalt/Gewalt im erweiterten sozialen Umfeld; Sexuelle Gewalt; Krisenintervention; Kinderschutzhäuser; Frauenhäuser; stationäre und ambulante Jugendhilfe; Zeugenbetreuung/Opferentschädigung/ Rechtsauskunft.
Behörden: Kinder- und Jugendnotdienst (KJND); Jugendpsychologischer/-
psychiatrischer Dienst (JPPD); Allg. Sozialer Dienst der Bezirksämter (ASD); Kinderschutzkoordinatoren/innen der Bezirksämter; Jugendämter; REBUS (Regionale Beratungs
und Unterstützungsstellen); Soziale Notdienste Hamburg.
Kliniken, Institute und Berufsverbände: Kinder- und Jugendpsychiatrie; Kinderkrankenhäuser
und pädiatrische Abteilungen; Kinder- und Jugendpsychosomatische Abteilungen; Kammern; Berufsverbände und Arbeitsgemeinschaften.
Über Ankerland e.V.
Hunderte Kinder und Jugendliche werden jedes Jahr in Hamburg psychisch traumatisiert: durch Verkehrsunfälle, Gewalt, Missbrauch oder Naturkatastrophen. Anders als in der guten Versorgung körperlich traumatisierter Patienten stehen entsprechende Einrichtungen für seelisch Schwerverletzte kaum zur Verfügung. Es mangelt an Behandlungsplätzen, Know-how und Budget. Dabei kann es jedes Kind treffen. Seelische Schwerverletzung sieht man nicht.
Diese Versorgungslücke will Ankerland e.V. schließen, zuerst in Hamburg. Ankerland e.V. ist ein im Februar 2008 gegründeter Förderverein zur Hilfe von psychisch traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Initiator ist Dr. med. Andreas Krüger, ehem. Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der die dortige Trauma-Ambulanz aufgebaut und geleitet hat. Ankerland e.V. wird das bundesweit erste integrative Beratungs- und Betreuungszentrum für psychisch traumatisierte Kinder und Jugendliche fernab jeden Krankenhaus-Ambientes. Hier werden Trauma-Patienten umfassend und nachhaltig therapiert. Dazu zählt ärztliche sowie psychotherapeutische Behandlung, die Begleitung der Familien, und die Beratung und Vernetzung aller beteiligten Berufsgruppen. Hamburger Prominente wie Udo Nagel, Helge Adolphsen oder der Künstler Tomi Ungerer unterstützen Dr. Krüger bei dem Aufbau von Ankerland e.V.
Dr. med. Andreas Krüger ist Autor des Buches "Akute psychische Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen" (ISBN: 978-3-608-89065-5, Band 213 in der "LL"-Reihe von KLETT-COTTA). Das Buch vermittelt grundlegendes Wissen über Diagnose und erste Behandlungsschritte in der Akutversorgung. Es spricht alle interessierten Menschen an, die in irgendeiner Weise mit diesem Thema befasst sind. Zudem ist Dr. Krüger in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Luise Reddemann Entwickler des PITT-KIDBehandlungsverfahrens.
Die Psychodynamisch Imaginative Trauma Therapie ist eine psychodynamisch fundierte Psychotherapie. Sie wird insbesondere in der Arbeit mit Trauma-Patienten mit chronischen Traumafolgestörungen eingesetzt. PITT-KID setzt verstärkt bei den Ressourcen der Patienten an. Weitere Literatur: "Erste Hilfe für traumatisierte Kinder" (Patmos, 2008, ISBN: 978-3491401082).
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Datum: 08.11.2010 - 18:55 Uhr
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Familie & Kinder
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