Castor-Proteste großer Erfolg für Anti-Atom-Bewegung
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Castor-Proteste großer Erfolg für Anti-Atom-Bewegung
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Proteste gegen den Castor-Transport als großen Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung bezeichnet. "Noch nie haben sich so viele Menschen an den Protesten im Wendland beteiligt und mit mutigen, besonnenen Aktionen ihren entschiedenen Widerstand gegen die Atomenergie klar gemacht", sagte Eberhard Heise vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Dass tausende Menschen bereit waren, Nächte lang in Eiseskälte auf Schienen und Straßen auszuharren, um den Castor aufzuhalten, bedeute eine neue Qualität des Widerstandes gegen eine verfehlte Energiepolitik.
"Dabei ist längst klar: Die Demonstrantinnen und Demonstranten im Wendland stehen für die Mehrheit aller Bürgerinnen und Bürger im Land", betonte Hendrik Sander von der Attac-Arbeitsgruppe Energie, Klima, Umwelt. "Indem die Protestierenden ihre Sache selbst in die Hand genommen haben, haben sie die Demokratie in unserem Land ein großes Stück voran gebracht. Ganz im Gegensatz zur Bundesregierung, die die Polizei ihre verfehlte Politik durchsetzen lässt".
Mit ihrer ausschließlich an Konzerninteressen ausgerichteten Energiepolitik stelle sich die schwarz-gelbe Koalition in erschreckender Weise gegen die Bevölkerung, die eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten ebenso ablehne wie ein Endlager Gorleben. Die Proteste im Wendland zeigten dabei ebenso wie der massive Widerstand gegen Stuttgart 21, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht länger bereit seien, eine Politik über ihre Köpfe hinweg zu akzeptieren.
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac beteiligte sich an den vielfältigen Protesten gegen den Castortransport. Attac rief mit zu der Demonstration am Samstag in der Nähe von Dannenberg auf und unterstützte die Sitzblockade von X-tausendmal quer. An der Gleisblockade der Initiative Widersetzen beteiligten sich zahlreiche Attac-Aktive; auch bei der Aktion "Castor schottern" waren Mitglieder des Netzwerkes dabei.
Attac kritisierte die Polizeigewalt, die teilweise bei den Aktionen im Wendland zu beobachten war: Vor allem am Sonntag gingen die Beamten mit Tränengas, Schlagstöcken und Pferden gegen Demonstranten vor, die entschlossen, aber ohne Menschen zu gefährden, gegen den Castor protestierten.
Attac setzt sich ein für eine soziale, ökologische und demokratische Energieversorgung und fordert unter anderem die Zerschlagung sowie Vergesellschaftung der großen Stromkonzerne.
Für Rückfragen und Interviews:
Eberhard Heise, Attac-Koordinierungskreis, Tel. (0175) 687 8455
Hendrik Sander, Attac-AG Energie, Klima, Umwelt, Tel. (0176) 2054 3060
Frauke Distelrath
Pressesprecherin Attac Deutschland
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; 0179/514 60 79
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Datum: 09.11.2010 - 15:45 Uhr
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