Wildwarnreflektoren

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(pressrelations) - taatssekretär Gerhard Eck: "Pilotversuch mit Wildwarnreflektoren an Straßen in Oberfranken ausgewertet - Keine Bedenken gegen Verwendung in ganz Bayern"

"Der vorliegende Schlussbericht des Modellversuchs in Oberfranken zur Verwendung von farbigen Wildwarnreflektoren an Straßenleitpfosten kommt zu der Bewertung, dass die Verkehrssicherheit auf den Versuchsstrecken nicht beeinträchtigt wurde. Damit besteht nun für Jäger in ganz Bayern die Möglichkeit, Leitpfosten mit solchen Reflektoren zu versehen", berichtete Innenstaatssekretär Gerhard Eck heute in München.

Wildunfälle sind ein ernst zu nehmendes Problem, gerade in einem waldreichen Flächenstaat wie Bayern. Im Jahr 2009 hat die Polizei mehr als 55.000 Wildunfälle registriert, bei denen 464 Personen verletzt und zwei getötet wurden. In der Vergangenheit gab es eine Vielzahl von Abwehrmaßnahmen, vom ''Duftzaun'' bis zur Verwendung von Silberfolien und CD-Rohlingen in Bäumen und Sträuchern am Straßenrand, die von Jägern in Eigeninitiative zur Vermeidung von Wildunfällen eingesetzt wurden. Seit dem 1. Juni 2006 wurden nun zuletzt zeitversetzt bis zum 31. Mai 2010 auf gut 43 Kilometern Länge entlang von Kreisstraßen, Staats- und Bundesstraßen in den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Kulmbach und Lichtenfels in Oberfranken verschiedenfarbige Wildwarnreflektoren an Leitpfosten eingesetzt. Eck: "Wir haben mit unterschiedlichen Ergebnissen bezogen auf die Landkreise blaue, blau-weiße und rot-weiße Reflektoren an Straßenleitpfosten auf den Versuchsstrecken getestet. Die Teststrecken wurden von den Landratsämtern in Zusammenarbeit mit den Straßenbaubehörden und Straßenverkehrsbehörden, der Polizei und der Jägerschaft ausgewählt. Wir haben alle Begleitumstände, wie zum Beispiel den Gewöhnungseffekt auf das Wild, die Nachhaltigkeit der Unfallentwicklung, die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit sowie die Verschmutzung und notwendige Justierung der Reflektoren bei der Studie erfasst und ausgewertet", so Eck, der ergänzte: "Ein Großteil der beteiligten Jäger ist von dem positiven Nutzen überzeugt und plädiert für die Verwendung von farbigen Wildwarnreflektoren. Wir werden uns diesem Wunsch nicht verschließen", so der Innenstaatssekretär. Obwohl sich bei dem Versuch keine signifikante Abnahme der Wildunfälle ergab, betonte Eck: "Nur ein vermiedener Wildunfall mit Getöteten, Verletzten oder mit erheblichem Sachschaden ist, da keinerlei nachteilige Wirkungen zu befürchten sind, Grund genug für die Freigabe farbiger Reflektoren. Die Jäger erhoffen sich von den Reflektoren eine Irritation des Wildes. Damit wird es jedenfalls zum Teil vom Überqueren der Straße abgeschreckt. Außerdem hat sich als positiver Nebeneffekt herausgestellt, dass durch die Reflektion der farbigen Wildwarnreflektoren Leitpfosten besser erkannt werden können", so der Innenstaatssekretär.



Jäger in ganz Bayern können nun in eigener Verantwortung und bei eigener Finanzierung in Absprache mit der zuständigen Straßenbauverwaltung farbige Wildwarnreflektoren an Leitplanken anbringen lassen.


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Datum: 11.11.2010 - 16:15 Uhr
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