Humanitaere Hilfe ist der Bundesregierung nichts wert
ID: 295764
Humanitaere Hilfe ist der Bundesregierung nichts wert
Die nun mit der schwarz-gelben Mehrheit im Haushaltsausschuss gefassten Beschluesse zeigen, dass die Foerderung der Menschenrechte, Frieden und Stabilitaet sowie die humanitaere Hilfe dieser Regierung nichts wert ist. Die massiven Kuerzungen von 80,6 Millionen Euro in diesen Bereichen sind kurzsichtig und gefaehrlich.
Vor allem bei den Massnahmen zur Foerderung der Menschenrechte bleibt es bei Kuerzungen von fast 50 Prozent. Wenn nun zwar zusaetzliche Mittel von 1,5 Millionen Euro beschlossen wurden, so entspricht dies doch nur einer Anhebung von 0,66 Prozent.
Diese geringe Anhebung unterstuetzt nicht den von Bundesminister Westerwelle deklarierten Menschenrechtsschwerpunkt in der deutschen Aussenpolitik. Mit einer solchen Politik, die kontinuierlich verstaerkt wird, laeuft die Bundesregierung Gefahr, international als verlaesslicher Partner nicht mehr ernst genommen zu werden.
Gerade mit den Konzepten der zivilen Krisenpraevention, der Konfliktbearbeitung und der Friedenskonsolidierung leistete Deutschland bisher einen international anerkannten und hochrespektierten Beitrag zur Friedenssicherung. Statt diese Kompetenzen zu nutzen und auszubauen, streicht die schwarz-gelbe Koalition diese Mittel gnadenlos zusammen. Dass ausgerechnet Deutschland beim Aufbau demokratischer Strukturen, bei der gesellschaftlichen Wiedereingliederung von Kindersoldaten, bei der friedlichen Loesung des Darfur-Konfliktes, bei den Opfern von Streumunition, bei Minenopfern in Kolumbien oder bei der humanitaeren Hilfe kuerzt, schadet dem Ansehen unseres Landes.
Damit wird nicht nur ein hoffnungsvoller Ansatz zivilgesellschaftlichen Engagements zerstoert, sondern auch das Vertrauen in die Verlaesslichkeit deutscher Aussenpolitik, und das ist nicht zu verantworten.
Buchstaeblich in letzter Minute ist es gelungen, eine Kuerzung bei den Mitteln fuer das Zentrum fuer Internationale Friedenseinsaetze (ZIF) zu verhindern. Mit dem ZIF haben wir in Deutschland eine Einrichtung, die mittlerweile in Europa sowie weltweit zu einem Exportschlager geworden ist. Ihre wesentliche Aufgabe ist es, das Training und die Ausbildung von Fachkraeften in internationalen Friedensmissionen durchzufuehren und einen Expertenpool aufzubauen und zu pflegen. Noch immer haben wir zu wenige Fachkraefte die sich fuer einen solchen Einsatz in Krisenregionen bereit erklaeren. Eine Kuerzung gerade hier haette fatale Folgen gehabt.
Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.11.2010 - 18:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 295764
Anzahl Zeichen: 3248
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 199 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Humanitaere Hilfe ist der Bundesregierung nichts wert"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher: Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. "Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtu
Abgebrochene Reise der Entwicklungsministerin wegen militärischer Eskalation im Libanon: Waffenstillstand ist unabdingbar ...
Heute wurde der Regierungsflieger von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan aufgrund der Ankündigung der Bombardierung Beiruts aus Sicherheitsgründen kurz vor dem Landeanflug gestoppt. Sanae Abdi, entwicklungspolitische Sprecherin: "Die unterbrochene Reise der Ministerin ist ein Ergeb
Schnellere Verfahren, starker Rechtsschutz: Verwaltungsgerichte modernisieren ...
Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss wird eine umfassende Modernisierung des Verwaltungsprozessrechts auf den Weg gebracht. Die letzten großen Reformen der Verwaltungsgerichtsordnung liegen mehr als zwanzig Jahre zurück. Seitdem haben sich Arbeitsweise, Digitalisierung und Belastung der Verwaltungs
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Jens Böhrnsen gratuliert Stephan Weil zum Vorsitz der Bundes-SGK und fordert eine bessere Finanzausstattung der Kommunen ...
Der Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Jens Böhrnsen, gratulierte Oberbürgermeister Stephan Weil zur Wahl zum Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (Bundes-SGK). Stephan Weil wurde mit 99,6% der Stimmen von der Dele
Niebels Blindflug bei seinen Personalwuenschen ...
slich der gestrigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses zum entwicklungspolitischen Haushalt erklaeren der zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Lothar Binding und die stellvertretende entwicklungspolitische Sprecherin Baerbel Kofler: Es war ein bemerkenswerter Streit z
Kommunen brauchen umgehend Hilfe vom Bund ...
lich der Delegiertenversammlung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik e.V. (Bundes-SGK), die am 12./13. November 2010 in Bremen stattfindet, erklären der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, und der Vorsitzende der Bundes-SGK, Stephan Weil, Oberbürgermeister von Hannover: D
Bundesminister ehrt die besten Auszubildenden ...
er: "Ausbildung ist die beste Investition in die Zukunft" Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer, hat heute die jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Ramsauer: "Die Bundesverwaltung für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung




