M+E-Mitte übernimmt Sindelfinger Tarifabschluss
5. Tarifverhandlung: M+E Mitte übernimmt Sindelfinger Abschluss
Dr. Kulenkamp: „Verhandlungsergebnis angesichts der guten Entwicklung der M+E-Industrie angemessen / Hoher Gestaltungsspielraum für 2008 / Chance für Beschäftigungsaufbau gewahrt.“
Frankfurt / Mörfelden. Die Tarifgemeinschaft M+E Mitte und die IG Metall Frankfurt haben sich am Montag für die 410.000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Rheinhessen, der Pfalz und im Saarland auf die Übernahme des Sindelfinger Abschlusses für die Tarifrunde 2007 vom vergangenen Freitag geeinigt. Im Einzelnen auf:
· einen zweistufigen Tarifabschluss mit einer Gesamtlaufzeit von 19 Monaten,
· eine pauschale Einmalzahlung für den April und Mai 2007 für die Beschäftigten
in Höhe von 400 Euro, für die Auszubildenden in Höhe von 125 Euro.
· eine Erhöhung der Tabellenentgelte in der ersten Stufe ab 1. Juni 2007 um 4,1 Prozent für 12 Monate sowie in der zweiten Stufe ab 1. Juni 2008 um 1,7 Prozent für fünf Monate,
· einen auf fünf Monate befristeten Konjunkturbonus in der zweiten Stufe von 0,7 Prozent ab 1. Juni 2008.
· als Element der Differenzierung ein Wegfall sowohl der Tariferhöhung als auch des Konjunkturbonus der zweiten Stufe um bis zu vier Monate, der auf betrieblicher Ebene aus wirtschaftlichen Gründen vereinbart werden kann.
Vier Arbeitgeberverbände VEM, Pfalzmetall, HessenMetall und ME-Saar bilden M+E-Mitte(firmenpresse) - „Der Tarifabschluss ist angesichts der guten Entwicklung der M+E-Industrie angemessen. Er bietet durch die Öffnungsklausel für 2008 einen hohen Gestaltungsspielraum und wahrt die Chance für weiteren Beschäftigungsaufbau“, sagte Dr. Eduard Kulenkamp, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft M+E Mitte. Die spürbare Entgelterhöhung sei eine Vorleistung der Betriebe auf die Zukunft, die nun durch die Leistung der Mitarbeiter gedeckt werden müsse. Die Kostenwirkungen der Entgelterhöhung dürften zunächst durch die starken konjunkturellen Kräfte überlagert werden, die zu einer weiteren Erhöhung der Kapazitätsauslastung führten. Er hoffe deshalb, dass trotz dieser Belastung die Beschäftigung weiter aufgebaut werden könne. Der Verzicht auf eine Differenzierung in der ersten Stufe sei akzeptabel, weil die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres überschaubar sei. Der Kompromiss biete den Beschäftigten eine großzügige Beteiligung an der insgesamt robusten Konjunktur.
Aus einer zusammenfassenden Bewertung des Abschlusses über seine gesamte Laufzeit ergebe sich eine jährliche Belastung der Betriebe von 3,3 Prozent. Durch freiwillige Betriebsvereinbarung kann die Laufzeitbelastung weiter reduziert werden. Mit dem Konjunkturbonus und der Option eines betrieblich zu vereinbarenden Wegfalls der zweiten Stufe „helfen wir den Betrieben, denen es nicht so gut geht“, sagte Kulenkamp. Die längere Laufzeit von 19 Monaten ermögliche den Unternehmen eine größere Planungssicherheit nahezu für das komplette Jahr 2008.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen e.V. (VEM) ist ein regionaler Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie. Er ist ener von 16 Mitgliedsverbänden Gesamtmetalls. Er ist auch einer von vier Mitgliedsverbänden der Tarifgemeinschaft M+E Mitte. Er schließt mit den Gewerkschaften Tarifverträge und berät seine Mitglieder in allen wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. Er vertritt rund 200 Mitgliedsunternehmen in Rheinland-Pfalz (sein Verbandsgebiet reicht von Betzdorf im Norden bis Worms im Süden des Landes Rheinland-Pfalz). In seinen Mitgliedsbetrieben sind rund 40.000 Mitarbeiter/innen beschäftigt
email: pinger(at)vem.de
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Datum: 07.05.2007 - 12:59 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Siegbert Pinger
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Koblenz
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Kategorie:
Politik & Gesellschaft
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Freigabedatum: 07.05.2007
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