Majak: Axpo bleibt klare Antworten weiterhin schuldig
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Majak: Axpo bleibt klare Antworten weiterhin schuldig
Es gibt für Wiederaufbereitungsanlagen wie Majak keine internationalen Standards. Weltweit existieren lediglich zwei in der Funktion vergleichbare Anlagen - eine in Sellafield (GB) und eine in La Hague (F).
Wie in Majak wird dort aus abgebrannten Atombrennstäben Plutonium für zivile und militärische Zwecke (Atomsprengköpfe) gewonnen, die Anlagen sind in staatlichem Besitz. England und Frankreich gewährt seinen Anlagen Abgabelimiten für radioaktive Abwässer, die jene anderer Atomanlagen um ein Vielfaches übersteigen. Das Wiederaufbereitungsgeschäft ist also weltweit schmutzig. In Sellafield und La Hague werden radioaktive Flüssigabfälle ins Meer geleitet und dort durch den Golfstrom weggetragen und verdünnt. In Mayak sieht es noch schlimmer aus: dort werden die Abwässer in ein System von Abwasserbecken und Seen geleitet, welche in einen kleinen Fluss münden. Die Konzentrationen entlang des Flusses bleiben hoch, weil mit neu hinzu kommenden Abwässern in dieses offene Gewässersystem immer auch Altlasten den Weg in den Fluss Techa finden. Die Bevölkerung wird so kontinuierlich belastet. Ein Dammbruch des Erdwalls, der das Abwassersystem abgrenzt und als Abwasserfilter dient, stellt eine weiteres Risiko für Mensch und Umwelt dar.
Gemäss staatlicher Aufsichtsbehörde besteht in Russland keine Rechtsgrundlage für das Abwassersystem für radioaktive Flüssigabfälle, was den Betreibern nach wie vor einen grossen Spielraum im Umgang damit lässt.
Vor diesem Hintergrund sind die heutigen Aussagen der Axpo nicht befriedigend. Greenpeace hält die Geschäfte des Schweizer Stromkonzern mit Majak nach wie vor für verantwortungslos.
Die Axpo hat heute ihre Absicht deklariert, Majak zu besuchen. Im Sinnne der Transparenz erwartet Greenpeace eine Einladung, die Axpo auf diese Reise begleiten zu dürfen.
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Datum: 19.11.2010 - 16:15 Uhr
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