Matthias Wissmann übernimmt das Steuer beim VDA
ID: 30718
Ein politischer Präsident soll die deutsche Autoindustrie wieder auf Kurs bringen

(firmenpresse) - Von Ansgar Lange
Bonn/Frankfurt am Main – Matthias Wissmann übernimmt zum 1. Juni 2007 ein schweres Amt. Das „ewige Talent“ der CDU tritt an die Spitze des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) http://www.vda.de in Zeiten, in denen die Branche mit großen Problemen zu kämpfen hat. Der Absatz von Neuwagen ist zu Beginn dieses Jahres eingebrochen, die Mehrwertsteuererhöhung hat zu einer nachhaltigen Verunsicherung bei Kunden wie Händlern gesorgt, und die Neuregelung der Kfz-Steuer hält der langjährige CDU-Politiker für unklar. Seinem Vorgänger Bernd Gottschalk war die Klimadebatte zum Verhängnis geworden. Er nahm im März dieses Jahres freiwillig den Hut, weil ihm vorgeworfen wurde, er habe zu spät auf die teilweise hitzigen Angriffe auf die Automobilindustrie reagiert, die auf einmal „als Klimakiller in Verruf“ (FAZ) geraten war.
Es verwundert daher nicht, dass Wissmann beim Thema CO2-Grenzwerte in Europa schon einmal in die Offensive geht. Laut Autohaus-Online http://www.autohaus.de setzt sich der frühere Verkehrsminister für eine Differenzierung nach Fahrzeugklassen ein: „Wenn wir auf eine segmentbezogene Regelung verzichten müssten und einen Einheitsbrei organisierten, wo der Kleinwagen genauso behandelt würde wie der Geländewagen, wäre die industrielle Existenz der deutschen Autoindustrie bedroht.“ Die EU-Kommission will die Autokonzerne bekanntlich dazu verpflichten, den Kohlendioxid-Ausstoß neuer Pkw bis 2012 auf durchschnittlich 130 Gramm pro Kilometer zu begrenzen. Dieses Ziel ist für die deutschen Premiumhersteller nur schwer zu erreichen.
Wissmann werden gute politische Verdrahtungen in Berlin und Brüssel sowie gute Kontakte zu den deutschen Herstellern Daimler, Porsche und Volkswagen nachgesagt. Keine schlechten Voraussetzungen also, um den VDA mit mehr als 500 Unternehmen der Auto- und Zuliefererindustrie mit insgesamt mehr als 750.000 Mitarbeitern schlagkräftig zu vertreten. „Die Branche braucht jetzt dringend gute Nachrichten und frische Ideen“, sagt der Automobilexperte Uwe Röhrig vom Hannoveraner Beratungshaus International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de. „Immerhin hängen eine Menge Arbeitsplätze an dem Thema Mobilität. Wissmann hat drei Jahrzehnte im Deutschen Bundestag gesessen. Er sollte also über die nötigen Qualitäten als Strippenzieher und Diplomat hinter den Kulissen verfügen. Außerdem versteht er sich als früherer Minister auf Öffentlichkeitsarbeit. Dass Wissmann ein politischerer Präsident als sein Vorgänger sein wird, schadet in der derzeitigen Situation nicht. Denn insbesondere auf Berliner und Brüsseler Ebene muss harte Lobbyarbeit geleistet werden.“ Wunderdinge dürfe sich die Branche vom neuen VDA-Chef aber nicht erwarten, betont Röhrig. „Außerdem haben nicht alle Probleme etwas mit dem Klimaschutz, dem Benzinpreis oder der Steuer zu tun. Hersteller und Händler können selber eine Menge tun, indem sie noch konsequentere Kundenorientierung betreiben und die Dienstleistungsqualität und nicht Rabattaktionen in den Vordergrund stellen.“
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 01.06.2007 - 12:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 30718
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange
Kategorie:
Auto & Verkehr
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: kein
Freigabedatum: 01.06.07
Diese Pressemitteilung wurde bisher 868 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Matthias Wissmann übernimmt das Steuer beim VDA"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Der rote Teppich ins Autohaus – ICC-Chef Uwe Röhrig: Servicepakete statt Barrabatte ...
Bonn/Frankfurt am Main – Das deutsche Autohaus steckt in der Krise. Dieser Befund ist nicht neu, aber zurzeit scheint die Situation besonders dramatisch zu sein. „Deutschlands Autohändler schlagen Alarm: Erst die Mehrwertsteuer-Erhöhung, dann die Diskussion über die Kohlendioxid-Belastung, un
Ausgezeichnet: DreChefs mit Herz -Gesund arbeiten bei WESTAFLEX ...
Diese Auszeichung wird vor allem für die WESTAFLEX-Mitarbeiter langfristig positive Folgen für ihre Gesundheit haben. Das versicherte Karl-Julius Sänger von der Techniker-Krankenkasse Ostwestfalen-Lippe, die als einer von mehreren Partnern den Preis ausgeschrieben hat. So wird dem Unt
Tuning für den Tank – mehr Kilometer, weniger Belastung ...
MPG-CAPS ist ein Motorpflegemittel, das die Einsparung des Kraftstoffverbrauchs verbessert und eine Leistungssteigerung des Motors bewirkt. Dies geschieht indem eine hauchdünne Schicht aus mikroskopisch kleinen Partikeln auf der innen liegenden Oberfläche der Verbrennungskammer im Motor erzeugt
Deutsche Zuliefererindustrie präsentiert sich in guter Verfassung ...
Bonn/Hannover – Die Automobilzuliefererindustrie befindet sich im Wandel. Weltweit stagnierende Absatzmärkte und die harten Kostenvorgaben der Autobauer drücken auf die Renditen. „Die Krise der Zulieferer in den USA zeigt: Neue Wege sind gefragt, um den Verdrängungswettbewerb zu überleben“




