Sicherheit beim Online-Einkauf

Sicherheit beim Online-Einkauf

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Berlin – Gerade in der Vorweihnachtszeit bietet das Internet eine bequeme Möglichkeit, Geschenke günstig und nach Ladenschluss zu besorgen. Auch wer das dichte Gedränge in überfüllten Geschäften meiden will, greift auf die Alternative Internet zurück. Damit die Suche nach dem richtigen Geschenk oder Schnäppchen ohne böse Überraschungen verläuft, helfen einige Sicherheitstipps. Banktip erklärt, worauf man bei der Online-Suche nach dem richtigen Präsent achten sollte.




(firmenpresse) - Datensicherheit

Bei guten Onlineshops finden Kunden eine detaillierte Datenschutzerklärung. Hier erfährt der Nutzer, welche Daten von ihm erhoben und wie diese gespeichert und verwendet werden. Neben der Datenspeicherung und –verwendung ist es auch wichtig, wie die Daten an den Shop übertragen werden. Immerhin werden so sensible Angaben wie Name, Anschrift, E-Mail Adresse, Bankverbindung oder Kreditkartendaten per Internet übertragen.

Damit insbesondere letztere gegen Missbrauch gesichert sind, sollten die Daten mittels einer gesicherten Verbindung übertragen werden. Hierbei werden die Daten verschlüsselt und sind so vor dem Zugriff Dritter während der Übertragung geschützt.

Derzeitiger Standard ist eine SSL-Verschlüsselung. Ob der Onlineshop eine solche benutzt, erkennen Sie daran, dass die Internetadresse mit einem https:// beginnt. Bei ungesicherten Verbindungen beginnt die Adresse nur mit http://. Zusätzlich sind extra gesicherte Verbindungen an einem kleinen Schloss zu erkennen, dass im Browser dargestellt wird.

Wenn es geschlossen ist, ist die Verbindung sicher, ein geöffnetes Schloss zeigt eine nicht extra gesicherte Verbindung an. Einige Browser kennzeichnen sichere Internetverbindungen außerdem farblich in der Adresszeile. Die https://-Verbindung braucht jedoch nur in den Bereichen bestehen, in denen Daten übertragen werden (Datenerfassung, Bestellvorgang etc.). Ein Shop, der seinen Angebotsbereich nicht extra verschlüsselt, ist nicht automatisch unseriös.

Zahlungsmethoden

Ein ganz wichtiger Punkt sind die angebotenen Zahlungsmethoden. Prinzipiell werden im Onlineversandhandel folgende Möglichkeiten angeboten: Zahlung per Vorkasse, per Rechnung, per Nachnahme, per Bankeinzug, per Kreditkarte oder per Online-Bezahlsystem.

Die sicherste Variante ist immer noch die Zahlung auf Rechnung. Allerdings wird diese Möglichkeit Erstkunden selten angeboten. Da der Verkäufer hier das Risiko eines Zahlungsausfalls trägt, räumt er die Zahlung per Rechnung meist nur regelmäßigen Kunden ein. Wenn die Möglichkeit der Zahlung per Rechnung besteht, sollte man allerdings davon Gebrauch machen.



Nachnahme: Paket gegen Geld

Banktip.de rät: Wer erst bei Eingang der Ware bezahlen will, sollte per Nachnahme zahlen. Hierbei kassiert der Paketzusteller den Kaufpreis direkt an der Haustür. Im Gegenzug erhält man das Paket mit der Bestellung. Die Sendung sollte aber noch im Beisein des Zustellers auf den richtigen Inhalt und erkennbare Beschädigungen überprüft werden. Bei Lieferung per Nachnahme fallen in der Regel zusätzliche Gebühren an.

Vorkasse die Regel

Üblicherweise wird der Onlineshop eine Zahlung per Vorkasse verlangen, gerade wenn es sich beim Besteller um einen Neukunden handelt. In diesem Fall kann per Kreditkarte und per Bankeinzug gezahlt werden. Eine Überweisung ist ebenfalls möglich. Bei der Vorkasse haben Bankeinzug und Kreditkartenzahlung gegenüber der Überweisung einen entscheidenden Vorteil: Hier kann vom Kunden eine Rückbuchung veranlasst werden, die Überweisung lässt sich ohne Mitwirkung des Händlers nicht zurückbuchen.

Onlinebezahlsystem

Eine weitere sichere Zahlungsmethode bieten Online-Bezahlsysteme (PayPal, giropay, click&buy). Hier werden entweder vorab aufgeladene Guthaben zum Bezahlen eingesetzt oder per Kreditkarte bezahlt. Der Vorteil ist hier, dass man nicht bei jedem Shop sensible Daten wie Bankverbindung oder Kreditkartennummer hinterlegen muss. Die im Internet getätigten Umsätze werden auf dem Kundenkonto bei dem jeweiligen Online-Bezahlsystem gesammelt und dann vom Giro- oder Kreditkartenkonto abgebucht.

Ein seriöser Shop sollte mehrere Zahlungsmöglichkeiten anbieten. In jedem Fall sollte es mindestens die Möglichkeit der Zahlung per Nachnahme geben.

Versand

Beim Versand interessieren den Kunden als erstes die Kosten. Hier ist Transparenz oberstes Gebot. Die Versandkosten sollten spätestens im Bereich "Warenkorb" separat ausgewiesen sein, obwohl das nach einem Urteil des OLG Frankfurt schon zu spät ist. Den Richtern zufolge müssen Versandkosten bereits bei der Preisangabe des Produkts deutlich erkennbar ausgewiesen werden.

Ebenfalls zweifelsfrei erkennbar sollten Zuschläge für Expresslieferungen sein. Aufschläge für Nachnahmesendungen sind üblich, dürfen aber nicht unverhältnismäßig hoch sein. Versandkosten bei Nachnahme bei normaler Paketgröße bewegen sich zwischen 10 und 14 Euro. Darüber sollten die Kosten auf keinen Fall liegen.

Ebenfalls wichtig ist ein versicherter Versand. Fragen Sie den Shopbetreiber, ob der Versand versichert erfolgt. Aufschläge sollten hierfür nicht anfallen. Besonders wichtig ist die Versandversicherung bei Käufen von Privatpersonen, z.B. bei ebay. Hier haftet der Verkäufer grundsätzlich nur für den Weg von ihm bis zur Postfiliale. Für den Versand empfiehlt sich daher eine Transportversicherung.

Widerrufsrecht beachten

Achten Sie insbesondere darauf, dass Ihnen wichtige Verbraucherrechte nicht vorenthalten werden. Da es sich beim Onlinekauf um einen sogenannten Fernabsatzvertrag handelt, haben Sie das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Sendung zu widerrufen. Hierfür genügt die rechtzeitige Rücksendung der Ware. Über dieses Widerrufsrecht muss der Verkäufer den Kunden auch ausdrücklich hinweisen. Tut er das nicht, verlängert sich die Frist für den Widerruf.

Vorsicht ist jedoch bei Sachen geboten, die speziell angefertigt werden. Bei diesen ist ein Widerrufsrecht ausgeschlossen. Auch bei versiegelten CD's oder DVD's ist Vorsicht geboten: Einmal geöffnet, ist das


Banktip.de empfiehlt: Onlineshopping birgt einige Gefahren, wenn man grundlegende Sicherheitsregeln außer acht lässt. Achtet man allerdings auf die genannten Sicherheitstipps, ist der virtuelle Einkauf nicht viel gefährlicher als der Besuch eines Einkaufszentrums.


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Datum: 03.12.2010 - 17:55 Uhr
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