Das Auto wird 125. Daimler, Porsche und andere - in 125 Jahren zu wenig für die Umwelt getan

Das Auto wird 125. Daimler, Porsche und andere - in 125 Jahren zu wenig für die Umwelt getan

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Das Auto wird 125. Daimler, Porsche und andere - in 125 Jahren zu wenig für die Umwelt getan



(pressrelations) - art/Berlin: Anlässlich der morgen stattfindenden Jubiläumsfeier "125 Jahre Automobil" in Stuttgart hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) der Autoindustrie vorgeworfen, die negativen Folgen der Motorisierung für die Umwelt, das Klima und die Gesundheit der Menschen weitgehend auszublenden. Die Werbe- und Verkaufsstrategien der Autohersteller seien darauf ausgerichtet, übermotorisierte und schnelle Pkw zu verkaufen und die Klimaschäden sowie die Verschmutzung der Luft durch Abgase und Feinstaub zu verschweigen. Kein Bereich der Wirtschaft torpediere die nationalen und internationalen Klimaziele so ungeniert wie die Autoindustrie. Auch die Gefährlichkeit des Straßenverkehrs werde von der Autobranche nicht ausreichend thematisiert.

Speziell mit ihrer Marke Mercedes-Benz hinke ausgerechnet die Daimler AG beim Thema Klimaschutz anderen Autoherstellern weit hinterher. Die letzten aus dem Jahr 2009 stammenden Zahlen wiesen für Mercedes-Benz-Neuwagen einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von rund 170 Gramm pro Kilometer aus. Der Durchschnittswert aller hierzulande hergestellten Pkw habe 2009 bei 154 Gramm gelegen. Mercedes-Benz-Autos wiesen die höchste Klimaschädlichkeit auf, obwohl das Unternehmen alle Möglichkeiten nutze, seinen Durchschnittswert niedrig zu rechnen. So werde der "Smart" seit 2007 in der Statistik des Kraftfahrtbundesamtes als "Mercedes-Benz" geführt. Der BUND forderte die Daimler AG auf, sich bei ihrer morgigen Auto-Jubiläumsfeier zur Einhaltung des von der EU-Kommission für 2020 beschlossenen Durchschnittswertes von 95 Gramm CO2 pro Kilometer zu bekennen.

Der BUND-Verkehrsexperte Werner Reh kritisierte auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stuttgart die Jubiläumsrede halten wird: "Mit ihrer Laudatio auf die deutsche Autoindustrie vernebelt Frau Merkel die Tatsache, dass der motorisierte Verkehrssektor zum Klimakiller Nummer Eins wird. Anstatt die Autokonzerne zu stärkeren Anstrengungen beim Klimaschutz aufzufordern, inszeniert sich Frau Merkel als Autokanzlerin. Zugleich hat sie wesentlichen Anteil daran, dass auf EU-Ebene die CO2-Minderungsziele für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge aufgeweicht wurden."



Das Bemühen der Bundesregierung, Elektroautos als Lösung für die Verkehrsprobleme anzupreisen, sieht Reh ebenfalls kritisch: "Hier wird ein grünes Tarnnetz über die gegenwärtige Fahrzeugpalette geworfen, das die notwendige Verringerung des Spritverbrauchs der Autos eher behindert. Einzelne sparsame Vorzeigemodelle sind keine Antwort auf die heutigen und künftigen Probleme der automobilen Gesellschaft. Der Durchschnittsverbrauch der gesamten Autoflotte muss deutlich verringert, Spritspartechniken müssen sofort in alle Modelle eingebaut und intensiv beworben werden. Elektro-Fahrzeuge können bestenfalls in ferner Zukunft einen Beitrag zum Klimaschutz leisten."


Pressekontakt: Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte, Tel. 030-27586-435, Mobil: 0173-8443807 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/-464/-489, Fax: -440, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.netUnternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 28.01.2011 - 13:45 Uhr
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