Dämpfer für die Deutsche Bank im Swap-Verfahren
ID: 345569
Dämpfer für die Deutsche Bank im Swap-Verfahren
(Karlsruhe/Bundesgerichtshof, 8.2.2011) Mit dem Argument einer neuerlichen Finanzkrise versuchte die Deutsche Bank den Bundesgerichtshof (BGH) von seiner Auffassung zur Offenlegung negativer Marktwerte abzubringen. Dies ist in der mündlichen Verhandlung vom 08.02.2011 nicht gelungen. Der BGH hat sich vertieft mit der Struktur derartiger Finanzderivate befasst und eine Aufklärung über den anfänglichen negativen Marktwert für erforderlich gehalten. Die fehlende Aufklärung darüber hat der BGH als Pflichtverletzung im Rahmen des Beratungsverhältnisses beurteilt. Dies hatte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/a.M. in der Vorinstanz noch anders beurteilt. Der BGH ließ erkennen, dieses Urteil aufheben zu wollen.
Die bereits für den 08.02. vorgesehene Verkündung einer Entscheidung ist allerdings kurzfristig auf den 22.03.2011 verlegt worden. Gründe dafür hat der BGH nicht genannt. Möglicherweise soll die bereits vorbereitete Presseerklärung des BGH vor dem Hintergrund der von dem Rechtsanwalt der Bank heraufbeschworenen Finanzkrise modifiziert werden.
Neben einer Verurteilung der Bank zum Schadensersatz scheint auch eine Zurückverweisung an das OLG Frankfurt/a.M. möglich. Diese Alternative hatte der BGH im Laufe der Verhandlung ausdrücklich formuliert. Bei einer derartigen Zurückverweisung werden regelmäßig vom BGH Vorgaben für die neuerliche Behandlung durch das OLG formuliert.
"Bereits die klaren Festlegungen in der mündlichen Verhandlung sind ein wichtiger Erfolg für unseren Mandanten. Eine Signalwirkung für eine Reihe gleichgelagerter Fälle wird aber erst von einem Urteil ausgehen", so Rechtsanwalt Jochen Weck, Rössner Rechtsanwälte München. "Wenn der BGH unserer Argumentation folgt, lösen wir natürlich keine neue Finanzkrise aus. Vielmehr wird deutlich, dass der BGH die intransparente Struktur derartiger Finanzprodukte erkannt hat und den Kunden davor schützen will", so Weck weiter.
Weitere Informationen zu den Einzelheiten erhalten Sie bei:
Rössner Rechtsanwälte
Dr. Jochen Weck
Redwitzstr. 4
81925 München
Tel.: 089 -99 89 22-0
Mail: info@roessner.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 09.02.2011 - 20:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 345569
Anzahl Zeichen: 2444
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 331 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Dämpfer für die Deutsche Bank im Swap-Verfahren"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rössner Rechtsanwälte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
CMS - Memory - Swap: Toxisches Derivat der SachsenLB Bereits im Juli 2011 hatte der Landkreis Mittelsachsen Klage vor dem Landgericht Stuttgart gegen die Landesbank Baden-Württemberg eingereicht. Jetzt, fast zweieinhalb Jahre später, konnte der sächsische Landkreis gegen die LBBW siegen. Im
PROKON Regenerative Energien GmbH Itzehoe: Chancen und Risiken ...
Insolvenz Amtsgericht Itzehoe AZ 28 IN 11/14 Die PROKON Regenerative Energien GmbH (im Folgenden kurz PROKON) hat am 22. Januar 2014 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Verfahren ist anhängig beim AG Itzehoe unter dem AZ 28 IN 11/14. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter
Beratungspflicht für Finanzprodukte: Nichts verstanden, selber Schuld? ...
Mit Finanzfragen beschäftigen sich Menschen ungern. Sie wenden sich an Fachleute bei der Bank ihres Vertrauens. Dabei vergessen sie oft, dass die Bank ein Wirtschaftsunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht ist. Das führt häufig zu bösen Enttäuschungen. Wichtig ist es also, Ideen, Vorschläge
Weitere Mitteilungen von Rössner Rechtsanwälte
Gegen Finanzhaie helfen keine Wattebällchen ...
dem angekündigten großen Wurf der Bundesregierung beim Anlegerschutz ist ein Wattebällchen geworden. Schwarz-Gelb ist wieder einmal vor der Finanzlobby eingeknickt. DIE LINKE fordert stattdessen einen Schutzschirm für Verbraucherinnen und Verbraucher", so Caren Lay zum Anlegerschutzgesetz,
Geldautomat: Gebührenübersicht auf Banktip.de online abrufbar ...
Gebühr für Geldabheben wird angezeigt Seit dem 15. Januar müssen die Banken Fremdkunden, die an ihren Geldautomaten Bargeld abheben wollen, die Gebühren für das Geldabheben anzeigen. Dies muss noch vor dem eigentlichen Abhebevorgang geschehen, so dass der Kunde die Transaktion abbrechen kann
Benachteiligte Jugendliche profitieren nicht vom Aufschwung ...
(ddp direct) Der Wirtschaftsaufschwung lässt die Arbeitslosenzahlen schrumpfen. Vor allem eine Gruppe spürt von den posi-tiven Effekten des Konjunkturwachstums wenig: Be-nachteiligte Jugendliche haben es noch immer sehr schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind derzeit in Deutschlan
Der Darboven IDEE-Förderpreis 2011: 75.000 Euro für die Gewinnerin ...
Hamburg, im Februar 2011. Der Darboven IDEE-Förderpreis feiert dieses Jahr ein besonderes Jubiläum: Zum 10. Mal wird die renommierte Auszeichnung verliehen. Sie richtet sich an Frauen, die ihre innovativen und zukunftsorientierten Geschäftsideen mit Tatkraft und Ausdauer verwirklichen wollen, um




