Kyritz-Ruppiner Heide: Balance zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz
ID: 355994
Kyritz-Ruppiner Heide: Balance zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz
Mit der Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, auf den Luft-Boden-Schiessplatz Wittstock zu verzichten, haben sich fuer die Region Ostprignitz-Ruppin neue Chancen fuer eine zivile Nutzung und fuer den Naturschutz eroeffnet. Damit endet jedoch nicht die Verantwortung der Bundeswehr und der Bundesregierung fuer diese Region.
Nach einer jahrezehntelangen militaerischen Nutzung sind die Folgen zu bewaeltigen: Munition und andere Altlasten muessen beseitigt werden, um die Heide nicht nur von militaerischer Nutzung zu befreien, sondern sie auch fuer Besucher zu oeffnen.
Fuer diese strukturschwache Region koennen Potenziale erschlossen werden, nicht nur fuer den sanften Tourismus, sondern auch fuer Windparks und die Nutzung Erneuerbarer Energien.
Der zentrale Gedanke ist der Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz. Die Zukunft der Kyritz-Ruppiner Heide kann aber nur gemeinsam mit den Menschen der Region entwickelt werden. Die Buergerinitiativen waren erfolgreich. Jetzt muessen sie auch an der Zukunftsentwicklung ihrer Kyritz-Ruppiner Heide beteiligt werden. Die SPD hat deshalb in ihrem Antrag gefordert, die lokalen Akteure mit einzubeziehen. Die Forderungen der SPD richten sich aber auch klar an den Bund: er ist in der Verpflichtung, mit seiner eigenen Koordinierungsstelle fuer Konversionsfragen an Nachnutzungskonzepten zu arbeiten und die Altlasten zu beseitigen. Das kann nicht allein Aufgabe des Landes Brandenburg sein.
Die Regierungskoalition hat sich konsequent den Bemuehungen um einen gemeinsamen fraktionsuebergreifenden Antrag entzogen und den Antrag der SPD im Plenum des Bundestages einfach niedergestimmt. Die CDU-Landesgruppe Brandenburg hat das Beratungsangebot fuer einen fraktionsuebergreifenden Antrag von SPD und Buendnis 90/Die Gruenen ausgeschlagen. "Die Heide ist frei" heisst aber nicht, dass die Bundesregierung frei von Verantwortung ist - im Gegenteil: sie muss der Region weiter auf die Beine helfen. Eine "freie" Heide wird es erst dann geben, wenn das Gebiet frei von Munition und anderer Altlasten ist und Tier und Mensch das Gelaende gefahrlos betreten koennen. Und ebenso, wenn eine vernuenftige Balance zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz geschaffen ist.
Die Regierungskoalition sollte auch ihren Beschluss ueberdenken, fast die gesamte Flaeche des frueheren Truppenuebungsplatzes in das Nationale Naturerbe zu ueberfuehren. Das schraenkt die Entwicklungsmoeglichkeit des Gelaendes erheblich ein, waehrend andere dafuer vorgesehene Flaechen in Deutschland fuer das Naturerbe nicht infrage kommen sollen. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert einen Nutzungsmix, in dem auch Teilflaechen zum Naturerbe erklaert werden.
Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 25.02.2011 - 13:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 355994
Anzahl Zeichen: 3583
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 155 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kyritz-Ruppiner Heide: Balance zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Deutsche Bundestag beschließt heute in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung der Reparatur von Waren. Die neuen Regelungen erleichtern es Verbraucherinnen und Verbrauchern, defekte Produkte reparieren zu lassen, und unterstützen so den Weg aus der
Bildung für Nachhaltigkeit: Zukunftskompetenzen für alle ...
Heute hat das Bundeskabinett den Achten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschlossen. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Dieser Bericht zeigt, dass nachhaltige Bildung ein Schlüssel für sozialen Zusammenhalt, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und erfolgreichen Klimasc
Einsetzung der Nord-Süd-Kommission ist wichtiger Schritt ...
Die heutige Entscheidung des Bundeskabinetts, die Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission einzusetzen, ist ein wichtiger Schritt für eine gerechtere internationale Zusammenarbeit. Damit nimmt ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages nun Gestalt an. Sanae Abdi , entwicklungspolitische Spr
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Sitzungswoche des Landtags 1. ? 3. März - GRÜNE informieren über Schwerpunkte und Aktuelles im Internet ...
ndtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bietet wie vor jeder Plenarwoche des Landtags mit der Plenumsseite allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen aktuellen Informationsservice an. Auf www.gruene-hessen.de/landtag/plenum[1] werden die wichtigsten Informationen zur Plenarwoche zur Ver
Brüderle zur Entscheidung der US-Luftwaffe ...
Zu der Entscheidung der US-Luftwaffe erklärt der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Ich mache keinen Hehl daraus: Natürlich wäre ein Zuschlag für EADS für uns eine gute Nachricht gewesen. Wir sind der Auffassung, dass EADS ein sehr gutes Angebot abgegeben
Ganz große Koalition der Lohndrücker ...
"Union und FDP, aber leider auch SPD und Grüne haben sich als Lohnbremser für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder erwiesen", kommentiert Michael Schlecht die Ablehnung eines Antrags der Fraktion DIE LINKE zur Verbesserung der Finanzausstattung der Länder, mit dem die
Reiseland Deutschland bietet Erholung für alle Bevölkerungsschichten ...
Schon jetzt engagiert sich die Bundesregierung stark im so genannten Sozialtourismus Die Fraktion Die Linke fordert in einem gestern im Plenum eingebrachten Antrag die Mitgliedschaft Deutschlands in der "International Organisation of Social Tourism". Die tourismuspolitische Sprecherin der




