Atom-Aus ist nur gegen Konzerne und Regierung durchsetzbar!
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Atom-Aus ist nur gegen Konzerne und Regierung durchsetzbar!
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac ruft dazu auf, sich an den für Montag erneut geplanten Mahnwachen gegen Atomkraft zu beteiligen.
"Jetzt gilt es, weiter Druck zu machen für den sofortigen Atomausstieg ohne Wenn und Aber", sagte Eberhard Heise vom Attac-Koordinierungskreis.
"Das Moratorium ist ein durchsichtiges Manöver, mit dem sich die Bundesregierung über die Landtagswahlen retten will. Von dieser Hinhaltetaktik dürfen wir uns nicht einlullen lassen."
Ein sofortiger Ausstieg aus der Atomkraft sei nur gegen die Energiekonzerne, Großinvestoren, Banken und die Bundesregierung durchzusetzen. "Auf der Jagd nach der größtmöglichen Rendite setzen die Konzerne skrupellos Menschenleben aufs Spiel. Und die Atomkraftbefürworter in der Politik geben ebenso skrupellos ihren Segen dazu", stellte Detlev von Larcher fest, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis. Dass selbst die Katastrophe in Japan die Bundesregierung nicht dazu bewege, den sofortigen Ausstieg zu beschließen, zeige, in wessen Dienst sie sich stelle. Detlev von Larcher: "Darum nehmen wir unsere Interessen selbst in die Hand. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir so lange demonstrieren, bis unsere Forderungen erfüllt sind."
Gemeinsam mit Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen ruft Attac für die kommenden Wochen zu zahlreichen Protesten auf: Für Samstag, 26.
März, sind Großdemonstrationen in drei bis fünf Großstädten geplant. Am Samstag, 9. April, geht es weiter mit einem dezentralen Aktionstag. Am Ostermontag, 25. April, wird es anlässlich des 25. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe weitere an 13 Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten Großdemonstrationen geben.
Attac unterstützt zudem die Bundestagspetition "Atomkraftwerke sofort abschalten". Unterschriftenlisten können auf der Internetseite der Initiatoren heruntergeladen werden. In rund 14 Tagen kann die Petition voraussichtlich auch online auf der Petitionsseite des Bundestags unterzeichnet werden.
Attac kämpft für eine atomstromfreie und klimagerechte Welt auf der Basis erneuerbarer Energien und ohne Kohle- und Kernkraftwerke. RWE, Vattenfall, EnBW und Eon sollen enteignet, zerlegt und in kleinere, demokratisch kontrollierbare Einheiten umgewandelt werden.
Für Rückfragen und Interviews:
* Eberhard Heise, Attac-Koordinierungskreis, Tel. (0175) 6878 455
* Detlev von Larcher, Attac-Koordinierungskreis, Tel. (0160) 9370 8007
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Datum: 18.03.2011 - 13:15 Uhr
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