Mehr Chefinnen im Handwerk
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Mehr Chefinnen im Handwerk
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, eröffnet heute (Mittwoch) gemeinsam mit Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH), die Roadshow "Meine Zukunft:
Chefin im Handwerk". Die Ausstellung in der Handwerkskammer Berlin zeigt Handwerks-Chefinnen, die in Bild und Ton porträtiert werden. Mit der Ausstellung sollen möglichst viele Besucherinnen für diesen Karriereweg gewonnen werden.
"Frauen tragen schon heute entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg der knapp eine Million kleinen und mittleren Unternehmen im Handwerk bei", so Bundesministerin Schröder bei der Eröffnungsveranstaltung. "Und das längst nicht nur in typischen Frauenberufen. Das Ziel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen, gilt deshalb nicht nur für Dax-Unternehmen und Aufsichtsräte. Es gilt auch im Handwerk, wo Frauen als Meisterin oder Unternehmenschefin maßgeblich Verantwortung übernehmen können."
Viele Handwerksberufe gelten traditionell als Männerdomäne. Aktuell erfolgt jede vierte Gründung im Handwerk durch eine Frau, davon der überwiegende Teil in hochkompetitiven Märkten wie dem Friseur- und Kosmetikhandwerk. Die große Vielfalt der technischen Handwerksberufe ist viel zu wenig bekannt, obwohl gerade diese angehenden Handwerks-Chefinnen - z. B. als Kfz-Mechatronikerin oder Feinwerkmechanikerin - gute Karrierechancen bietet. Weibliche Vorbilder sind hier noch rar gesät. Hier setzt die Roadshow an. Sie ist der für das Handwerk maßgeschneiderte Teil des Stufenplans von Bundesfamilienministerin Schröder, mit dem mehr Frauen in Führungspositionen gebracht werden sollen. "Die Roadshow soll dazu beitragen, die Ursachen und Barrieren zu überwinden, die Frauen bisher an einer Führungsposition im Handwerk hindern", so Kristina Schröder.
"Wir haben ein massives Interesse daran, das Potential von Frauen noch stärker zu erschließen", sagte der Präsident des ZDH, Otto Kentzler. "Wir brauchen auch die guten Ideen von Unternehmerinnen in allen Bereichen des Handwerks. Die gestandenen Unternehmerinnen, die in der Roadshow porträtiert werden, haben Vorbildcharakter."
Der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, sagte: "Wir hoffen auf gute Resonanz bei den Berliner Meisterklassen und Berufsschulabschlussklassen, die alle herzlich zum Besuch der Ausstellung eingeladen sind. Mit zwei moderierten Abendveranstaltungen bieten wir zudem ein interessantes Rahmenprogramm mit Chefinnen im Handwerk, in denen die spezifischen Aspekte von Frauen in Führungsrollen, Karrieren im Handwerk und die Zukunftschancen in den einzelnen Gewerken für junge Frauen thematisiert werden."
Die Ausstellung ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem ZDH und der bundesweiten gründerinnenagentur (bga). Es wurde von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld konzipiert.
Die Roadshow ist bis zum 4. Mai 2011 im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer in Berlin zu sehen. Von dort startet sie für die kommenden zwei Jahre durch zahlreiche Handwerkskammern in ganz Deutschland. Sie ist eingebettet in eine Vielzahl von Veranstaltungen in Ausbildungseinrichtungen des Handwerks und Handwerksbetrieben und richtet sich auch an die Beratungs- und Multiplikatorenebene in den Handwerkskammern.
Nähere Informationen hierzu sowie zum Tourplan der Roadshow und zum Stufenplan "Mehr Frauen - mehr Vielfalt in Führungspositionen" finden Sie unter www.bmfsfj.de und unter www.gruenderinnenagentur.de.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de
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Datum: 06.04.2011 - 16:45 Uhr
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