VCD: Ausweitung der Maut bleibt Stückwerk
ID: 388971
VCD: Ausweitung der Maut bleibt Stückwerk
Berlin, 15.04.11: Die heute vom Bundestag beschlossene Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen mit vier und mehr Fahrstreifen, die unmittelbar an Autobahnen anschließen, bewertet der ökologische Verkehrsclub VCD als einen kleinen Schritt in die richtige Richtung. Zugleich fordert er jedoch, die Maut weiterzuentwickeln und auf das gesamte Straßennetz auszudehnen.
Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender. *Die jetzt beschlossene Ausdehnung ist ein sehr zaghafter Schritt hin zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit zwischen den Verkehrsträgern. Denn Bahnunternehmen müssen schon heute mit den sogenannten Trassenpreisen auf allen Schienentrassen und für alle Züge eine Art Schienen-Maut zahlen. Die beschlosse Lkw-Mautausweitung ist jedoch Stückwerk und führt dazu, dass viele Lkw auf kleinere Bundes- und Landstraßen ausweichen - mit allen negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Selbst bei der Ausdehnung auf vier- und mehrstreifige Bundesstraßen ist die Bundesregierung noch einmal hinter ihre ursprünglichen, schon nicht sehr ambitionierten Pläne zurückgerudert. Die ursprünglich vorgesehenen 2000 Kilometer Bundesstraße wurden auf die Hälfte reduziert. Wenn die Bundesregierung Umwelt- und Klimaschutz ernstnehmen will, muss die Lkw-Maut auf alle Straßen ausgedehnt werden. Nur so wird Ausweichverkehr wirksam verhindert."
Indem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die seinerzeit von der schwarz-roten Bundesregierung zum 1. Januar 2011 beschlossene Mauterhöhung für Euro-3-Fahrzeuge nicht umsetzte, habe er damit auf 83 Millionen Euro zusätzliche Maut-Einnahmen pro Jahr verzichtet. Dies soll nun durch die Ausweitung der mautpflichtigen Straßen zumindest teilweise kompensiert werden.
Heidi Tischmann, VCD-Güterverkehrsexpertin: *Die Einnahmen aus der Maut sind für die Instandhaltung der Straßen - vor allem nach dem harten Winter - dringend notwendig. Aber sie reichen bei weitem nicht aus: Die jetzige Höhe von durchschnittlich 16,3 Cent je Kilometer deckt noch nicht einmal die von schweren Lkw verursachten Infrastrukturkosten auf Autobahnen. Rechnet man noch die externen Kosten hinzu, die aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsschäden infolge des Lkw-Verkehrs entstehen und derzeit von der Allgemeinheit getragen werden, ist man schnell bei einem Vielfachen dieser Summe."
Der VCD fordert, die Lkw-Maut auf alle Straßen und alle Lkw ab 3,5 Tonnen auszudehnen sowie den Mautsatz schrittweise auf 45 Cent je Kilometer anzuheben, um die Mautflucht wirklich einzudämmen, unsinnige Transporte zu vermeiden und auch externe Kosten des Straßengüterverkehrs einzubeziehen. Zugleich würde so eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrsträger gefördert.
Die ausführliche VCD-Stellungnahme zur Mautpflicht für Lkw auf Bundesstraßen kann unter www.vcd.org/lkwmaut.html heruntergeladen werden.
Bei Rückfragen:
Anna Fehmel, VCD-Pressesprecherin * Fon 030/280351-12 * Fax -10 * presse@vcd.org* www.vcd.org[78]
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 15.04.2011 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 388971
Anzahl Zeichen: 3309
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 288 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"VCD: Ausweitung der Maut bleibt Stückwerk"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
VCD - Verkehrsclub Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bundesregierung behindert Innovationen und Klimaschutz Berlin, 25. Juni 2013. Gestern Abend haben sich Vertreter von EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission in Brüssel auf einen Kompromiss zu einem neuen CO2-Grenzwert für Pkw für das Jahr 2020 geeinigt. Der durchschnittliche CO2-Aussto
Autohersteller tricksen EU-Richtlinie zu Autoklimaanlagen aus ...
Daimler, VW Co. hebeln die Vorgaben zu klimafreundlicheren Kältemitteln in Autoklimaanlagen aus und schaden der Umwelt Europaweit umgehen Automobilhersteller mit rechtswidrigen Tricks die geltenden EU-Vorgaben für Autoklimaanlagen. Gemeinsam mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD fordert di
Neuwagen sollen langfristig sparsamer werden ...
Entscheidung des Europaparlaments kommt Autoindustrie nur teilweise entgegen Der federführende Umweltausschuss des Europarlaments hat heute über den Vorschlag der EU-Kommission zur Fortführung der CO2-Grenzwerte für Pkw abgestimmt. Dabei ging es im Wesentlichen um die Modalitäten, wie Auto
Weitere Mitteilungen von VCD - Verkehrsclub Deutschland
Tarifeinigung mit GDL: Bundes-Rahmen-Tarifvertrag wichtiger Schritt für einheitliche Standards ...
DB-Personalvorstand Ulrich Weber: Gute Botschaft für unsere Lokomotivführer ? Einkommen steigen um 2 Prozent ? 1 Prozent für Altersvorsorge -Verbesserungen bei Urlaub und Zulagen (Berlin/Frankfurt, 15. April 2011) Nach neun Monaten Verhandlungen haben Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deuts
Gemeinsame Erklärung der Daimler AG und der Rolls-Royce Group plc zur Stellungnahme der Tognum AG ...
Stuttgart und London - Die Daimler AG und Rolls-Royce Group plc begrüßen, dass sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat der Tognum AG die überzeugende strategische Logik der vorgeschlagenen Transaktion anerkennen. Beide Unternehmen teilen jedoch nicht die Einschätzung Tognums, dass der Angebot
Bikemania: RWE-Bikes and the City ...
- RWE-E-Bikes On Tour 2011 startet am 18. April - Deutlicher Zuwachs an E-Fahrrädern in Deutschland RWE Deutschland setzt die bereits im Jahr 2010 äußerst erfolgreiche E-Bike-Aktion in diesem Jahr fort. Mit einem Sponsoring vergibt RWE Deutschland 500 Exemplare der pfiffigen Räder erstmals a
airberlin: Sonderflug für Fußballfans nach Manchester ...
Am 4. Mai 2011 treffen die Fußballteams Manchester United und der 1. FC Schalke 04 in Manchester aufeinander. airberlin hat für das Rückspiel im Halbfinale der UEFA Champions League einen Sonderflug von Düsseldorf nach Manchester aufgelegt. Der Hinflug startet am 4. Mai um 13:30 Uhr in Düssel




