Ungarns neue Verfassung: Ban Ki Moon ist besorgt - Merkel und Westerwelle schweigen

Ungarns neue Verfassung: Ban Ki Moon ist besorgt - Merkel und Westerwelle schweigen

ID: 389988

Ungarns neue Verfassung: Ban Ki Moon ist besorgt - Merkel und Westerwelle schweigen



(pressrelations) -
Zur heutigen Verabschiedung der neuen ungarischen Verfassung erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler:

Waehrend die Voelker Nordafrikas und der arabischen Welt sich Tag fuer Tag unter enormen Risiken mehr Freiheiten und demokratische Rechte erkaempfen, wird mitten in Europa versucht, die Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung zu wenden.

Selbst UN-Generalsekretaer Ban Ki Moon zeigt sich zutiefst besorgt. Vermutlich ist es das erste Mal, dass sich ein UN-Generalsekretaer so deutlich zur Entwicklung in einem EU-Mitgliedsland aeussert. Doch weder von Bundeskanzlerin Merkel noch von Aussenminister Westerwelle ist bislang ein Wort der Kritik zu hoeren.

Mit der Verabschiedung der neuen ungarischen Verfassung durch das Budapester Parlament hat sich Ungarn endgueltig aus der Vorreiterrolle der mittel- und osteuropaeischen Staaten verabschiedet, die das Land vor gut zwanzig Jahren beim Fall des Eisernen Vorhangs in Europa innehatte.

Viktor Orbáns "nationale Revolution" ist rueckwaertsgewandt. Sie atmet den Geist vorvergangener Jahrhunderte, als Ungarn noch Monarchie war und die Magyaren ein deutlich groesseres Territorium beherrschten als das Ungarn in den heutigen Grenzen.

Die neue Verfassung vertritt den Anspruch, alle Ungarn unabhaengig von ihrem Wohnort in gleicher Weise zu vertreten.

Also auch diejenigen, die in den Nachbarlaendern Rumaenien, Serbien, Slowakei oder der Ukraine seit Generationen leben und arbeiten. Damit legt sie den Grundstein fuer kuenftige Spannungen im Verhaeltnis Ungarns zu seinen unmittelbaren Nachbarn.

Nicht weniger skandaloes ist auch die neue Verfassungsbestimmung, nach der zukuenftige wichtige Gesetzesaenderungen nur mit einer Zweidrittelmehrheit wieder geaendert werden koennen. Damit sind auf lange Sicht anderen politischen Kraeften in Ungarn die Haende gebunden. Zu alldem schweigt die Bundesregierung. Dass Aussenminister Westerwelle in diesen Tagen erneut Aegypten besucht, um dort seine Unterstuetzung fuer demokratische Reformen zu bekunden, ist grundsaetzlich nicht zu beanstanden. Vielleicht waere ein Besuch in Budapest, wo man gerade dabei ist, die vor 20 Jahren erkaempften demokratischen Rechte wieder zu begraben, dringlicher gewesen.




Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Anhörung vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages zur Situation und Zukunft der Veranstaltungswirtschaft Patienten sollen schneller von der Forschung profitieren
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.04.2011 - 17:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 389988
Anzahl Zeichen: 2858

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 287 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ungarns neue Verfassung: Ban Ki Moon ist besorgt - Merkel und Westerwelle schweigen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Starke Kommunen sind die Grundlage für Vertrauen in den Staat ...
Kommunen am Limit: Das Sondervermögen allein reicht nicht. Gefordert sind strukturelle Reformen, weniger Bürokratie und faire Steuerpolitik, damit starke Kommunen gute Leistungen vor Ort sichern können. Wiebke Esdar, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: "Der heutige Aktionstag der Kommun

Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken ...
Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu stärken. Die SPD-Frakt

Gemeinsam für Freiheit und Demokratie: SPD gedenkt des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 ...
Franziska Kersten, zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion: Am 17. Juni 1953 erhoben sich über eine Million Menschen in mehr als tausend Städten, Dörfern und Gemeinden der DDR gegen die SED-Diktatur. Aus Arbeiterprotesten gegen Normerhöhungen wurde ein Volksaufstand für polit


Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion


Anhörung vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages zur Situation und Zukunft der Veranstaltungswirtschaft ...
Frankfurt am Main, 18. April 2011. Mit einer Anhörung vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages haben das GCB German Convention Bureau e.V. und der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) am 13. April 2011 ihren Dialog mit der Politik vertieft. Unter dem Titel "

Bundesfachausschuss verabschiedet Positionspapier zur EU-Agrarreform 2013 ...
Unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Bleser hat der Bundesfachausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU Deutschlands ein Positionspapier zur EU-Agrarreform 2013 verabschiedet. Darin wird betont, dass die Landwirte vor Ort angesichts der wachsende

Aufruf der SPD zum 1. Mai 2011 ...
Das SPD-Präsidium hat heute folgenden Aufruf zum 1. Mai 2011 verabschiedet: Der 1. Mai 2011 steht unter dem Eindruck der nuklearen Katastrophe in Japan. Wir sind an diesem Tag auch solidarisch mit den Menschen, die unter den Folgen von Erdbeben und der atomaren Gefahr leiden. Diese Katastrophe h

HOMBURGER-Gastkommentar für die 'Braunschweiger Zeitung' ...
BERLIN. Die Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Birgit HOMBURGER schrieb für die "Braunschweiger Zeitung" (heutige Ausgabe) den folgenden Gastkommentar: Organspenden sind ein essentiell wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Das Thema geht uns alle an. Jeder von uns kann durch ein


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z