Lärm trennt
ID: 393547
Lärm trennt
Zusammen mit dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD) setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Akustik nicht nur am *Tag gegen Lärm" dafür ein, die Lärmproblematik in Deutschland ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen. Der ALD bietet ganzjährig u.a. Diskussionsforen an, er informiert unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Ursachen und Wirkungen von Lärm und gibt Hinweise zum Schutz vor Lärm, um den Lärmschutz in Deutschland und Europa zu verstärken.
/> siehe auch www.tag-gegen-laerm.de und www.ald-laerm.de
Lärm trennt!
Jeder zweite Mensch in Deutschland fühlt sich durch Straßenverkehrslärm belästigt. Sozial schwächere Personen beeinträchtigt der Lärm häufig stärker als sozial besser gestellte, die weniger häufig an stark befahrenen Durchgangsstraßen leben müssen. Lärm hat also eine soziale Dimension. Eine effektive Lärmminderungspolitik sollte sozialer Ungerechtigkeit begegnen. Die europäische Umgebungslärmrichtlinie versucht dies, indem sie für alle Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen sowie in großen Ballungsräumen so genannte Lärmkarten fordert. Diese Karten zeigen die örtliche Lärmbelastung und bilden die Grundlage für die anschließende Lärmaktionsplanung, das heißt die konkreten Maßnahmen um Lärm zu mindern. In Deutschland erarbeiten die Gemeinden oder nach Landesrecht zuständige Behörden die Lärmaktionspläne. Dabei wird besonderes Augenmerk auf den Straßenverkehr als Hauptverursacher der Lärmbelastungen gelegt.
Doch wie kann der Straßenverkehrslärm sinken? Zum Beispiel durch lärmmindernde Fahrbahnbeläge, wie eine Übersichtsstudie des Umweltbundesamtes (http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3841.pdf) zeigt: Durch Wahl eines lärmoptimierten Straßenbelags können Gemeinden selbst auf Straßen mit Tempo 50 die Lärmsituation um 2 bis 4 dB(A) verbessern.
/> siehe auch www.umweltbundesamt.de
Lärmschutz verbindet
Aus Anlass des Tages gegen Lärm werden Fachleute der BG BAU bundesweit in Ausbildungszentren der Bauwirtschaft aktiv und informieren den Baunachwuchs über die Gefahr der Entstehung einer Lärmschwerhörigkeit und Möglichkeiten sich zu schützen. Denn wo Maschinen und Werkzeuge eingesetzt werden, entsteht Lärm. Wer sich nicht schützt, kann unheilbar erkranken. Lärmschäden sind die Nummer Eins unter den Berufskrankheiten: In der Bauwirtschaft beruhen fast die Hälfte auf Hörschäden. Doch nicht jeder Lärm ist hinzunehmen. Darüber informiert die BG BAU: Es gibt Lärm geminderte Arbeitsgeräte und Maschinen können eingekapselt werden. Auch können laute und leisere Arbeitsbereiche getrennt werden. Wo Lärm dennoch unvermeidlich ist, helfen Gehörschützer: Diese müssen Beschäftigte bei einem Lärmpegel ab 85 dB (A) tragen. Lärm trennt Menschen mit Hörschäden von Gesunden: Wenn Betroffene Hinweise von Vorgesetzten und Kollegen schlecht hören, kommt es leicht zu Fehlern. Sogar das Unfallrisiko steigt, wenn die Betroffenen Warnsignale auf der Baustelle überhören. Zudem haben Lärmschäden oft Herz- und Kreislaufprobleme zur Folge: Das hat Auswirkungen in Beruf und Freizeit. Gerade Jugendliche suchen in ihrer Freizeit nicht Ruhe und den notwendigen Ausgleich, sondern setzen sich gern lauter Musik aus, auch darauf weist die BG BAU hin: Jeder vierte Jugendliche hat kein wirklich intaktes Gehör mehr, das zeigen Studien. Die Lage bei den Berufskrankheiten kann sich also zuspitzen.
/> siehe auch www.bgbau.de
Offensive für das Ohr
Das Ohr lässt uns teilhaben an allem, was um uns herum geschieht. Tag und Nacht versorgt es uns mit Informationen: Stimmen, Geräusche und Musik geben uns Auskunft über unsere Umwelt und unsere Mitmenschen, die entscheidend sind für unser Verhalten. Ohren haben keine Lider wie die Augen, die wir schließen können. Sie sind immer geöffnet, hören alles, ob es uns gefällt oder nicht. Das Gehör ist ein Warnsystem und selbst das leiseste Signal wird wahrgenommen und verarbeitet - erst recht aber der Lärm. Insbesondere hochfrequente, vor allem auch plötzlich auftretende Geräusche haben unmittelbare Auswirkungen auf unseren Organismus! Lärm, der erwiesenermaßen krank machen kann, beginnt bereits in vermeintlich *leisen" Zonen. Von schädigendem Lärm sprechen wir ab einer Lautstärke von 85 dB (A). Die sogenannte *Schmerzgrenze" liegt erst bei 120 dB (A). Das bedeutet: Lärm schädigt uns, lange bevor es weht tut!
Die INITIATIVE HÖREN engagiert sich seit Jahren und mit großem Einsatz, nicht nur am Tag gegen Lärm, für die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins des Akustischen. Als größte lobbyübergreifende Plattform zum Thema Hören lädt die INITIATIVE HÖREN gemeinsam mit ihrem Mitglied, der DEGA, alle gesellschaftlichen Gruppierungen dazu ein, sich an dieser OFFENSIVE FÜR DAS OHR aktiv zu beteiligen.
/> siehe auch www.initiative-hoeren.de
Verkehrslärm aktiv bekämpfen
Verkehrslärm ist allgegenwärtig: 55 Prozent der Bundesdeutschen leiden unter Straßen-, 29 Prozent unter Flug- und 22 Prozent unter Schienenlärm. Lärm führt zu Gesundheitsproblemen, hat aber auch soziale Auswirkungen: Er trennt die Menschen. Ob die nachbarschaftliche Kaffeerunde auf der Terrasse ausfällt, seit diese durch zunehmenden Fluglärm unbenutzbar ist, oder meterhohe Lärmschutzwände beiderseits der Schiene oder Schnellstraße die Anwohner mehr scheiden als schützen. Da der Lärmpegel den Mietpreis entscheidend beeinflusst, verläuft die Trennung zudem entlang sozialer Grenzen: Während finanziell Bessergestellte in ruhigere Wohngebiete ausweichen können, bleiben an Hauptausfallstraßen oder in der Einflugschneise oft jene zurück, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind.
Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: *Anstatt die Menschen durch passive Lärmschutzmaßnahmen abzuschotten, muss Verkehrslärm aktiv bekämpft werden. Dazu zählen Verkehrsvermeidung und -beruhigung - etwa durch Tempo 30 oder Shared Space, aber auch technische Ansätze wie lärmarme Reifen, Motoren und Bremsen. Sie müssen durch entsprechende politische Vorgaben oder Förderung zum Standard werden."
/> siehe auch www.vcd.org
Für Rückfragen:
Simon Walter, VCD Pressestelle, Fon 030/280351-12, Fax 030/280351-10, E-Mail presse@vcd.org, Internet www.vcd.org;
Dipl.-Ing. Evelin Baumer, DEGA e.V., ALD, Fon 030/46776000, Fax 030/46069470, E-Mail ebaumer@dega-akustik.de, Internet www.ald-laerm.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.04.2011 - 14:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 393547
Anzahl Zeichen: 9433
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 282 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lärm trennt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
VCD - Verkehrsclub Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bundesregierung behindert Innovationen und Klimaschutz Berlin, 25. Juni 2013. Gestern Abend haben sich Vertreter von EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission in Brüssel auf einen Kompromiss zu einem neuen CO2-Grenzwert für Pkw für das Jahr 2020 geeinigt. Der durchschnittliche CO2-Aussto
Autohersteller tricksen EU-Richtlinie zu Autoklimaanlagen aus ...
Daimler, VW Co. hebeln die Vorgaben zu klimafreundlicheren Kältemitteln in Autoklimaanlagen aus und schaden der Umwelt Europaweit umgehen Automobilhersteller mit rechtswidrigen Tricks die geltenden EU-Vorgaben für Autoklimaanlagen. Gemeinsam mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD fordert di
Neuwagen sollen langfristig sparsamer werden ...
Entscheidung des Europaparlaments kommt Autoindustrie nur teilweise entgegen Der federführende Umweltausschuss des Europarlaments hat heute über den Vorschlag der EU-Kommission zur Fortführung der CO2-Grenzwerte für Pkw abgestimmt. Dabei ging es im Wesentlichen um die Modalitäten, wie Auto
Weitere Mitteilungen von VCD - Verkehrsclub Deutschland
WISSING: FDP unterstützt Forderung des DIHK nach Steuersenkung und Subventionsabbau (26.04.2011) ...
BERLIN. Zu der Forderung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nach Steuersenkungen und einem stärkeren Subventionsabbau, erklärt der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Volker WISSING: Die Bundesregierung sollte die Kritik des DIHK-Präsidenten Hans Heinrich Dr
Vertretung des Bundespräsidenten ...
Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft vertritt in der Zeit vom 2. bis 7. Mai 2011 Bundespräsident Christian Wulff. Am 30. April und 1. Mai 2011 vertritt der Erste Vizepräsident des Bundesrates, Jens Böhrnsen, den Bundespräsidenten, da Präsidentin Kraft in dieser Zeit an der Wahrnehmung der Be
Probealarm der Sirenenanlagen ...
Warnung der Bevölkerung ? Probealarm der Sirenenanlagen in weiten Teilen Bayerns am 27. April 2011 ab 11.00 Uhr Mit einem Heulton von einer Minute Dauer wird am Mittwoch, den 27. April 2011 ab 11.00 Uhr wieder in weiten Teilen Bayerns die Auslösung des Sirenenwarnsystems geprobt. Der Heult
Mehr Wärmedämmung notwendig - Qualifizierungsoffensive für Handwerker ? GRÜNE: Land in der Pflicht ...
ndtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Umweltministerin Puttrich (CDU) auf, nicht nur Forderungen an die Bundesregierung zu stellen, sondern in Sachen "Wärmedämmung" selbst aktiv zu werden. "Wir brauchen ein Qualifizierungsprogramm für Handwerksbetriebe, damit die notwe




