Deutsche fühlen sich ungerecht behandelt
ID: 39864
Zweifel an sozialer Marktwirtschaft wachsen trotz Aufschwung
Ganz oben auf der Wunschliste der Bundesbürger stehen die Bekämpfung der Kinderarmut und gesetzlich festgelegte Mindestlöhne. Die Unzufriedenheit der Menschen kann damit zusammenhängen, dass wir einen „Aufschwung ohne Dividende“ erleben, wie es der Publizist Hugo Müller-Vogg in der Bild-Zeitung http://www.bild.t-online.de ausdrückt. Im Geldbeutel merken die Bürger nichts vom Aufschwung, da Inflation und Staat ihnen das Lohnplus wieder wegnehmen. Müller-Vogg zufolge könnten die hohen Abzüge gesenkt werden: „Die Rentenbeiträge ließen sich kürzen – um den Preis niedrigerer Renten. Die Krankenkassenbeiträge ließen sich reduzieren – um den Preis höherer Zuzahlungen. Alle Steuern ließen sich senken – um den Preis geringerer Sozialleistungen oder weniger Sicherheit.“
Dass die Bürger verzagen, liegt nach Ansicht von Tobias Janßen auch an der mangelnden Führung durch die Politiker. „Wenn ein Unternehmer seine Mitarbeiter ähnlich schlecht motivieren würde wie unsere politische Elite dies tut, dann würde er über kurz oder lang Konkurs anmelden“, sagt Janßen, der die Geschäfte der Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in Düsseldorf führt und Executive Member der American Chamber of Commerce http://www.amcham.de ist. „Ein gutes Beispiel sind die Arbeitsmarktreformen, die noch von Rot-Grün als Hartz-Gesetze verabschiedet wurden. Es kann doch nicht sein, dass sich jetzt, wo sich der Erfolg dieser Bemühungen zumindest als zartes Pflänzchen zeigt, Politiker beider Parteien öffentlich von dem distanzieren, was sie damals beschlossen haben.“
Doch auch die Interessenvertreter der Arbeitgeber nimmt Janßen nicht von Kritik aus: „Wenn sich der Arbeitgeberpräsident Hundt hin stellt und erklärt, die ganze Debatte über gesetzliche Begrenzungen der Managergehälter sei aus seiner Sicht absurd und überflüssig, dann macht er einen entscheidenden Fehler. Die Debatte wird nun einmal geführt, sie brennt den Menschen augenscheinlich auf den Nägeln. Es ist die verdammte Pflicht der Funktionäre, auch derjenigen der Arbeitgeber, sich in einer solchen Situation nicht wegzuducken, sondern den Streit offensiv anzunehmen. Oder haben Hundt und Co. nicht das nötige Vertrauen, dass sich in einer öffentlichen Diskussion letztlich die besseren Argumente und nicht der Sozialpopulismus durchsetzen?“ Wer nicht immer wieder erkläre, was soziale Marktwirtschaft wirklich sei, der müsse sich auch über Umfragen wie die von Allensbach nicht wundern.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:
medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany
Telefon: 49 - 228 - 6 20 44 74
Telefax: 49 - 228 - 6 20 44 75
medienbuero(at)sohn.de
Datum: 11.12.2007 - 14:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 39864
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Nicolaus Gläsner
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 11.12.2007
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1043 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutsche fühlen sich ungerecht behandelt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Trinkfest, gastfreundlich und tapfer – Was die Deutschen über die Russen denken ...
Bonn/Berlin – Das deutsch-russische Verhältnis war immer ein ganz besonderes. Helmut Kohl und Boris Jelzin verband eine Art „Saunafreundschaft“, und Wladimir Putin und Gerhard Schröder gaben sich nach außen hin auch immer als ein Herz und eine Seele. Doch wie sieht es hinter der offiziellen
2. Europäischer Datenschutztag am 28. Jan 08 – Kedua diskutiert in Berlin mit „Sekt oder Selters" ...
Auf Initiative des Europarates findet am 28. Januar 2007 der zweite europäische Datenschutztag statt. Die Kedua GmbH, ein führender Anbieter von Leistungen im Bereich Datenschutz, wird aus diesem Grund mit Fachleuten und Interessierten ein Forum unter dem Titel „Datenschutz – Sekt oder Selters
Klage gegen NÖ HILFSWERK von mobiler Pflegehelferin zugelassen ...
Das Landesgericht Korneuburg als Arbeits- & Sozialgericht hat die Klage einer Pflegehelferin, die in der mobilen Hauskrankenpflege bei dem ÖVP-nahen HILFSWERK beschäftigt war, wegen unterlassener Lohnzahlungen zugelassen (GZ: 34 Cga 119/07t). Hat das HILFSWERK NIEDERÖSTERREICH vorerst vers
Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2008" - Endspurt für Deutschlands familienfreundlichst ...
Berlin (ots) - Unternehmen können noch bis zum 15. Dezember am Unternehmenswettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2008" des Bundesfamilienministeriums teilnehmen. Der Wettbewerb zeichnet die familienfreundlichsten Arbeitgeber Deutschlands aus. Mitmachen können alle Unternehmen mit Sitz in Deu




