Ministerin Steffens: 'Für eine bessere und bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten brauchen Länder mehr Mitspracherechte in der Planung'
ID: 403072
Ministerin Steffens: "Für eine bessere und bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten brauchen Länder mehr Mitspracherechte in der Planung"
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Im Rahmen eines Symposiums zum Thema "Ärztemangel in Nord-rhein-Westfalen" der Universität Witten-Herdecke und der Ärztekammer Westfalen-Lippe erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute (10. Mai 2011): "Die nicht bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten, vor allem im Hinblick auf die hausärztliche Basisversorgung, ist ein großes Problem. Dieses Problem können wir als Land nicht alleine lösen, weil es zunächst auf der Bundesebene gesetzgeberisch angepackt werden muss", so die Ministerin.
Ministerin Steffens: "Neben der Abschaffung der Residenzpflicht für Ärzte und eine gerechtere Honorierung ist eine bedarfsgerechtere Ver-teilung gerade von Hausärztinnen und Hausärzten ein wichtiger Punkt im Rahmen der Gesamtverbesserung der medizinischen Versorgung. Hier brauchen die Länder mehr Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte vor allem bei der Bedarfsplanung." Die Bedarfsplanung müsse flexibler werden, sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf vor Ort orientieren und dabei die Demografie- und die Morbiditätsentwicklung der Bevölkerung berücksichtigen, sagte Steffens. Allerdings habe der Bund die entsprechenden Länderforderungen für ein Versorgungsgesetz entgegen vorheriger Zusagen nur unzureichend in die Eckpunkte eines solchen Gesetzes einfließen lassen.
Steffens dazu: "Der Bund hat seine Hausaufgaben leider nicht gemacht. Wesentliche Länder-Forderungen wie z.B. ein Initiativrecht der Länder in den Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Bedarfsplanung und die Beauftragung des G-BA, ein Konzept zur Morbiditätsabbildung in der Bedarfsplanung zu entwickeln, hat der Bund komplett unter den Tisch fallen lassen." Allerdings bestehe zwischen Bund und Ländern weitestgehend Konsens darüber, welche instrumentellen Veränderungen notwendig sind, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Dazu gehörten beispielsweise die Lockerung der Residenzpflicht von Ärztinnen und Ärzten, Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mobile Versorgungskonzepte.
Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen sagte die Ministerin: "Das Hausärzteprogramm, mit dem wir diejenigen Hausärztinnen und Hausärzte fördern, die sich dazu bereit erklären, sich im ländlichen Raum in Gemeinden niederzulassen, die vom Hausärztinnen- und Hausärztemangel bedroht sind, ist ein erster Schritt. Dieses Programm wollen wir in Nordrhein-Westfalen zu einem Programm zur 'Sicherstellung der medizinischen Versorgung in NRW' weiterent-wickeln, dies wird der nächste Schritt sein."
Kontakt:
Ministerium für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Tel. 0211 8618-50
Fax 0211 86185-4444
Mail info@mgepa.nrw.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 10.05.2011 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 403072
Anzahl Zeichen: 3251
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 337 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ministerin Steffens: 'Für eine bessere und bedarfsgerechte Verteilung von Ärztinnen und Ärzten brauchen Länder mehr Mitspracherechte in der Planung'"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Erfolg im Kampf gegen den drohenden Pflegenotstand: Durch Einführung der Umlagefinanzierung wurde in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege um mehr als 20 Proze
Ministerin Steffens: Gesundheitspreis 2012 für beispielhafte Projekte zum Schutz vor Infektionen mit multiresistenten Erregern ...
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Drei beispielhafte Projekte zum Schutz vor Infektionen im Bereich der medizinischen Versorgung und ein Projekt zur Behandlung des diabetischen Fußes sind mit dem Gesundheitspreis Nordrhein
Ministerin Steffens: Flyer 'Weibliche Genitalverstümmelung' als Hilfestellung für Gesundheitswesen ...
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Nach wie vor gibt es Unsicherheiten und Unkenntnis im Zusammenhang mit weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genitale Mutilation - FGM) im Gesundheitswesen. Im Sinne der Prävention,
Weitere Mitteilungen von Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW
Waldbrandgefahr ...
Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert auch für die kommenden Tage eine hohe Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen. Kontakt: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Schwannstr. 3 40476 Düsseldorf Pressesprecher
Klimaschutzminister Remmel eröffnet Branchentag Windenergie ? ökologisch-industrieller Aufbruch aus NRW ...
Nordrhein-Westfalen wieder zum Vorreiter in Sachen Windenergie und Klimaschutz zu machen, ist das Ziel von Klimaschutzminister Johannes Remmel: "Die Atomkraft hat ausgedient und auch Stein- und Braunkohle spielen für den Energiemix der Zukunft nur eine Übergangsrolle. Die Zukunft liegt in d
Kostenfallen drohen ...
Das massive Einfamilienhaus, das Tchibo von der Baufirma Heinz von Heiden anbietet, wird schnell zur Kostenfalle. Das sogenannte "Energie-Konzepthaus" basiert auf einem abenteuerlichen Energiekonzept, von dem nicht klar ist, ob es überall umzusetzen ist. Welche Fenster, Türen, Treppen,
Tierischer Sammelspaß mit WWF-Stickern ...
REWE und WWF starten Sticker-Aktion Frankfurt/Main - Die Handelskette REWE und der WWF starten zusammen die Sammelsticker-Aktion "Tier-Abenteuer". Seit dem 9. Mai gibt es exklusiv bei REWE die offiziellen WWF-Sticker mit Tiermotiven und ein dazugehöriges Album zum Sammeln. 50 Cent pr




