Causa Guttenberg legt Systemfehler in der Wissenschaft offen
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Causa Guttenberg legt Systemfehler in der Wissenschaft offen
"Die Bedeutung der Causa Guttenberg geht weit über das individuelle Fehlverhalten des ehemaligen Ministers und seiner Prüfer hinaus. Dieser und weitere aufgedeckte Plagiatsfälle machen deutlich, dass das deutsche System der Nachwuchsförderung dringend reformiert werden muss. Auch die Universität Bayreuth hat eigene Fehler zu analysieren", erklärt Petra Sitte, stellvertretende Vorsitzende und forschungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Vorstellung des Abschlussberichtes der Uni Bayreuth zur Dissertation von Herrn zu Guttenberg. Petra Sitte weiter:
"Das akademische Meister- und Dienerverhältnis, stammend aus der Tradition der alten Ordinarienuniversität, ist nicht mehr zeitgemäß. Doktorväter und -mütter sind bisher Arbeitgeber, Betreuer, Mentoren und Prüfer zugleich. Diese Beziehungsgeflechte sind offensichtlich der wissenschaftlichen Selbständigkeit der Promovierenden, der Objektivität der Prüfenden und damit der wissenschaftlichen Qualität abträglich.
Wir brauchen ein neues System verbindlicher und kontinuierlicher Betreuung und transparenter Leistungsprüfung. Mittels der Möglichkeiten der digitalen Welt müssen Verfahrensstandards entwickelt werden, um die Eigenständigkeit der wissenschaftlichen Leistung besser bewerten zu können. Zugleich brauchen wir eine Abkehr von Finanzierungssystemen von Hochschulen, die Masse statt Qualität honorieren."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 11.05.2011 - 19:15 Uhr
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