Dirk Niebel nach Liberia aufgebrochen
ID: 409656
Dirk Niebel nach Liberia aufgebrochen
Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, ist heute zu einer dreitägigen Reise nach Liberia aufgebrochen. Er wird sich dort über die Fortschritte beim Wiederaufbau des Landes informieren. Auf dem Besuchsprogramm stehen Gespräche mit Staatspräsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, Außenminister Toga McIntosh und weiteren hochrangigen Regierungsvertretern sowie Besuche von Projekten der liberianisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Eine Delegation aus Abgeordneten des Bundestages, Wirtschaftsvertretern und Vertretern der Zivilgesellschaft begleitet Minister Niebel auf seiner Reise.
"Liberia befindet sich auf einem guten Weg zu Stabilität und wirtschaftlichem Wachstum. Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf hat durch ihre entschlossene Politik großen Anteil an dieser Entwicklung. Nach dem vierzehnjährigen Bürgerkrieg und der schweren Phase des Übergangs, die noch nicht abgeschlossen ist, stehen der Wiederaufbau des Landes und die Bekämpfung der Armut an oberster Stelle der politischen Agenda. Präsidentin Johnson-Sirleaf verdient unseren Respekt für die politischen und wirtschaftlichen Reformen und ihren klaren politischen Willen zur Bekämpfung der Korruption", erklärte Bundesminister Dirk Niebel vor seiner Abreise.
Liberia ist kein klassisches Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sondern wird im Rahmen eines regionalen Ansatzes zusammen mit den Nachbarstaaten Guinea, Sierra Leone und Côte d?Ivoire gefördert ? alle vier Länder stehen nach Bürgerkriegen und inneren Konflikten vor ähnlichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen.
Schwerpunkt der deutschen Zusammenarbeit mit Liberia ist der Wiederaufbau der weitgehend zerstörten Infrastruktur. Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe sowie Nahrungsmittelhilfe leisten zusätzlich einen Beitrag zur Stabilisierung des Landes.
Die Bundesrepublik unterstützt Liberia beim Bau von Straßen, Brücken, Brunnen, Schulen und anderen wichtigen öffentlichen Einrichtungen. Dadurch soll die Grundlage für eine wirtschaftliche Erholung des Landes geschaffen werden. Bundesminister Dirk Niebel wird während seines Besuchs den Grundstein für eine neue Schule legen.
Im Rahmen des Aufbaus der Infrastruktur fördert Deutschland auch den Aus- und Aufbau von Kapazitäten im Verkehrssektor Liberias. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich wird im Mittelpunkt der Gespräche von Dirk Niebel mit Verkehrsminister Willard Russell und dem Minister für öffentliche Arbeiten Samuel Kofi Woods stehen. Dirk Niebel wird zudem eine Außenstelle des liberianischen Verkehrsministeriums einweihen.
Liberia verfügt über wichtige Rohstoffe wie Eisenerz, Gold, Diamanten, Holz, Kautschuk und Öl. Das Land bemüht sich, bei der Bewirtschaftung dieser Ressourcen die Standards der Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (EITI) umzusetzen; Deutschland unterstützt Liberia dabei. Im liberianischen EITI-Sekretariat wird sich Dirk Niebel mit Vertretern der Initiative zu Gesprächen über die Fortschritte bei der Umsetzung treffen.
Aus Angst vor Gewalt flüchten immer mehr Menschen aus dem benachbarten Côte d?Ivoire in die liberianische Grenzregion. Liberia ist diesem Ansturm nicht gewachsen. Die mehr als 160.000 Flüchtlinge sind eine große Belastung für das kleine Land, das selbst noch sehr unter den Folgen des langen Bürgerkriegs leidet. Bundesminister Dirk Niebel wird ein Flüchtlingslager im Südosten des Landes besuchen, um sich einen persönlichen Eindruck von der Lage der Flüchtlinge zu verschaffen.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Stresemannstr. 94
D-10963 Berlin
Telefon: 030 / 1 85 35-0
Telefax: 030 / 1 85 35-25 95
E-Mail: presse-kontakt@bmz.bund.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 19.05.2011 - 23:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 409656
Anzahl Zeichen: 4072
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 343 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Dirk Niebel nach Liberia aufgebrochen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Kurz vor dem Jahrestag der Gründung des Textilbündnisses hat Minister Müller Bangladesch besucht, den weltweit zweitgrößten Exporteur von Textilien. Dort unternimmt das Entwicklungsministerium mit seinen Partnern zahlreiche Anstrengungen, um die Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter in der
Zusätzliche deutsche Hilfe für das Welternährungsprogramm im Jemen ...
Minister Müller: Wir dürfen die Menschen im Jemen nicht vergessen! Bürgerkriegsflüchtlinge in einem Lager im Jemen Deutschland stockt seine Unterstützung für die notleidende Bevölkerung im Jemen deutlich auf. Angesichts der Notlage steuert das Bundesentwicklungsministerium seine Mittel
Entwicklungsfinanzierung - Start der 'Addis Tax Initiative': Nachhaltige Entwicklung finanzieren - Eigenbeiträge stärken ...
Mitarbeiterin im Finanzministerium in Accra, Ghana Am Rande der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba hat BMZ-Staatssekretär Dr. Friedrich Kitschelt als Vertreter Deutschlands heute gemeinsam mit den internationalen Partnern die "Addis Tax Initiative" gestartet. Zi
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Elterngeld ist ein Erfolgsmodell ...
Kinder sind eine Bereicherung für die Gesellschaft Zur gegenwärtigen familienpolitischen Debatte über die Abschaffung des Elterngeldes erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen, Rita Pawelski: "Das Elterngeld hat sich seit der Einführung 2008 bewährt. Es ist eine direkte, gerech
Schneckentempo bei Kinderbetreuung ...
"Auch tollkühne Rechentricks machen aus Familienministerin Schröders Schneckentempo beim Ausbau der Kinderbetreuung keinen Weltrekordsprint. Die Ursache für fehlende Kitaplätze liegt nach wie vor in der Konzeptionslosigkeit der Bundesregierung, die allein dadurch glänzt, Verantwortung auf
Bundeswehr auf dem Weg zur Berufsarmee ...
Zu den heute vorgestellten Reformplaenen fuer die Bundeswehr durch Verteidigungsminister de Maiziere erklaert der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Arnold: Mit der heutigen Vorstellung hat sich Verteidigungsminister de Maizière von der reformpolitischen Irrfahrt
Spielhallengesetz Landtag diskutiert über Gesetzentwurf der GRÜNEN ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat in der heutigen Plenardebatte auf den dringenden Handlungsbedarf zu dem von ihnen vorgelegten Entwurf zu einem Spielhallengesetz hingewiesen. "Wir brauchen Regelungen zur Suchtprävention, zum Jugend- und Anwohnerschutz, aber auch zum Spieler




