Forschende Pharma-Unternehmen verbessern die Perspektive für Patienten mit Multipler Sklerose
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Forschende Pharma-Unternehmen verbessern die Perspektive für Patienten mit Multipler Sklerose
An Multipler Sklerose (MS), einer chronische Krankheit von Gehirn und Rückenmark, leiden in Deutschland rund 130.000 Menschen. Häufige Symptome sind Sehstörungen, Krämpfe, Taubheitsempfindungen und Lähmungen. Meist verläuft die MS in Schüben, also Phasen mit Krankheitssymptomen, gefolgt von einer Phase der Regeneration. Langfristig schreitet die Krankheit aber meist weiter fort.
Für Patienten mit schubförmiger MS stehen heute einige Medikamente zur Verfügung, die die Symptome lindern, und - als Dauermedikation angewendet - meist rund ein Drittel der Schübe verhindern können. Dadurch behalten die Erkrankten länger ihre Unabhängigkeit zur Bewältigung des Alltags. Alle älteren Medikamente zur Daueranwendung müssen regelmäßig gespritzt werden.
"Um die Behandlung weniger belastend zu machen, haben forschende Pharma-Unternehmen einige neue Medikamente entwickelt, die nicht gespritzt werden müssen, sondern geschluckt werden können", so Fischer. Ein erstes ist seit kurzem zugelassen, mehrere weitere sind in letzten Stadien der Erprobung mit Patienten.
Darüber hinaus werden zurzeit noch weitere Wirkstoffe erprobt, die zwar nicht geschluckt werden können, aber möglicherweise in ihrer Wirksamkeit zur Vermeidung von Krankheitsschüben alles Bisherige übertreffen. Dazu gehören zwei bisher in der Krebsmedizin verwendete monoklonale Antikörper.
"Aber auch wenn MS trotz Behandlung fortschreitet, können neue Medikamente Patienten helfen, indem sie die Symptome bekämpfen", so Fischer. So habe die europäische Arzneimittelbehörde EMA vor wenigen Tagen die Zulassung eines Mittels zur Besserung von Gehstörungen empfohlen. Zur Linderung von Spasmen könnte zudem bald in Deutschland ein Medikament auf der Basis von Cannabis-Wirkstoffen zugelassen werden. In Großbritannien und Spanien wird es bereits eingesetzt. In Deutschland wurde nun der rechtliche Rahmen geschaffen, der das auch hierzulande ermöglicht.
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Datum: 24.05.2011 - 17:00 Uhr
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