Infektionskrankheiten erfordern breit aufgestellte Forschung

Infektionskrankheiten erfordern breit aufgestellte Forschung

ID: 418954

Infektionskrankheiten erfordern breit aufgestellte Forschung



(pressrelations) -
BMBF-geförderte Nationale Forschungsplattform für Zoonosen sorgt für Koordinierung und Vernetzung der Wissenschaft Schweinegrippe, SARS und jetzt der EHEC-Erreger: Die Gefahr des Auftretens wechselnder und auch neuartiger Erreger erfordert eine krankheitsübergreifende Erforschung und inhaltlich wie methodisch breite wissenschaftliche Ansätze. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) haben deshalb bereits im März 2006 eine Forschungsvereinbarung zu von Tieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten (Zoonosen) abgeschlossen. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Sie werden für den Ausbau und die koordinierte Bearbeitung dieses Forschungsfeldes in Deutschland eingesetzt. Ziel ist es, Prävention, Diagnose und Therapie der von Tieren auf Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten langfristig zu verbessern. Dazu arbeiten Ressortforschungseinrichtungen von BMELV und BMG (z.B. das Robert-Koch-Institut und das Friedrich-Loeffler-Institut) eng mit vom BMBF geförderten universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen.

Zur besseren Koordinierung und Vernetzung aller beteiligten Akteure und aller Forschungsprojekte wurde 2009 die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen (www.zoonosen.net) etabliert. Sie dient der engen strategischen Zusammenarbeit von BMBF, BMELV und BMG bei der Forschungsförderung sowie der verbesserten Kooperation der humanmedizinischen und tiermedizinischen Forschung. Die Anschubfinanzierung für die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen wird durch das BMBF für den Zeitraum 2009 - 2011 mit insg. 3,5 Mio. Euro gewährleistet. Eine weitere dreijährige Förderphase ab 2012 ist vorgesehen.

Im Rahmen der Forschungsvereinbarung Zoonosen fördert das BMBF auch konkrete Forschungsprojekte. Von 2007 bis 2010 hat das BMBF Forschungsverbünde zu zoonotischen Erkrankungen mit 24,6 Millionen Euro gefördert, bis 2013 werden ca. 28 Millionen Euro bereitgestellt. Darin enthalten sind ca. 4,2 Millionen. Euro für den Verbund Lebensmittelbedingte zoonotische Infektionen (FBIZoo - Food Borne Zoonotic Infections of Humans) für die kommenden drei Jahre. Darin untersuchen Wissenschaftler die für Europa relevanten bakteriellen Zoonose-Erreger auf ihre ökologischen, epidemiologischen und infektiologischen Eigenschaften. In diesem Forschungsverbund befassen sich drei Vorhaben spezifisch mit EHEC. Diese werden geleitet von Prof. Dr. Lothar H. Wieler (Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen, Fachbereich Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin), Prof. Dr. Herbert Schmidt (Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie, Uni Hohenheim) und von Pr! of. Dr. Dag Harmsen und Prof. Dr. Dr. Helge Karch (Institut für Hygiene, Westfälische Wilhelms-Universität Münster). Es war Prof. Helge Karch, der in der vergangenen Woche den exakten Erregerstamm des aktuellen EHEC-Ausbruchs ermittelte.



Weiterführende Informationen zu diesen Projekten und dem Stand der Forschung finden sich auf der Internetseite der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen unter http://www.zoonosen.net/NewsundPresse/tabid/1191/articleType/ArticleView/articleId/910/EHEC-in-Deutschland.aspx


BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Pressereferat
Hannoversche Straße 28 - 30
D - 10115 Berlin
Telefon: (030) 18 57 - 50 50
Fax: (030) 18 57 - 55 51
E-Mail: presse@bmbf.bund.de
URL: http://www.bmbf.de/press/Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Atomausstiegspläne der Bundesregierung - Düker: Atomausstieg muss ein Einstieg in die Energiewende sein GRÜNE legen Änderungen für Jagdgesetz vor Millionenschäden durch Wildverbiss vermeiden ? Abschuss von Katzen und Hunden verbieten
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.06.2011 - 11:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 418954
Anzahl Zeichen: 4080

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 272 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Infektionskrankheiten erfordern breit aufgestellte Forschung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Für einen guten Start in Deutschland ...
Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben der deutschen Sprache sind für Flüchtlingsfamilien wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in unserem Land. Deshalb hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das drei

Ausbildungsbilanz 2015 liegt vor ...
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Ergebnisse der Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30. September 2015 vorgelegt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist in diesem Jahr mit 522.200 gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Zahl der betrieb

Was kostet uns der Klimawandel? ...
Hitze, starker Regen, Meeresspiegelanstieg, Hochwasser- und Sturmereignisse - all diese Phänomene scheinen im Zuge des Klimawandels vermehrt und stärker aufzutreten. Sie führen zu erheblichen Schäden an öffentlichen Infrastrukturen, privaten Vermögenswerten, der menschlichen Gesundheit und


Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)


Atomausstiegspläne der Bundesregierung - Düker: Atomausstieg muss ein Einstieg in die Energiewende sein ...
"Bei uns GRÜNEN gibt es viele Fragezeichen zu den bisherigen Plänen der Bundesregierung für einen Atomausstieg", erklärt die Vorsitzende der NRW-GRÜNEN, Monika Düker, zum Ergebnis der ersten Gespräche zum Atomausstieg in Berlin. "Es sieht erst mal nicht danach aus, dass ein e

Kinderkommission zum Internationalen Kindertag am 1. Juni ...
Der Kindertag hat bereits eine lange Tradition. Schon im Jahr 1920 führte die Türkei als erstes Land einen Tag des Kindes ein. Man hat also schon früh erkannt, dass Kinder besondere Bedürfnisse und Interessen haben. Dennoch hat es über dreißig Jahre gedauert, ehe die Vereinten Nationen all ihr

Soldan Institut veröffentlicht Studieüber Fachanwälte ...
Essen, den 5. Juni. 2011 - Das Soldan Institut hat auf dem 62. Deutschen Anwaltstag in Strasbourg eine empirische Studie über Fachanwälte - Rechtsanwälte, die über nachgeprüfte besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen in einem bestimmten Rechtsgebiet verfügen - vorgestellt.

Gemeinsame Sitzung der Parlamentspräsidien Polens und Deutschlands in Warschau ...
Am 31. Mai 2011 treffen sich die Präsidien des polnischen Sejm und des Deutschen Bundestages zu einer gemeinsamen Sitzung in Warschau. Unter der Leitung von Sejmmaraschall Grzegorz Schetyna und Bundestagspräsident Norbert Lammert werden die Parlamentarier kurz vor Beginn der polnischen EU-Ratspr


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z