Papierindustrie stagniert, Kostenexplosion schluckt Ertragsplus!
ID: 44079
Nur Kostenexplosion verantwortlich für Stagnation in der Papierindustrie?
Bei 6% Umsatzzunahme keine wesentliche Gewinnsteigerung!

(firmenpresse) - Der Vorsitzende des VDP (Verband deutscher Papierfabriken) berichtet in seinerm Jahresfazit:
"Ertragslage weiter verschlechtert
"Die Ertragslage der deutschen Papierindustrie hat sich im Jahr 2007 insgesamt weiter verschlechtert. Dramatisch steigende Kosten bei Rohstoffen und Energie bedrücken die Branche, die dies nur in wenigen Sortenbereichen über die Preise auffangen kann. So lautete das Fazit von VDP-Präsident Bernd Rettig bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP) am 26. Februar in Düsseldorf. Mit 23,2 Mio. Tonnen Produktion und 23,1 Mio. Tonnen Absatz verlief die Mengenkonjunktur 2007 jedoch weiter positiv und bescherte der Branche ein Umsatzplus von gut 6 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro."
Auf der Basis einer Umfrage in verschiedenen Industriebereichen, die als Anwender von Produkten aus der Papierindustrie bekannt sind, kommen wir zu einem etwas anderen Ergebnis.
Dortige Manager werfen der Papierindustrie vor, dass diese ihre Möglichkeiten nicht ausschöpft.
Im Angebot sind seit Jahre zum größten Teil immer die gleichen Sortimente, Innovation ist seitens der Papierindustrie wenig festzustellen.
Anders gesagt, die Wertschöpfungsentwicklung der Papierindustrie ist nicht positiv. die Papierindustrie bietet zu wenig "NEUES".
Die innovativen Möglichkeiten der Papierindustrie, z. B. in der globalen Bauwirtschaft, derzeit durch eine internationale Wanderausstellung in Folge der Frankfurter Design annual 2007 seitens der Frankfurter Messegesellchaft und ihren Partnern global gezeigt, werden nur schwer aufgegriffen, es bleiben größtenteils Ausstellungsexponate.
Das globale Bauwesen meldet stetig steigenden Bedarf nach "dauerhaft flammfesten" oder zumindest schwerentflammbaren Produkten in der Zertifizierungsklasse B1, auch aus der Papierindustrie. Diese sind einfach am Markt nicht in den Bedarfsmengen im Angebot, die Papierindustrie nutzt diese Wertschöpfungssteigerungsmöglichkeit nicht.,
Ähnlich lautet die Auskunft aus der Möbelbranche, der Bedarf an dauerhaft flammfesten Produkten ist auf Grund des stark gesteigerten Sicherheitsbedürfnisses der Bürger in ihren eigenen vier Wänden enorm, aber auf Grund fehlender Angebote derzeit nicht realisierbar.
Hier liegt wohl eher der Grund für die letztendlich schlechte Ertragslage der Papierindustrie, die der VDP-Präsident Bernd Rettig auf steigende Rohstoff- und Energiepreise schiebt.
Durch eine innovativere Wertschöpfungspolitik der Papierindustrie könnte in unseren Büros und Wohnzimmern bis zu 100% mehr Sicherheit einkehren.
Flammfeste oder schwerentflammbare Möbel, Furniere, Tapeten usw. sind rein technisch heute kein Problem mehr, selbst rein kohlenstoffhaltige Produkte müssen nicht mehr brennen, wie die Kristalltechnologie unter der Markenbezeichnung "AddiTherm" eindrucksvoll auf einer Präsentation Ende 2007 in Wien zeigte.
Dort wurde als Beispiel ein Wertschöpfungsprojekt auf reiner Produktbasis Papierindustrie gezeigt, siehe Bild.
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Datum: 03.03.2008 - 15:14 Uhr
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