IFRS wird von Mehrzahl der Familienunternehmen nicht angenommen

IFRS wird von Mehrzahl der Familienunternehmen nicht angenommen

ID: 44482

Deutsche Familienunternehmen lehnen den internationalen Rechnungslegungs-Standard IFRS (International Financial Reporting Standards)überwiegend ab. Das gilt auch für die modifizierte IFRS-Version für kleine und mittlere Unternehmen. Das ergab eine Untersuchung, die die Stiftung Familienunternehmen gemeinsam mit der Vereinigung zur Mitwirkung an der Entwicklung des Bilanzrechts für Familienunternehmen (VMEBF) durchgeführt hat. Befragt wurden 350 Gesellschafter von Familienunternehmen mit einem Rücklauf von rund 25 Prozent.



Beurteilung der Wichtigkeit bestimmter Daten im GeschäftsberichtBeurteilung der Wichtigkeit bestimmter Daten im Geschäftsbericht

(firmenpresse) - Nach dieser Studie stehen 93 Prozent der Gesellschafter der Entwicklung der IFRS eher skeptisch gegenüber, und nur 7 Prozent schätzen sie als positiv ein. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Bereitschaft der Unternehmen, das eigene Rechnungswesen – sofern noch nicht geschehen - auf die internationale Norm umzustellen: Nur 6 Prozent haben konkrete Umstellungspläne, 53 Prozent lehnen die Umstellung rundweg ab und 41 Prozent sind sich unsicher.

Diese Einstellung spiegelt sich auch in der betrieblichen Realität wider. Fünf von sechs der Familienunternehmen erstellen ihre Jahresabschlüsse nach wie vor ausschließlich nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), gut 15 Prozent bilanzieren in der einen oder anderen Form nach IFRS. Das stimmt mit den Angaben über die Kenntnis des internationalen Standards überein: Rund ein Sechstel der befragten Gesellschafter ist mit den IFRS „gut vertraut“, alle anderen sind „nicht im Detail“ (76 Prozent) oder „nicht“
(7 Prozent) damit vertraut.

Die weitgehende Ablehnung beruht auf der hohen Komplexität der Informationen in IFRS-Abschlüssen, die eher auf den Informations-Bedarf des Kapitalmarkts als den von Familiengesellschaftern ausgerichtet sind. Hinzu kommt, dass der IFRS-Abschluss in der Praxis einen erheblich höheren Aufwand erfordert als die Bilanzierung nach HGB.

Die Ergebnisse zeigen, dass das IFRS-Regelwerk keine breite Akzeptanz findet. Diese zu erreichen, bedarf es einiger konkreter Nachbesserungen seitens des IASB. Im Klartext bedeutet dies, dass die IFRS ohne deutliche Erleichterungen hinsichtlich ihrer Komplexität und eine klare Hinwendung zu bewährten Grundsätzen einer vorsichtigen Bilanzierung im deutschen Mittelstand keine flächendeckende Anwendung erfahren werden.

Die komplette Studie steht zum Download bereit unter www.familienunternehmen.de oder www.vmebf.org



Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Stiftung Familienunternehmen ist gemeinnützig und hat ihren Sitz in Stuttgart. Zweck der Stiftung ist die Förderung, Information, Bildung und Erziehung sowie der wissenschaftliche Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Familienunternehmertums in Europa.



PresseKontakt / Agentur:

Stiftung Familienunternehmen
Stefan Heidbreder
Ismaninger Straße 56
81675 München
Tel.: +49 (0) 89/ 20 18 66 11
Fax: +49 (0) 89 / 20 18 66 19
heidbreder(at)familienunternehmen.de



drucken  als PDF  Schiffsbeteiligungen - Exklusiv Mezzanine-Kapital für den Mittelstand auf dem Finanzportal www.emissionsmarktplatz.de
Bereitgestellt von Benutzer: richardbachinger
Datum: 10.03.2008 - 12:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 44482
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Maria Krenek
Stadt:

Frankfurt am Main


Telefon: 069/ 9552750

Kategorie:

Finanzwesen


Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 10.03.2008

Diese Pressemitteilung wurde bisher 818 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IFRS wird von Mehrzahl der Familienunternehmen nicht angenommen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Richard Bachinger Öffentlichkeitsarbeit (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sedus meldet gutes Wachstum/ Orgatec bringt Impulse ...
Im Wettbewerb um hochqualifizierte Arbeitskräfte wird die Ausgestaltung des Büros zu einem entscheidenden Faktor. Dr.-Ing. Bernhard E. Kallup, Vorstandsvorsitzender der Sedus Stoll AG, ist davon überzeugt, dass es dabei nicht um prestigeträchtige Möblierung und Ausstattung geht. „Vielmehr fo

IFRS wird von Mehrzahl der Familienunternehmen nicht angenommen ...
Das gilt auch für die modifizierte IFRS-Version für kleine und mittlere Unternehmen. Das ergab eine Untersuchung, die die Stiftung Familienunternehmen gemeinsam mit der Vereinigung zur Mitwirkung an der Entwicklung des Bilanzrechts für Familienunternehmen (VMEBF) durchgeführt hat. Befragt wurden

Aktuelle Studie zum gesellschaftlichen Engagement von Familienunternehmen ...
München/Gütersloh, 13. Dezember 2007 - Familienunternehmen sehen sich in der gesellschaftlichen Verantwortung und gehen sie aktiv an. Die Maßnahmen entspringen ethischen Motiven und sind eng mit der Person des Familienunternehmers selbst verknüpft. Dem Bildungssektor kommt die höchste Prioritä


Weitere Mitteilungen von Richard Bachinger Öffentlichkeitsarbeit


Schiffsbeteiligungen - Exklusiv ...
Mit Schiffsfonds am wachsenden globalen Handel teilnehmen! Ca. 95% des interkontinentalen Warenverkehrs wird über die Schifffahrt abgewickelt. Damit ist sie der bedeutendste Verkehrsträger des Welthandels. In den vergangenen Jahren profitierte die Schifffahrt u.a. vom expandierenden Handel mit

Alternative Finanzierung – wie die Firma Sadlowsky GmbH ihre Hausbank eindämmte ...
Die Situation im Mittelstand scheint dramatisch. Bis vor einigen Jahren waren Bankgespräche einfach zu führen: Der Unternehmer sprach mit seiner Hausbank, der Bänker prüfte auf Plausibilität, und wenn keine echten KO-Kriterien vorlagen, wurde der Kredit zügig gewährt - zu meist sehr attraktiv

Raus aus den Schulden: einfache Wege aus der Schuldenfalle. ...
Selm. – Wolfgang Rademacher hatte Schulden. Nicht nur ein paar. Nein, nein: Richtig viele Miese hatten es sich auf seinem Konto gemütlich gemacht, und sie pressten die letzten Reste an Lebensfreude aus seinem Leben. Hätte unsereins dieses Schuldengebirge als Plus verbuchen wollen, hätten wir be

Schadensansprüche gegen Euroventa AG Ltd.? ...
Das Unternehmen Euroventa AG Ltd., das entgegen seinem Firmennamen nicht in Form einer Aktiengesellschaft, sondern als Limited-Gesellschaft nach englischem Recht geführt wird, versprach in der Vergangenheit Kapitalanlegern in seinen Werbeprospekten bei Wahrung der vollen Sicherheit für das angeleg


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z