Hausaufgaben fuer Versicherungen nach europaeischem Stresstest
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Hausaufgaben fuer Versicherungen nach europaeischem Stresstest
Die Europaeische Aufsichtsbehoerde fuer das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) hat die Ergebnisse ihres juengsten so genannten Stresstests veroeffentlicht, in dem die Stabilitaet der Versicherungsunternehmen bei simulierten Krisenszenarien geprueft wurde. Danach muessen etwa zehn Prozent der Unternehmen "nachsitzen", weil sie die simulierten neuen Eigenkapitalanforderungen, wie sie durch Solvency II ab 2013 gelten werden, nicht erfuellen. Hier muessen die betroffenen Unternehmen, deren Namen die EIOPA - anders als beim kuerzlichen Banken-Stresstest - nicht veroeffentlicht werden, nachbessern.
Die EU-Behoerde hat drei Risikoszenarien durchgespielt, worunter ein scharfer Zinsrueckgang mit Verfall der Aktienmaerkte und ein Einbruch bei den Immobilienpreisen gehoeren. Ein inflationaerer Schock wurde ebenso beleuchtet und wie sich Risiken aus Staatsanleihen bei der Versicherungsbranche auswirken. Letztlich wurden auch hypothetische Naturkatastrophen, Pandemien und der moegliche Ausfall von Rueckversicherern mit einbezogen.
Selbst wenn 90 Prozent der Branche als robust zu bewerten sind, ist es wichtig, dass diese Stresstests durchgefuehrt werden, schwache Unternehmen bekannt werden und diese an den Eigenkapitalanforderungen arbeiten und fuer die Zukunft und neue Krisensituationen geruestet sind.
Die Finanzkrise und insbesondere der seinerzeit ins Schwanken geratene amerikanische Versicherungsgigant AIG belegen, wie wichtig es ist, dass auch die Versicherungen mit hinreichend Eigenkapital ausgestattet sind, um kuenftige Krisenereignisse zu bestehen.
Die Bundesregierung muss im Rahmen der Verhandlungen zum Solvency II-Projekt die heutigen Solvabilitaetsvorschriften fuer Versicherungsunternehmen zu einem konsequent risikoorientierten System der Finanzaufsicht weiterentwickeln.
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Datum: 22.07.2011 - 08:11 Uhr
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