Bauern brauchen Rücklagen zum Risikoausgleich
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Bauern brauchen Rücklagen zum Risikoausgleich
Dr. Born im Sommerinterview mit der Agrarzeitung
In einem Interview mit der Agrarzeitung vom 19. August 2011 stellte der Generalssekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, heraus, dass die Bauern in Deutschland ihr Einkommen zu vorderst am Markt und nicht durch Subventionen verdienen. Born sagte dazu der Zeitung, dass zum Thema Einkommenssicherung durch staatlich unterstützte Risikoabsicherungen in den vergangenen Tage sehr viel gesagt und geschrieben worden sei. Leider stimme davon nur wenig. Die EU-Kommission würde zum Beispiel keine Geschenke an die Landwirtschaft verteilen, sondern schlägt wegen extrem gestiegener Marktvolatilität vor, Risikoversicherungen auf nationaler Ebene (Krisenfonds) zu unterstützen. Die Beiträge dazu kämen zukünftig aber von den Bauern. Aus Sicht des DBV sei es wichtiger, wenn die Bauern selbst Vorsorge treffen können, zum Beispiel durch Rücklagenbildung in der Bilanz. Diese würden in schlechten Zeiten zur Stabilisierung wieder aufgelöst, so Born in dem Interview.
Born führte weiter aus, dass es geht nicht darum ginge, landwirtschaftliche Betriebe steuerlich zu bevorzugen, sondern sie in der Liquidität stabiler zu machen. Verlustvorträge, wie in großen Industrieunternehmen üblich, könnten Familienbetriebe nicht nutzen. "Wir wollen an dieser Stelle Gleichbehandlung", stellte Born heraus.
Zum Vorhaben von Wirtschaftminister Rösler, das Verbot für den zeitweisen Verkauf von Lebensmittel unter Einstandspreis auslaufen zu lassen, stellte Born klar, dass das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen gut sei und an dieser Stelle unverändert bleiben müsse. Damit würde ruinösem Preisdumping im Lebensmitteleinzelhandel vorgebeugt. "Die Tatsache, dass es kaum Beschwerden beim Kartellamt über Verkäufe unter Einstandspreis gegeben hat, zeigt doch, dass das Gesetz wirkt. Durch eine Streichung würden die Lockvogelangebote der Discounter wieder zur Dauereinrichtung ? zum Schaden der Verbraucher wie auch der Landwirte. Minister Rösler sollte sich stattdessen dafür einsetzen, dass der Einstandspreis gerichtsfester definiert wird."
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Datum: 25.08.2011 - 16:45 Uhr
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