Bewegungsschule für Roboter
Die sicheren und effizienten Bewegungen von Robotern stehen im Mittelpunkt eines aktuellen Forschungsprojekts des Wissenschaftsfonds FWF. Ziel der Arbeit ist es, die kontrollierte Steuerung von Roboterbewegungen durch neue mathematische Zugänge zu verbessern. Dabei werden insbesondere das Erkennen von Kollisionssituationen und die Planung optimaler Bewegungspfade untersucht. Ausschlaggebend für die Initiierung des Projekts waren neue Entwicklungen in den Bereichen Bewegungsplanung, Computer-Aided Design und algebraische Geometrie. Im Rahmen des Projekts werden algebraische Methoden für die Bewegungssteuerung von Robotern erstmals mit numerischen und geometrischen Methoden verbunden.
Geschmeidig wie ein Roboter
"Roboter" werden im Rahmen des vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützten Projekts ganz allgemein gefasst. Egal ob Industrieroboter oder R2D2 – sie alle müssen ihre Bewegungen in erster Linie sicher ausführen. "Sicher heißt, dass ein Roboter bei der Durchführung seiner Aufgaben nicht mit der Umgebung oder mit sich selbst kollidiert. Auch sogenannte gefährliche Bereiche muss er meiden. Es handelt sich dabei aber nicht um physikalisch vorhandene Hindernisse, sondern um Positionen, in deren Nähe der Roboter aus geometrischen Gründen unsteuerbar – und damit potenziell gefährlich – wird. In der Robotik bezeichnen wir diese Bereiche auch als Singularitäten", erklärt Projektleiter Prof. Schröcker.
Natürlich gibt es bereits zahlreiche Methoden, solche Bereiche zu berechnen und bei den Bewegungsmustern der Roboter auszusparen. Doch diesen Methoden ist eines gemeinsam, meint Prof. Schröcker: "Die bisher angewendeten Methoden basieren auf numerischen Kalkulationen. Diese sind nicht exakt. Sie erlauben es auch nicht, eine Garantie darüber abzugeben, dass alle gefährlichen Bereiche in den Berechnungen berücksichtigt wurden. Algebraische Methoden hingegen sind nicht nur exakter, sondern könnten auch diese Garantie ermöglichen."
Denn, grob gesagt, befasst sich die Numerik mit der Lösung kontinuierlicher mathematischer Probleme durch diskretisierte Computerberechnung. Algebra hingegen nutzt auch Variablen, was exaktere und umfassendere Berechnungen ermöglicht. Tatsächlich haben algebraische Methoden in den mechanischen Wissenschaften in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Auch gibt es bereits erste theoretische Ergebnisse für ihre Anwendung im Bereich der Roboterbewegungen. Doch bisher wurden diese nicht an die praktischen Anforderungen des Maschinenbaus angepasst. Genau das wird in dem aktuellen Projekt erreicht.
Der Weg ist nicht das Ziel
Die Entwicklung neuer mathematischer Methoden soll jedoch nicht nur dazu beitragen, dass Roboter "gefährliche" Bereiche optimal vermeiden, sondern auch ihre Bewegungsabläufe möglichst effizient ausführen. Dabei kann effizient "auf dem kürzesten Weg" bedeuten, oder auch "schnell", "elegant" und "energiesparend". Bei den Berechnungen der notwendigen Wegstrecken müssen Kollisionsmöglichkeiten und die "gefährlichen" Bereiche berücksichtigt werden, wie Prof. Schröcker erläutert: "Die Berechnungen kann man sich so vorstellen, dass man Punkte im Raum durch glatte Kurven verbindet, welche hinreichend weit von den zu vermeidenden Bereichen entfernt bleiben. Die Entwicklung geeigneter Methoden dazu ist ein wesentliches Ziel dieses Projekts des FWF, das grundlegende Mathematik mit praktischen Nutzeranwendungen verbinden wird."
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
FWF Der Wissenschaftsfonds.
Der FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung - ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Er ist allen Wissenschaften in gleicher Weise verpflichtet und orientiert sich in seiner Tätigkeit ausschließlich an den Maßstäben der internationalen Scientific Community.
Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Hans-Peter Schröcker
Universität Innsbruck
Technikerstraße 13
6020 Innsbruck
T +43 / (0)512 / 507 - 6835
E hans-peter.schroecker(at)uibk.ac.at
Der Wissenschaftsfonds FWF:
Mag. Stefan Bernhardt
Haus der Forschung
Sensengasse 1
1090 Wien
T +43 / (0)1 / 505 67 40 - 8111
E stefan.bernhardt(at)fwf.ac.at
W http:// www.fwf.ac.at
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
Mariannengasse 8
1090 Wien
T +43 / (0)1 / 505 70 44
E contact(at)prd.at
W http://www.prd.at
Datum: 29.08.2011 - 14:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 469497
Anzahl Zeichen: 4292
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Till C. Jelitto
Stadt:
Wien
Telefon: +43 / 1 / 505 70 44
Kategorie:
Automatisierung
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 29.08.2011
Diese Pressemitteilung wurde bisher 488 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bewegungsschule für Roboter"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
FWF - Der Wissenschaftsfonds (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Unternehmensinteressen und Menschenrechten gleichermaßen Rechnung zu tragen, ist ein schwieriges Unterfangen. Ein geeigneter Weg zur Lösung von Konflikten können außergerichtliche Verfahren sein, wie ein vom Wissenschaftsfonds FWF gefördertes Projekt belegt. Seit einigen Jahren stehen Unter
Dem Frust-Gusto auf der Spur ...
Während Angst und Aggression uns eher den Appetit verderben, scheinen Trauer und Frustration Gusto und Gier zu steigern. Ein vom Wissenschaftsfonds FWF gefördertes Projekt betrachtet die Zusammenhänge von Stimmung und Überessen bei gesunden und bulimischen Probandinnen. Wir kennen die Vorfre
Wie man eine Proteinfalle schmiedet ...
Wer wirksame Moleküle im Labor nachbauen kann, öffnet die Apotheke der Natur für Medikamente der Zukunft. Mit der Prüfung neu entwickelter Synthese-Prozesse und Katalysatoren ist es in einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF gelungen, den vielversprechenden Naturstoff Brefeldin A schneller und
Weitere Mitteilungen von FWF - Der Wissenschaftsfonds
CHAINWAY UR1A – UHF | RAIN - RFID Reader mit integrierter Antenne ...
CHAINWAY UR1A – UHF | RAIN - RFID Reader für industrielle Identifikationsprozesse Die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen in Industrie, Logistik und Handel erfordert leistungsfähige Identifikationstechnologien. Unternehmen müssen Warenbewegungen, Produktionsprozesse und Assets z
IDCRAFT erweitert Portfolio um Tags & Labels von HID Global ...
Unternehmen aus Industrie, Logistik, Wäschereien und dem Gesundheitswesen benötigen zuverlässige, skalierbare und langlebige RFID Hardware Lösungen, die sich flexibel in bestehende Prozesse integrieren lassen. Mit HID Global steht eines der weltweit umfangreichsten RFID Transponder Portfolios zu
Chainway R3S – UHF RFID Desktop Reader ...
>> Chainway R3S – Präzise UHF RFID Nahfeld-Erfassung für kontrollierte Auto-ID-Prozesse > Klare Positionierung im IDCRAFT RFID-Portfolio > Leistungsstarke UHF | RAIN-RFID Technologie > Flexible Schnittstellen für einfache Integration > Typische Einsatzbereiche des Chainway R3S
WEROCK präsentiert Scan-Engine und robusten Barcodescanner mit hoher Reichweite ...
WEROCK Technologies GmbH, innovativer Hersteller von robusten Barcodescannern, mobilen Datenerfassungsgeräten und Rugged Tablet PCs, erweitert sein Produktportfolio um die Long-Range-Scan-Engine Rockscan TM2038LR sowie den robusten Barcodescanner Rockscan PX3000 Long Range, der die Engine integrier
Produktpremiere auf der SPS 2025 ...
Neue Messtechnik In der neuen µCAN.4-BOX-Generation nutzen wir rauscharme 24-Bit A/D-Wandler, alle Varianten sind wahlweise mit zwei oder vier A/D-Wandlern erhältlich. Die Ausführung mit zwei A/D-Wandlern ist besonders kostengünstig; wie bei den bisherigen Modellen entsteht zwischen jeweils zwe
Direkter OIB-Datentransfer von PCB-Investigator zu ASMPT SIPLACE vereinfacht Bestückungsprogrammerstellung ...
Schnittstelle „SIPLACE OIB Connector“ sorgt für durchgängigen Datenfluss zwischen ECAD und SMT-Linie Regensburg, 20. September 2025 Mit dem neuen „SIPLACE OIB Connector“ verbindet PCB-Investigator die Layout- und CAM-Daten von Leiterplatten direkt mit ASMPT-SIPLACE-Bestücksystemen. Der
PCB-Investigator erweitert AOI-Datenaufbereitung um Viscom-Export für vVision und Legacy-Systeme ...
EasyLogix erweitert die Datenaufbereitung für automatische optische Inspektionsanlagen (AOI) um einen leistungsfähigen Viscom-Export. Neben der Ausgabe für vVision werden auch ältere Viscom-Formate unterstützt. Der neue Workflow deckt typische Anforderungen in der Elektronikfertigung ab – von
Etikettenspender für Industrieanwendungen ...
Gerade hat cab den neuen automatischen Etikettierer ROXI vorgestellt. Er basiert auf der bewährten Technologie der cab Industriedrucker HERMES. Vorbedruckte Selbstklebetiketten lassen sich in einer Fertigungslinie vollautomatisch spenden. Der Masterencoder, ein Drehgeber oder Lineargeber, hält den
Marioff ist Vorreiter bei IoT-Innovationen im Wassernebel-Brandschutz ...
/INS [Helsinki, Finland] – Marioff, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Wassernebel-Brandschutz, ist besonders stolz darauf, als eines der ersten Unternehmen im Bereich Brandschutz eine einzigartige „Internet-of-Things“-Lösung (IoT) für Hochdruck-Wassernebelsysteme einzuführen. D




