'Kaltreserve' mit Kohle sicherer als Atomstrom
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"Kaltreserve" mit Kohle sicherer als Atomstrom
"Kaltreserve" mit Kohlestrom birgt weniger Risiken als Atomkraft. Eintreten einer "Stromlücke" nicht erwiesen. BUND fordert Beschleunigung der Energiewende
Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) akzeptiert die Entscheidung der Bundesnetzagentur, für die kommenden zwei Winterperioden einen älteren Steinkohlekraftwerksblock in Mannheim und zwei weitere Kohlekraftwerksblöcke im Rhein-Neckar-Raum (Kraftwerk 2 in Mainz-Wiesbaden und Block C des Kraftwerks in Ensdorf) als "Kaltreserve" zur Überbrückung möglicher Stromengpässe vorzuhalten. Jedoch bezweifelt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, ob eine Kaltreserve tatsächlich gebraucht wird.
Weiger: "Alle Unkenrufe über angeblich vom Abschalten der acht alten Atomkraftwerke verursachte Stromlücken haben sich als falsch erwiesen. Der einzige Weg, um die Stromversorgung in Deutschland auf eine sichere und risikoarme Basis zu stellen, ist die Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Außerdem muss die Bundesregierung ihre Anstrengungen zum Energiesparen deutlich intensivieren."
Sollte im kommenden Winter tatsächlich der Fall eintreten, dass ein Reserve-Kraftwerk zugeschaltet werden müsse, dann verursache das Anfahren älterer Kohlekraftwerksblöcke für die Bevölkerung und die Umwelt deutlich weniger Risiken als das Hochfahren eines alten und störanfälligen Atomkraftwerks.
Zusätzliche Emissionen der für die "Kaltreserve" ausgewählten Kraftwerksblöcke, die voraussichtlich nur in den Wintern 2011 und 2012 kurzzeitig laufen dürften, müssten auf jeden Fall kompensiert werden, sagte Weiger. "Der vorübergehende Anstieg klimawirksamer CO2-Emissionen und zusätzliche Schadstoffbelastungen für die regionale Bevölkerung müssen mit dem späteren Herunterregeln fossiler Kraftwerke und dem Zukauf erneuerbarer Energien wieder ausgeglichen werden", sagte der BUND-Vorsitzende.
Pressekontakt: Tina Löffelsend, BUND-Klimaexpertin, Tel. 030-27586-433 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
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Datum: 31.08.2011 - 12:15 Uhr
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