Bundeskanzlerin muss sich endlich in der Palaestina-Frage positionieren
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Bundeskanzlerin muss sich endlich in der Palaestina-Frage positionieren
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Kanzlerin auf, sich energisch in die Diskussion um die Haltung der EU zu Palaestina einzubringen und eine erneute Isolation Deutschlands zu vermeiden.
Angela Merkel muss in der Frage einer moeglichen Anerkennung Palaestinas im Rahmen der Vereinten Nationen ihre Position ueberdenken und eine Spaltung Europas verhindern. Die Bundeskanzlerin traegt die groesste Verantwortung fuer den sinkenden Einfluss Deutschlands. Nicht nur hat sie zuletzt die deutsche Enthaltung zur Libyen-Resolution im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen voll mitgetragen. Nun droht durch sie in einem weiteren Fall grosser Schaden fuer das aussenpolitische Ansehen und fuer die deutschen Interessen.
In der komplizierten Frage einer moeglichen Anerkennung eines Staates Palaestina hat sich Frau Merkel schon Anfang April ohne jede Not auf ein Nein festgelegt. Damit signalisierte sie dem israelischen Premierminister Netanyahu, der damals in Berlin zu Besuch war, dass Berlin die israelische Politik einer Blockade des Friedensprozesses nicht mit Druck auf Israel beantworten wird. Vor allem aber erfolgte diese Vorfestlegung Merkels offenbar ohne jede Ruecksprache mit europaeischen Partnern.
Dass jetzt in Sopot von den EU-Aussenministern nach einer einheitlichen Haltung der EU in dieser Frage gesucht wird, ist eine traurige Farce. Denn Deutschland hat die Einigkeit Europas und damit jeglichen Einfluss in dieser fuer Deutschland so wichtigen Frage von vornherein verspielt, wenn jetzt nicht energisch umgesteuert wird.
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Datum: 05.09.2011 - 15:30 Uhr
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