Neues Deutschland: zu Erdogans Nahostpolitik
ID: 479064
Deren heimlicher Held ist Erdogan bereits vor seinem triumphalen
Ägypten-Besuch gewesen. Der türkische Ministerpräsident regiert ein -
im Gegensatz zu allen Nachbarn - wirtschaftlich prosperierendes, dazu
militärisch starkes Land, das mit allen globalen und regionalen
Mächten auf gutem Fuße steht. Bisher auch mit Israel. Das ist seit
dem lautstarken Streit um die Gaza-Hilfsflotte anders. Zwar gilt als
ausgemacht, dass Israels Premier Netanjahu schon mit einem Mindestmaß
an Demut in Ankara Verzeihung hätte erlangen können. Aber er tat es
nicht. Erdogan, der Netanjahu an demagogischem Talent in nichts
nachsteht, hat den leichtfertig dahingeworfenen Fehdehandschuh des
Israelis dankbar aufgenommen. Noch ein paar militante Parolen, und
schon genoss er die Ehre des obersten Verteidigers der Palästinenser.
Diese machte ihm zuletzt freilich niemand in der Region streitig. War
die Solidarität mit den Palästinensern einst Konsens unter allen
arabischen Führern - wenigstens in Worten -, so ist davon fast nichts
geblieben. Vor allem Wortführer Ägypten war unter Mubarak eher Garant
der israelischen Politik als Sachwalter palästinensischer
Menschenrechte. Die Krise ausnahmslos aller arabischen Regimes am
östlichen Mittelmeer, dazu die in Griechenland, hat ein Machtvakuum
hinterlassen, das förmlich danach schrie, ausgefüllt zu werden.
Tayyip Erdogan hat es nur erhört.
Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion / CvD
Telefon: 030/2978-1721
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.09.2011 - 17:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 479064
Anzahl Zeichen: 1707
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 156 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: zu Erdogans Nahostpolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neues Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von Neues Deutschland
MONITOR mit Sonia Seymour Mikich ...
Das Erste, 15.09.2011, 21.45 bis 22.15 Uhr Folgende Themen sind geplant - Arbeiten bis zum Umfallen: wie die Regierung Altersarmut verharmlost und befördert - Doppelzüngig: Wie die Deutsche Telekom in den USA gegen Gewerkschaften vorgeht - Facebooks Datensammelwut: Noc
Mindener Tageblatt: Kommentar zu Schuldenkrise und kein Ende / Gratwanderung ...
Die Politik ist um ihre Rolle in der Euro-Schuldenkrise nicht zu beneiden. Jeder Experte hat zum Thema mindestens eine Meinung, oft abends schon wieder eine andere als morgens. Die Finanzmärkte beäugen argwöhnisch auch noch den kleinsten Interview-Nebensatz, um einen Vorwand für die nächste
Neues Deutschland: zur Debatte um Griechenlands Sparpolitik ...
Stellen Sie sich vor, Sie wollen bei Rot über eine Ampel gehen und ein daneben stehender Polizist ermahnt Sie, gefälligst bis Grün zu warten. Wie gefordert, überqueren Sie erst dann die Straße, doch ein rücksichtsloser Autofahrer fährt Sie an. Was würden Sie wohl sagen, wenn der Polizist
WAZ: Ist der Euro kein Deutscher mehr? - Leitartikel von Ulrich Reitz ...
Wenn urplötzlich nun die Bundesregierung öffentlich über eine Pleite der Griechen spekuliert, verbirgt sich dahinter womöglich ein Ablenkungsmanöver. Vielleicht geht es ja schon gar nicht mehr um die Griechen, sondern längst um etwas, das schwerer wiegt: die Verfassung des Euro. Das Ende d




