Die Angst vor Internet-Kriminalität in der Bevölkerung wächst
ID: 482321
Die Angst vor Internet-Kriminalität in der Bevölkerung wächst
- Bevölkerung sieht deutlich steigende Risiken von Datenmissbrauch und Computerviren
- Bei Führungskräften in Wirtschaft und Politik steht IT-Sicherheit schon heute an erster Stelle der Risikoliste
- Rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen haben schon IT-Angriffe erlebt
Die Angst vor Kriminalität aus dem Netz wächst in der Bevölkerung. Die Menschen in Deutschland sehen die Risiken von Datenmissbrauch (je 70%) sowie Computerviren und EC-Karten-Betrug (je 60%) steigen. Die Gefahren aus dem Internet stehen für sie auf einer Stufe mit Arbeitslosigkeit und Atomunfällen, liegen aber noch vor der Angst vor Terroranschlägen oder Naturkatastrophen. Führungskräfte in Wirtschaft, Politik und Verwaltung sehen das Risiko von Computerviren oder Missbrauch von Daten bereits jetzt deutlich höher als klassische Gefahren wie Krankheit, Kriminalität oder Katastrophen. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse aus dem "Sicherheitsreport 2011", einer repräsentativen Studie zum Thema Sicherheit in Deutschland.
Für den "Sicherheitsreport 2011" hat das Institut für Demoskopie Allensbach und das Centrum für Strategie und Höhere Führung im Auftrag von T-Systems einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung (1.715) im Alter ab 16 Jahre sowie Topführungskräfte (330) im Zeitraum von 22. Juni bis 22. Juli befragt. Zu den Entscheidungsträgern gehörten Abgeordnete (122) sowie Unternehmenschefs (143) und Mitarbeiter mit Leitungsfunktion (65).
Bevölkerung: Datenmissbrauch hohes Risiko für Gesellschaft Die aktuelle Risikowahrnehmung von Bevölkerung und Führungskräften unterscheidet sich fundamental. In der Bevölkerung stehen klassische persönliche Sorgen wie Einkommensverluste (43%), lebensbedrohliche Krankheiten (41%), belastete Nahrungsmittel (37%) ganz oben auf der Liste. Gefragt nach den gesellschaftlichen Risiken bewertet die Bevölkerung die Gefahren durch Cyberkriminalität allerdings anders. Jeder zweite Deutsche sieht im Missbrauch von persönlichen Daten sowie Datenbetrug im Internet ein hohes Risiko für die Gesellschaft. EC-Karten-Betrug (37%) und Computerviren (35%) folgen auf den nächsten Plätzen.
Führungskräfte: Zahl der Hackerangriffe steigt deutlich Dagegen nehmen bei den Entscheidern die IT-Gefahren mit deutlichem Abstand die Spitzenplätze der Risikoliste ein. Auf den beiden ersten Positionen rangieren Datenbetrug im Internet (67%) und Datenmissbrauch (64%), gefolgt von Computerviren (59%) und EC-Karten-Betrug (38%). Diese Risiken werden nach Ansicht der Führungskräfte auch in Zukunft weiter zunehmen (Internet und Computer allgemein 42%).
"Dass Führungskräfte schon heute das Thema Cybersicherheit sehr ernst nehmen, hat gute Gründe", sagt Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens. "Der Sicherheitsreport zeigt, dass rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen schon IT-Angriffe von außen erlebt haben und die Zahl der Angriffe deutlich zunehmen wird."
Führungskräfte: Cloud Computing wirft noch Fragen auf Die Umfrageergebnisse zum Thema "Cloud Computing" untermauern die aktuelle Risikoeinschätzung im Bereich der IT-Sicherheit. Mehr als drei Viertel der Führungskräfte haben noch Zweifel an der Sicherheit von Daten und Programmen aus dem Internet. Dennoch zeigen sie sich aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien: Rund neun von zehn (86%) glauben an die Chancen bei technischem Fortschritt und sehen weniger deren Risiken.
"Die wirtschaftlichen Vorteile von Cloud Computing sind in der Wirtschaft unbestritten. Daher glaube ich fest daran. Sichere Dienste aus dem Netz werden sich durchsetzen - für jeden zugänglich und erschwinglich, für jedes Endgerät erhältlich", kommentiert Clemens.
Fehlende IT-Sicherheitskompetenz Mit viel Skepsis bewerten die Führungskräfte den Umgang der Politik mit den Risiken der Cyperkriminalität. Zwei Drittel der Entscheidungsträger aus der Wirtschaft zweifeln an der Fachkompetenz von Politik und Verwaltung, um IT-Sicherheit gewährleisten zu können. Sie fordern die Politik auf, ihre Aktivität für Datenschutz und -sicherheit (23%) sowie für mehr Sicherheit im Internet (19%) zu erhöhen und die Polizeipräsenz und die Ausstattung (15%) zu verbessern.
Über die Deutsche Telekom Die Deutsche Telekom ist mit rund 128 Millionen Mobilfunkkunden sowie 35 Millionen Festnetz- und fast 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 30. Juni 2011). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 241.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 62,4 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2010).
Über T-Systems Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT) für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis bietet die Großkundensparte der Deutschen Telekom integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 47.600 Mitarbeiter verknüpfen bei T-Systems Branchenkompetenz mit ICT-Innovationen, um Kunden in aller Welt spürbaren Mehrwert für ihr Kerngeschäft zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Großkundensparte einen Umsatz von rund 9,1 Milliarden Euro.
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Datum: 19.09.2011 - 11:01 Uhr
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