Stuttgarter Nachrichten: Bodenschätze in Afghanistan in Höhe von 2,2 Billionen Euro - Verhandlungen über deutsche Beteiligung
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2,2 Billionen Euro (3 Billionen US-Dollar), die das Land mit Hilfe
der internationalen Gemeinschaft ausbeuten will. Das erfuhren die
Stuttgarter Nachrichten aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Konkret
handelt es sich um Selten Erden, Eisen, Kupfer, Niobium, Kobalt,
Gold, Erz, Silber, Aluminium, Grafit, Asbest, Lapis, Fluor, Phosphor,
Strontium und Schwefel.
Um die Förderung dieser Rohstoffvorhaben und die wirtschaftliche
Entwicklung Afghanistans voranzutreiben trafen die afghanischen
Minister für Finanzen, Wirtschaft und Bergbau am Mittwoch in Brüssel
auf einem Symposium des europäischen Bergbau-Dachverbands "Euromines"
mit dem deutschen Afghanistan-Sonderbeauftragten, Botschafter Michael
Steiner, mit Vertretern der Weltbank und der Unternehmen Siemens,
General Electric, Ernst & Young, HSBC, die Lafarge Group,
Anglo-American oder Caterpillar zusammen. An diesem Treffen nahmen
auch Organisationen wie Global Witness und die Aga Khan Stiftung
teil, die sich die Förderung der Zivilgesellschaft auf die Fahne
schreiben.
Bisher waren amerikanische Wissenschaftler und Ökonomen von
Bodenschätze im Wert von 900 Milliarden (seinerzeit 652 Milliarden
Euro) ausgegangen. Inzwischen sind diese Berechnungen überholt.
"Afghanistan verfügt über natürliche Ressourcen im Wert von
geschätzten drei Billionen US-Dollar", bestätigte das AA in Berlin.
Das sind umgerechnet knapp 2,2 Billionen Euro, exakt: 2156 Milliarden
Euro. "Es finden sich dort bedeutende Vorräte an strategisch
bedeutsamen Rohstoffen wie Kupfer und Lithium, die für moderne
Industrien von großer Bedeutung sind", heißt es aus dem
Außenministerium. Die Nutzung dieser Ressourcen könne die
wirtschaftliche Entwicklung Afghanistans freilich fördern und neue
Einnahmequellen erschließen.
Botschafter Steiner sagte der Zeitung: "Das enorme wirtschaftliche
Potential Afghanistans vor allem bei Bodenschätzen muss genutzt
werden, dass das Land langfristig auf eigene Beine kommen kann.
Private Investoren haben grundsätzliche Interesse; nun muss die
afghanische Regierung Investitionsvoraussetzungen schaffen, damit die
Ressourcen zum Wohle seiner Bevölkerung tatsächlich genutzt werden
können." Vereinbart wurden "Neun Punkte zur Verbesserung des
Wirtschaftsklimas in Afghanistan": Militärische Sicherheit durch
afghanische Streitkräfte, Korruptionsbekämpfung, verlässliche
Handelsgesetzgebung, die rechtliche Absicherung für private
Investitionen, ein klares Steuersystem, eine moderne Infrastruktur,
eine Rechtsgrundlage für Land- und Grundbesitz, Investitionen in
Bildung und Arbeit - und der Aufbau eines Kredit- und Finanzwesens.
Auch auf der Afghanistan-Konferenz in Bonn Anfang Dezember
stehen Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung Afghanistans
auf der Agenda. "Dafür muss jedoch die Sicherheit gewährleistet
sein", betont ein Außenamtssprecher. Bis 2014 wollen die
Isaf-Kampftruppen abziehen; kein Zweifel besteht daran, dass zur
Stabilisierung viele Einheiten bleiben werden.
Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten ist die afghanische
Regierung sehr daran interessiert, die Rohstoffe mit deutscher
Bergbau-Technologie auszubeuten. Auch China wirbt um Förderaufträge,
hat aber wohl weniger Chancen, da sich die Afghanen vor allem von
deutschen Firmen auch Arbeitsplätze für die eigene Bevölkerung
versprechen. Die Chinesen stehen in dem Ruf, nur eigene
Billigarbeiter zu beschäftigen.
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Datum: 27.10.2011 - 15:21 Uhr
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