Keine Grabsteine aus Kinderarbeit
ID: 522937
Keine Grabsteine aus Kinderarbeit
Wer moechte schon seine letzte Ruhestaette unter einem Grabstein haben, der von ausgebeuteten Kindern hergestellt wurde? Sicher niemand. Dennoch kommen die meisten Grabsteine, die in Deutschland angeboten werden, aus indischen Steinbruechen, in denen Kinder unter haertesten und gefaehrlichen Bedingungen arbeiten. Die SPD-Bundestagsfraktion unterstuetzt alle Massnahmen, mit denen ausbeuterische Kinderarbeit verhindert werden kann. Deshalb begruesst sie die Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichts vom 17. Oktober, die die Stadt Nuernberg berechtigt, auf staedtischen Friedhoefen nur noch solche Grabsteine zu erlauben, die nachweislich nicht in ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt wurden. Genau gegen diese Einschraenkung in der Friedhofssatzung hatte sich ein Steinmetz gerichtlich gewehrt und zunaechst recht bekommen.
Staat und Kommunen sind wichtige Auftraggeber, die mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Seit der Novellierung des Vergaberechts und aufgrund von EU-Richtlinien koennen bei Auftraegen auch soziale Aspekte beruecksichtigt werden. Auch sind die ILO-Kernarbeitsnormen zum Verbot der Kinder- und Zwangsarbeit Bestandteil der deutschen Rechtsordnung.
Unternehmen muessen sich daher daran halten. Undurchsichtige Zulieferketten, globaler Wettbewerbsdruck und die oft schwierige Zertifizierung von Produkten fuehren jedoch dazu, dass weltweit noch immer 200 Millionen Kinder unter haeufig sklavenaehnlichen Bedingungen fuer den Exportmarkt arbeiten. Dies muss sich aendern.
Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich daher gegenueber Wirtschaft und Handel fuer eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht ein, wie sie vom zustaendigen UN-Sonderberichterstatter John Ruggie in seinen Guiding Principles gefordert wird. Diese Sorgfaltspflicht muss sich auch auf auslaendische Tochter- und Zulieferbetriebe im Ausland beziehen. Oeffentliche Auftraggeber sollten ihr wirtschaftliches Potential nutzen und routinemaessig einen Nachweis ueber die Herkunft der Materialien und die Produktionsbedingungen verlangen. Eine Standardklausel in den Ausschreibungen, die ILO-Kernarbeitsnormen einzuhalten, reicht nicht aus. Das Bayerische Verfassungsgericht hat all jenen in der oeffentlichen Verwaltung den Ruecken gestaerkt, die konsequent gegen ausbeuterische Kinderarbeit und Sklaverei eintreten.
Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.11.2011 - 12:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 522937
Anzahl Zeichen: 2957
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Keine Grabsteine aus Kinderarbeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der heute vom Bundesministerium des Innern und des Bundesamts für Verfassungsschutz vorgestellte Verfassungsschutzbericht bestätigt, was bereits die aktuellsten Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität (PMK) gezeigt haben: Unsere Demokratie steht unter massivem Druck. Sebastian Fiedler, in
Koalition baut Verbraucherschutz weiter aus: Neues Recht auf Reparatur schont Geldbeutel und Umwelt ...
Der Deutsche Bundestag beschließt heute in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung der Reparatur von Waren. Die neuen Regelungen erleichtern es Verbraucherinnen und Verbrauchern, defekte Produkte reparieren zu lassen, und unterstützen so den Weg aus der
Bildung für Nachhaltigkeit: Zukunftskompetenzen für alle ...
Heute hat das Bundeskabinett den Achten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschlossen. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Dieser Bericht zeigt, dass nachhaltige Bildung ein Schlüssel für sozialen Zusammenhalt, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und erfolgreichen Klimasc
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
21,6 % mehr genehmigte Wohnungen in den ersten neun Monaten 2011 ...
WIESBADEN - Von Januar bis September 2011 wurde in Deutschland der Bau von 167 700 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 21,6 % oder 29 800 Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2010. Somit verstärkte sich der bereits im Jahr 2010 beobachtete p
Erzeugerpreise Oktober 2011: + 5,3 % gegenüber Oktober 2010 ...
WIESBADEN - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Oktober 2011 um 5,3 % höher als im Oktober 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Index gegenüber dem Vormonat September 2011 um 0,2 %. Die Preissteigerungen für Energie waren im Oktober 2
Traum-Einschaltquoten für RTL: Bis zu 10,52 Millionen Zuschauer fieberten beim 'Wer wird Millionär? - Prominentenspecial' mit! ...
Hervorragende Quoten für RTL! Das spannende "Wer wird Millionär? - Prominentenspecial" erreichte am Donnerstagabend, 17. November 2011, einen sehr starken Marktanteil von 30,8 Prozent beim jungen Publikum (14 bis 49 Jahre). Insgesamt sahen durchschnittlich 8,77 Millionen Zuschauer ab 3 J
Nach 12 Stunden 'RTL-Spendenmarathon': 4,9 Millionen Euro zur Halbzeit ...
Nach 12 Stunden RTL-Spendenmarathon und einer schlaflosen Nacht freut sich Moderator Wolfram Kons über 4.955.693 Millionen Euro auf der Spendenuhr. Seit dem Start der längsten Charity-Sendung im deutschen Fernsehen gestern Abend um 18.00 Uhr steht das RTL-Programm wieder ganz im Zeichen der Hilfe
ÖKO-TEST Spezial Bauen, Wohnen Renovieren - Häuser ...
Das aktuelle ÖKO-TEST Spezial Bauen, Wohnen Renovieren ?Häuser gibt es seit dem 18. November 2011 im Zeitschriftenhandel. Es kostet 5,00 Euro. So wird aus dem Traum kein Alptraum: Für den Kauf eines Eigenheims gibt es viele gute Gründe, etwa die historisch niedrigen Darlehenszinsen, die gün




