Personalberater werden „zur Beute“ der Fach- und Führungskräfte
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Warum nicht nur Headhunter „Jagdtrieb“ entwickeln
„Mindestens 100.000 Euro musste ein Manager Anfang der neunziger Jahre verdienen, um für Headhunter überhaupt interessant zu sein. Der Grund dafür ist einfach: Bis 1994 war es Personalberatern gesetzlich verboten, Mitarbeiter anderer Hierarchieebenen zu suchen. Das Vermittlungsmonopol der früheren Bundesanstalt für Arbeit stand dem im Wege, das inzwischen gelockert wurde. Kandidaten mit einem Jahresverdienst ab 50.000 Euro sind inzwischen im Visier der Personalberater – das gilt besonders für Branchen mit Fachkräfte-Mangel“, so der Karriere-Teil der Welt.
Personalexperten bestätigen diese Sichtweise. „Meiner Erfahrung nach wird auch schon mal ein Kandidat mit einem Jahreseinkommen von unter 50.000 Euro gesucht. Hier müssen wir uns von alten Vorstellungen lösen. Es ist zum Beispiel für ein Unternehmen - das nur auf dem herkömmlichen Wege über Stellenanzeigen etc. sucht - schwer, auf dem Markt einen guten Verkäufer zu finden. Selbstverständlich verdient der dann in der Regel keine 80.000 oder 100.000 Euro im Jahr, kann aber für die suchende Firma trotzdem überaus wertvoll sein“, sagt Marc Emde, Inhaber und Partner von KCP Executives http://www.kcp-executives.de. Die Personalberatung aus Köln hat sich auf Executive Search/Direct Sourcing, Interimmanagement, webgestützte Personaldiagnostik, Vergütungsberatung, Personalleasing und Management Consulting spezialisiert.
Zurzeit würden vor allem Vertriebs- und Marketingexperten gesucht. Und auch der Mittelstand setze längst auf die fachliche Unterstützung durch Personalberater. „Dies ist keine Domäne der Konzerne mehr“, so Emde. Junge Fach- und Führungskräfte sollten sich aber nicht erst in der Stunde der Not an einen Personalberater wenden. „Man sollte den Kontakt zu einem Headhunter aufnehmen, wenn man sich noch in einer sicheren Position befindet, aber Lust hat, in absehbarer Zeit neue Herausforderungen anzunehmen. Warum sollte man darauf warten, bis ein Headhunter bei einem klingelt?“ Von undurchdachten Anfragen rät Emde jedoch ab. „Ich empfehle Young Professionals mit einer latenten Wechselbereitschaft, sich einen Personalberater genau auszuwählen. Auf welche Branchen ist er spezialisiert? Wo will ich selber hin? Und ganz wichtig ist heute, dass man an seinem eigenen digitalen Ruf arbeitet und Netzwerke wie Xing nutzt. Leute, die Karriere machen wollen, müssen sich selbst zu einer ‚Marke’ machen und an der eigenen Reputation kontinuierlich arbeiten.“
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Datum: 14.07.2008 - 08:05 Uhr
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