Forschung mit Nabelschnurblut
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Die Zellen aus Nabelschnurblut gewinnen in den verschiedensten Forschungsbereichen immer mehr an Bedeutung. Beispielsweise in der Reprogrammierung von adulten in embryonale Stammzellen. Im Interview erklärt Dr. Alexandra Stolzing warum:
Warum ist es notwendig, adulte in embryonale Stammzellen umzuwandeln?
Der Grund ist einfach – wir können nur so patientenspezifisch arbeiten. Dem Patienten werden adulte Stammzellen, beispielsweise aus der Haut, entnommen. Die Reprogrammierung und die damit verbundenen erweiterten Fähigkeiten der Stammzellen vergrößern die Anwendungsmöglichkeiten enorm. So lassen sich mehr Krankheitstypen behandeln. Indem wir Alterungsprozesse aufklären, lernen wir im Umkehrschluss auch, wie Stammzellen verjüngt, beziehungsweise jung gehalten werden können – das ist unser Vorhaben.
Würden sich für Ihre Arbeit auch Stammzellen aus Nabelschnurblut eignen?
Ja – Versuche damit sind geplant. Die Vorteile von Stammzellen aus Nabelschnurblut werden bei Transplantationen deutlich, denn sie verursachen kaum eine Immunreaktion. Zudem weisen sie eine Telomeraseaktivität auf. Telomerase, ein Enzym, gewährleistet die immerwährende Teilung der Zellen. Nabelschnurblut ist zudem eine ideale Quelle für junge Zellen, die noch keine Alterungserscheinungen aufweisen.
Wenn Nabelschnurblut eine so gute Quelle für adulte Stammzellen ist, warum haben Sie bis jetzt noch nicht damit gearbeitet?
Der Grund ist einfach – wir haben Schwierigkeiten, es in ausreichenden Mengen zu bekommen. Denn nur sehr wenige Firmen stellen Nabelschnurblut extra für die Forschung zur Verfügung und Krankenhäuser geben das Blut in der Regel an öffentliche Blutbanken ab. Dabei sind Stammzellen aus Nabelschnurblut dem embryonalen Status am nächsten – sie sind die jüngsten adulten Stammzellen. Die Erforschung dieser Zellen, beispielsweise der Signalwege und Genaktivität, wird uns helfen, ältere Stammzellen in jüngere zu reprogrammieren.
Welche Vorteile haben Stammzellen aus Nabelschnurblut gegenüber denen aus dem Knochenmark?
Ich sehe zwei Vorteile von Nabelschnurblut gegenüber Knochenmark: Es ist jung und einfach zu gewinnen. Denn die Nabelschnur ist ein „Abfallprodukt“ und wird im Normalfall entsorgt. Dem gegenüber steht eine schmerzhafte Hüftknochenpunktion, zur Gewinnung der Stammzellen aus Knochenmark. Als einziger Nachteil könnte die geringe Zellzahl im Nabelschnurblut genannt werden. Die Anwendung zeigt jedoch: Sind zu wenig Stammzellen vorhanden, werden verschiedene Präparate gemischt. Meiner Meinung nach ist das nur ein logistisches und kein grundlegendes biologisches Problem.
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Datum: 28.07.2008 - 13:59 Uhr
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