Nabelschnurblut: Es geht um unsere Kinder

Nabelschnurblut: Es geht um unsere Kinder

ID: 62814

Anne und Jörg Richter aus Dreiskau-Muckern bei Leipzig wollten das Nabelschnurblut ihres ersten Kindes einlagern lassen. Dabei sind sie auf widersprüchliche Informationen gestoßen und haben sich schließlich eine eigene Meinung gebildet. Im Interview erzählen sie, was sie schließlich doch dazu bewegt hat, das Nabelschnurblut zu bewahren.



(firmenpresse) - Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Jörg Richter: Unser Bekanntenkreis zeichnet sich im Moment durch junge Familien mit kleinen Kindern aus. So haben wir von unseren Freunden und Bekannten erfahren, dass es die Möglichkeit gibt, das Nabelschnurblut einzulagern. Daraufhin haben wir uns über das Internet kundig gemacht und besuchten die Informationsveranstaltung einer privaten Nabelschnurblutbank in Leipzig. Das alles hatte uns aber noch nicht ganz überzeugt. Denn wir konnten nicht einschätzen, ob die Anwendungsmöglichkeiten des Nabelschnurblutes nur „Zukunftsmusik“ sind oder ob es wirklich irgendwann interessant für uns werden würde. Deshalb holten wir uns Rat von Fachleuten – befreundeten Ärzten – ein. Dabei sind wir aber schnell zu der Erkenntnis gekommen, dass auch in den so genannten „Ärztekreisen“ die Meinungen über den Nutzen der Einlagerung sehr weit auseinander gehen – es gab Fürsprecher und Skeptiker. Schlussendlich haben wir uns eine eigene Meinung gebildet und stehen auch heute noch dahinter: Es geht bei der Einlagerung des Nabelschnurblutes um unsere Kinder. Dabei ist es egal, ob wir es irgendwann in Anspruch nehmen werden oder nicht. Das ist vergleichbar mit einer Art Versicherung. Kurz gesagt: Wer bereit ist, in das Wohl seiner Kinder zu investieren, für den ist die Entscheidung, das Nabelschnurblut einzulagern, schon gefallen. Dann stand unser Beschluss schnell fest.
Anne Richter: Die Ärzte in unserem Freundeskreis betonten, dass die Forschung so schnell voranschreitet, dass niemand sagen kann, was in Zukunft mit Stammzellen alles möglich sein wird. Vielleicht sind schon in zehn Jahren ernste Krankheiten heilbar.

Das klingt nach einem langen Entscheidungsprozess.
Jörg Richter: Durch die verschiedenen Aussagen, die wir erhielten, waren wir lange hin und her gerissen. Uns fehlten die entsprechenden Kenntnisse. Wir konnten nicht abwägen: Handelt es sich nur um eine Firma, die Geld machen will, oder profitieren wir im Ernstfall wirklich davon. Zudem sind private Nabelschnurblutbanken noch sehr junge Unternehmen.


Anne Richter: Wir haben uns natürlich erst während der Schwangerschaft mit der Einlagerung von Nabelschnurblut auseinander gesetzt. Die endgültige Entscheidung hat dann zwei Monate gedauert.

Haben Sie von Ihrem Frauenarzt Informationen zur Einlagerung bekommen?
Anne Richter: Die Frauenärztin selber konnte uns nicht sehr viel erzählen, da sie selbst auf diesem Gebiet noch nicht so bewandert war. Ich habe aber jede Menge Infomaterial in Babyzeitschriften gefunden.

Gab es einen familiären Hintergrund für Ihre Entscheidung, das Nabelschnurblut einlagern zu lassen?
Anne Richter: Für die Entscheidung selbst nicht. Aber im Nachhinein hätte sich unsere Entscheidung fast schon bezahlt gemacht: Mein Vater ist an Blutkrebs erkrankt und wir überlegten, das Nabelschnurblut unserer Kinder zu nutzen. Das war im Endeffekt jedoch nicht nötig, weil seine Schwester als Spenderin in Frage kam. Aber wir waren in dem Moment froh, dass das Nabelschnurblut eingelagert wurde.

Haben sie dann beim zweiten Kind noch einmal gezögert?
Jörg Richter: Bei Johanna haben wir gar nicht weiter nachgedacht. Es war gleich klar, dass auch das Nabelschnurblut vom zweiten Kind eingelagert wird.
Anne Richter: Wir haben uns gesagt: Was wir für das Eine gemacht haben, müssen wir auch für das Andere machen.

Welche Gedanken haben Sie sich bezüglich der Nabelschnurblutentnahme gemacht und wie empfanden Sie den Vorgang?
Anne Richter: Ich habe mir um den Abnahmeprozess an sich keine Sorgen gemacht. Ich dachte mir: Die Ärzte in der Klinik wissen schon was sie tun. Ich hoffte nur, dass die Menge des Nabelschnurblutes ausreicht. Bei beiden Kindern war das aber der Fall und es lief alles problemlos ab.
Jörg Richter: Ich war bei beiden Geburten dabei und habe die Nabelschnur durchgeschnitten. Unmittelbar danach wurde das Blut entnommen. Mit meinen Gedanken war ich aber bei meinen Kindern.

Was würden Sie werdenden Eltern raten, die überlegen das Nabelschnurblut ihrer Kinder einlagern zu lassen?

Jörg Richter: Ich gebe zu, dass auch wir am Anfang von den Kosten ein wenig abgeschreckt waren. Dennoch rate ich werdenden Eltern, sich von diesem finanziellen Gedanken einfach zu lösen. Wer ein Kind erwartet, sollte sich mit der Einlagerung von Nabelschnurblut auseinandersetzen. Denn wer sich für ein „nein“ entscheidet und es tritt der Ernstfall ein, muss sein Leben lang mit dieser Entscheidung leben können. Ich persönlich hätte mir Vorwürfe gemacht, wenn ich diesen Schritt nicht gegangen wäre. Auch wenn wir das Nabelschnurblut vielleicht niemals brauchen werden, bereuen wir unsere Entscheidung nicht.
Anne Richter: Sicherlich wissen wir noch nicht, wohin die Forschung geht. Trotzdem sollte der Wissenschaft ein gewisses Vertrauen entgegengebracht werden.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Datum: 28.10.2008 - 15:39 Uhr
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Gesundheitswesen - Medizin


Meldungsart: Interview
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Freigabedatum: 28.10.2008

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