Antibiotikaeinsatz: Monitoring und Minimierungsstrategie -
Deutsche Geflügelwirtschaft nimmt konkret Stellung
ID: 551247
angestoßenen Debatte um den Antibiotikaeinsatz in der Hähnchenhaltung
und in Reaktion auf die vom Bundeslandwirtschaftsministerium
angekündigten Änderungen nimmt der Zentralverband der Deutschen
Geflügelwirtschaft (ZDG) konkret zu fünf Kritikpunkten Stellung.
Es wird kritisiert, der Antibiotikaeinsatz in der deutschen
Geflügelwirtschaft lasse sich nicht lückenlos auswerten. FAKT ist:
Die deutsche Geflügelwirtschaft hat bereits im vergangenen Jahr aus
eigener Initiative ein umfassendes Antibiotika-Monitoringprogramm
innerhalb des unabhängigen QS-Systems auf den Weg gebracht, das
erstmals eine bundesweite Auswertung sämtlicher Antibiotikagaben in
allen deutschen Geflügelbetrieben möglich macht. Das System wird von
der Geflügelwirtschaft selbst finanziert.
Es wird kritisiert, die deutsche Geflügelwirtschaft gehe mit dem
Einsatz von Antibiotika zu sorglos um. FAKT ist: Die deutsche
Geflügelwirtschaft ist sich ihrer Verantwortung für Tier und
Verbraucher bewusst und geht mit dem Einsatz von Antibiotika
entsprechend sorgfältig um. Aus diesem Grund hat die
Geflügelwirtschaft selbst bereits im vergangenen Sommer eine
Zielvereinbarung beschlossen, den Einsatz von Antibiotika durch ein
weiter optimiertes Tierhaltungsmanagement in den kommenden fünf
Jahren um 30 Prozent zu reduzieren. Die Branche selbst setzt mit dem
Monitoring und der darauf gründenden Minimierungsstrategie exakt die
von der Politik angemahnten Forderungen um.
Es wird kritisiert, die Zustände in der konventionellen
Tierhaltung seien so schlecht, dass sie den ständigen Einsatz von
Antibiotika nötig machten. FAKT ist: Die deutsche Geflügelwirtschaft
selbst hat ein genuines Interesse daran, die Haltung kontinuierlich
zu verbessern; Verstöße gegen den Tierschutz werden von der Branche
nicht geduldet. Um ein besseres Überprüfungsinstrument zu etablieren,
wird seit dem 1. Januar 2012 die Kontrollfrequenz der sogenannten
"System-Audits" (grundlegende Überprüfung der an das QS-System
angeschlossenen geflügelhaltenden Betriebe) deutlich intensiviert.
Darüber hinaus finanziert die deutsche Geflügelwirtschaft die
Intensivierung der Kontrollen durch unangekündigte "Spot-Audits" in
Bezug auf Hygiene, Tierschutz und Tiergesundheit.
Es wird kritisiert, die deutsche Geflügelwirtschaft setze
Antibiotika vorbeugend ein. FAKT ist: Nicht der Geflügelhalter
selbst, sondern der betreuende Tierarzt verordnet die Antibiotika
ausschließlich im konkreten Krankheitsfall. Vor der Verschreibung des
Medikaments fertigt der Veterinär ein Antibiogramm an, um im
Anschluss gezielt für die jeweilige Diagnose ein spezifisches
Antibiotikum einsetzen zu können. Bevor die Tiere zur Schlachtung
kommen, prüft der Amtsveterinär die Einhaltung von Dokumentation und
Wartezeiten.
Es wird kritisiert, die "Massentierhaltung" in Deutschland sei zu
wenig reglementiert. FAKT ist: In Deutschland gibt es besonders hohe
Standards für die Nutztierhaltung, insbesondere im Bereich der
Geflügelwirtschaft. So setzt zum Beispiel die deutsche
"Hähnchenhaltungsverordnung" aus dem Jahr 2009 die Vorgaben der
entsprechenden EU-Richtlinie deutlich strenger um als durch EU-Recht
gefordert.
Für weitere Anfragen und Interviews stehen Dr. Thomas Janning als
ZDG-Geschäftsführer sowie Christiane Riewerts als
ZDG-Pressesprecherin jederzeit gerne zur Verfügung.
Pressekontakt:
ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.
Christiane Riewerts
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Tel.: 030 288831-40
Fax: 030 288831-50
E-Mail: c.riewerts@zdg-online.de
Internet: www.zdg-online.de
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Datum: 10.01.2012 - 13:41 Uhr
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