BayernsÄrzte benoten ihre Weiterbildung mit "gut"
ID: 552543
Weiterbildungsbefugten haben die Situation der Weiterbildung nach
2009 zum 2. Mal beurteilt. Nun liegen die Länderergebnisse der
Weiterbildungsumfrage "Evaluation der Weiterbildung" (EVA) vor. Die
Globalbeurteilung fällt mit der Note 2,44 im Bundesdurchschnitt "gut"
aus (2009: 2,54). Für Bayern gab es 2011 die Note: 2,32 (2009: 2,50).
Dieser Trend spiegelt sich auch in den weiteren Fragekomplexen wider.
Mit "gut" (2,09 - Bayern 2,02) bewerten die Weiterzubildenden die
Betriebskultur. Zufrieden sind sie auch mit der Vermittlung von
Fachkompetenz (2,29 - Bayern 2,22) und mit der Führungskultur (2,32 -
Bayern 2,25). "Wie bereits 2009 zeigen die Ergebnisse der aktuellen
Befragung aber auch, dass nach wie vor der ökonomische Druck den
Arbeitsalltag der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung bestimmt.
Unbezahlte Überstunden, eine enorme Arbeitsverdichtung und immer mehr
nichtärztliche organisatorische Tätigkeiten sind für Ärzte an der
Tagesordnung", kommentiert Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen
Landesärztekammer (BLÄK) die Ergebnisse. Mehr als die Hälfte der
Weiterzubildenden hat das Gefühl, dass sie in der vertraglich
geregelten Arbeitszeit ihre Aufgaben nicht zur Zufriedenheit erfüllen
können. Rund 60 Prozent der Weiterzubildenden dokumentierten, dass
überbordende Bürokratie die Patientenversorgung und die Weiterbildung
gleichermaßen behindern. "Die Ergebnisse müssen der Politik
angesichts der aktuellen Diskussion über den Ärztemangel in
Deutschland zu denken geben. Sie zeigen aber auch, dass die
Strukturierung der Weiterbildung verbessert und die Ziele klarer
besprochen werden müssen", so Kaplan weiter.
Zu einer der Kernaufgaben der Landesärztekammern (LÄK) in
Deutschland zählt - im öffentlichen Auftrag (Heilberufe-Kammergesetz
- HkaG) - die ärztliche Weiterbildung. Hatten die LÄKs sich bisher
weitgehend auf Strukturqualität in Form der Weiterbildungsordnung und
Weiterbildungsbefugnisse sowie auf die Ergebnisqualität in Form der
Facharztprüfung beschränkt, so rückt mit dem Projekt "EVA" der
Weiterbildungsprozess in den Mittelpunkt.
Die Ergebnisse für Bayern, der so genannte Landesrapport, ist im
Internet unter www.blaek.de veröffentlicht.
Pressekontakt:
Bayerische Landesärztekammer
Pressestelle
Dagmar Nedbal
Mühlbaurstraße 16
81677 München
Telefon: 089 4147-268
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Datum: 12.01.2012 - 09:55 Uhr
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