Streik in den Krankenhäusern das falsche Mittel
ID: 552632
Fortsetzung der Tarifverhandlungen zwischen dem Verband Kommunaler
Arbeitgeber und Marburger Bund auf.
"Die Forderungen des Marburger Bundes sind nicht akzeptabel und
nicht zu finanzieren. Ein Ja zu den Forderungen brächte eine
"beispielslose Kostenlawine" für das Gesundheitswesen, die
Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Kommunen selbst", sagte
DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg heute in Berlin.
Landsberg forderte den Marburger Bund auf, auf der Basis des von
der VKA vorgelegten Angebotes weiter zu verhandeln, um
schnellstmöglich zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen. Ein Streik
dürfe nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden. Bei
einer Realisierung der Forderungen des Marburger Bundes müssten die
Klinken höhere Personalkosten durch Stellenkürzungen ausgleichen.
Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass die Krankenhäuser ihr Budget im
Jahr 2012 um maximal 1,48 Prozent erhöhen dürfen. Alles was darüber
liegt, kann nicht refinanziert und muss von den Kommunen als
Krankenhausträger aus ihrem Haushalt bestritten werden. Es bestehe
daher große Sorge, dass Einschnitte bei der Patientenversorgung
unausweichlich werden. Das würde die Nöte bei den Krankenhäusern
verschärfen, die ohnehin in einer schwierigen Finanzsituation
stecken.
Der Marburger Bund hatte die Tarifrunde Ende November 2011
abgebrochen und zur Urabstimmung aufgerufen, noch bevor es
Verhandlungen über das erste Arbeitgeberangebot gab.
Das Papier mit den VKA-Hintergrundinformationen zu den
Tarifverhandlungen für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern kann unter
www.dstgb.de (Rubrik Pressemeldungen) heruntergeladen werden.
Pressekontakt:
Kontakt:
Franz-Reinhard Habbel
Sprecher des DStGB
Tel.: 030/77307-225
E-Mail: Franz-Reinhard.Habbel@dstgb.de
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Datum: 12.01.2012 - 10:55 Uhr
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