Sicherheitsluecken bei Offshore-Windparks schliessen
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Sicherheitsluecken bei Offshore-Windparks schliessen
Die Diskussion um mehr Sicherheit beim Bau und Betrieb von Offshore-Windparks ist ueberfaellig. Nach dem juengsten Absturz einer Arbeitsplattform am Offshore-Windpark "BARD I", bei dem ein Arbeiter verletzt wurde, ist der Handlungsbedarf erneut auf dramatische Weise deutlich geworden. Die Sicherheit beim Bau von Windkraftanlagen im Hochseebereich muss verstaerkt werden, um solche Arbeitsunfaelle zu vermeiden.
Die jetzt diskutierte eigene Rettungsleitstelle fuer Windparks vor der deutschen Nordseekueste soll von der Industrie finanziert werden. Richtig ist, dass die Windenergieunternehmen dafuer verantwortlich sind, ausreichende Schutz- und Sicherheitskonzepte zu entwickeln. Die Bundesregierung darf hier nicht auf Tauchstation gehen. Sie muss gemeinsam mit den Laendern und den Unfallversicherungstraegern dafuer Sorge tragen, dass es klare Standards fuer Notfallvorsorge und Arbeitsschutz gibt und eine bundeseinheitliche Regelung zur Berufsanerkennung. Entscheidend wird es zudem sein, wie die geplante Rettungsleitstelle in das bestehende "Sicherheitskonzept Deutsche Kueste" eingepasst werden kann.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert seit langem, die Sicherheitsrisiken beim Bau und Betrieb von Offshore-Windparks staerker in den Blick zu nehmen. In den kommenden Jahren sollen in Hochsee-Windparks in Nord- und Ostsee rund 75 Milliarden Euro investiert werden. Die Branche erwartet rund 10.000 neue Arbeitsplaetze in Deutschland, rund 600 bis 1.000 Menschen werden kuenftig auf den Windpark-Anlagen beschaeftigt sein.
Dadurch steigt das Unfallrisiko. Hier darf es keine Sicherheitsluecke geben.
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Datum: 27.01.2012 - 16:46 Uhr
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