Neue OZ: Kommentar zu Photokina
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Die Photokina handelt wie manche Kommune: Weil in den Kassen
gähnende Löcher klaffen, wird bei den freiwilligen Ausgaben gespart.
Städte schließen ihre Theater - die größte Fotomesse der Welt dampft
ihr Kunstprogramm ein. Ein Schritt in Richtung Konsolidierung? Wohl
kaum. Eher einer in Richtung Bedeutungslosigkeit.
Ein Theater ist nicht nur ein Kosten-, sondern auch ein harter
Standortfaktor. Denn nicht mit dem Straßennetz, sondern mit Theatern,
Museen und Clubs identifizieren sich die Bürger. Und nicht die
Technik zählt am Ende, sondern die Kunst: Die Photokina aber läuft
gerade Gefahr, zur kühlen Technik-Schau zu mutieren. Dabei ziehen
Bilder von Anton Corbijn oder Jim Rakete sicher mehr Publikum als die
neuesten Kameraflaggschiffe von Nikon, Canon und Co. Sie verleihen
der Messe ihr unverwechselbares Gepräge, zeigen, wozu die Technik gut
ist: um zu fotografieren.
Die Frankfurter Musikmesse geht übrigens gerade den umgekehrten
Weg: Dort findet dieses Jahr erstmals ein Musik-Festival statt.
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Datum: 01.02.2012 - 21:00 Uhr
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