Gesundheitsbehörde legt Bericht zu Gesundheit und Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Hambu

Gesundheitsbehörde legt Bericht zu Gesundheit und Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Hamburg vor

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Gesundheitsbehörde legt Bericht zu Gesundheit und Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Hamburg vor



(pressrelations) - g - Zum überwiegenden Teil sind Jungen (88 Prozent) und Mädchen (83 Prozent) in Hamburg mit ihrem Leben zufrieden und stufen ihren Gesundheitszustand positiv ein. Gleichzeitig klagen jedoch 20 Prozent der Jugendlichen über Schlafstörungen, ebenso viele zeigen Anzeichen für emotionale Probleme oder Verhaltensauffälligkeiten. Dies sind nur einige der Erkenntnisse, die sich aus den Ergebnissen der repräsentativen Befragung von rund 1.700 Kindern und Jugendlichen ablesen lassen. Diese Ergebnisse wurden jetzt im Bericht "Gesundheits- und Lebenslagen 11 bis 15jähriger Kinder und Jugendlicher in Hamburg" der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) veröffentlicht.

"Besonders beunruhigen muss uns der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Gesundheit auch bei Jugendlichen. Kinder und Jugendliche mit geringem Familienwohlstand sitzen länger vor dem Fernseher oder dem Computer, sind weniger körperlich aktiv, ernähren sich schlechter und haben einen schlechteren Gesundheitszustand", so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. "Deshalb müssen wir mit der Gesundheitsförderung noch früher beginnen und spezielle Angebote für benachteiligte Jugendliche machen. Dank der vorliegenden Daten und Erkenntnisse können wir nun mit der Gesundheitsförderung und der Prävention gezielter ansetzen."

Einige weitere Ergebnisse im Überblick:
  • 70 Prozent der Befragten leben in so genannten Kernfamilien (leibliche Mutter und Vater); Freundschaften außerhalb der Schule werden zu einem großen Anteil über elektronische Kommunikationsmittel gepflegt;
  • Schlafstörungen sind die häufigste Befindlichkeitsstörung. Jeder fünfte 15jährige gibt an, täglich oder mehrmals in der Woche schlecht einschlafen zu können;
  • Kinder mit Migrationshintergrund zeigen häufiger Anzeichen für psychische Probleme, insbesondere Verhaltensauffälligkeiten;
  • Bei den 15jährigen gibt jeder zehnte Befragte an, täglich zu rauchen; von ebenso vielen wird häufiger Alkoholkonsum eingeräumt;
  • Jeder dritte 15jährige frühstückt nicht;
  • Nur 25 Prozent der Jungen und 10 Prozent der Mädchen sind jeden Tag körperlich aktiv;
  • Mit steigendem Alter sinken Obst- und Gemüsekonsum insbesondere bei Jungen. Der Konsum von Fast-Food steigt hingegen an. Lediglich 10 Prozent der Befragten essen kein Fast-Food.
  • Dennoch sind Jungen mit dem eigenen Gewicht häufiger zufrieden, insgesamt fühlt sich aber jede bzw. jeder zweite 15-Jährige zu dick;
  • 20 Prozent der Befragten sehen täglich mehr als drei Stunden fern.
Der Bericht "Gesundheits- und Lebenslagen 11 bis 15-jähriger Kinder und Jugendlicher in Hamburg" basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 1.700 Hamburger Schülerinnen und Schülern aus 21 Schulen. Die Erhebung erfolgte in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) im Rahmen der Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)-Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO.



Der Bericht steht in Kürze Internet unter http://www.hamburg.de zur Verfügung. Der Bericht ist zu beziehen über die BGV, Fachabteilung Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsförderung, unter Tel. 428 37 ? 1999 bzw. per Mail unter gesundheitslotsen@bgv.hamburg.de.


Rückfragen der Medien:

Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Rico Schmidt; Tel.: 428 37-2332
E-Mail: pressestelle@bgv.hamburg.de
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Datum: 13.02.2012 - 16:30 Uhr
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