Gesundheit: Ministerin Steffens: Gemeinsam für ungetrübte Freude im Karneval
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Gesundheit: Ministerin Steffens: Gemeinsam für ungetrübte Freude im Karneval
Vor Beginn der "tollen Tage" hat die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute (14. Februar 2012) eine Aufklärungs-Offensive für mehr Spaß im Karneval ohne Alkoholmissbrauch angekündigt. Außerdem werden Ordnungsämter, Jugendämter und Polizei verstärkt auf Einhaltung der Jugendschutzgesetze achten. "Karneval ist ein Fest der Freude. Es sollte nicht durch erhöhten Alkoholmissbrauch getrübt werden. Deshalb werden landesweit die Aktivitäten zur Verhinderung von Komasaufen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen verstärkt", erklärte Ministerin Steffens.
Zwar ist der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen insgesamt rückläufig, die Zahlen über das so genannte Komasaufen von Kindern und Jugendlichen sind aber nach wie vor zu hoch. Pro Jahr werden in Nordrhein-Westfalen mehr als 4.000 Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen wegen akuter Alkoholvergiftung registriert.
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat im Rahmen der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" aktuell Info-Materialien für Jugendliche und Eltern sowie neue Plakate zum Thema Alkoholmissbrauch herausgebracht, die kostenlos angefordert werden können. Daneben werden spezielle Info-Cards, die sich gezielt an Jugendliche wenden und auf besondere Risiken des Alkoholmissbrauchs bei Mädchen und Jungen hinweisen, zur regionalen Verteilung von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung ginko angeboten.
Die Auswahl der Präventionsangebote, die in den Städten und Kommunen zum Teil mit Unterstützung des Landes und unter der Federführung oder Beteiligung örtlicher Präventionskräfte durchgeführt werden, ist vielfältig. Besonders in Hochburgen des Karnevals wie in Düsseldorf und Köln finden wie bereits in den Vorjahren zahlreiche Maßnahmen zur Vorbeugung des Alkoholmissbrauchs während der tollen Tage statt.
- Düsseldorf: Dort ist ab "Altweiberfastnacht" in der Altstadt und in der Innenstadt das mobile "StandfestTeam" unterwegs, das gezielt Jugendliche anspricht, Infopakete verteilt und anhand verschiedener Mitmachaktionen zum kritischen Umgang mit Alkohol auffordert.
- Köln: Hier sind ab dem Beginn der "tollen Tage" im Rahmen der Kampagne "Keine Kurzen für Kurze" mobile Teams in der Innenstadt unterwegs, um als Ansprechpartner und ?partnerinnen für Belange der anwesenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen (zum Beispiel karnevalsbedingte Partnerschaftsprobleme, übersteigerter Alkohol- oder Drogenkonsum, Erschöpfungszustände, Diebstähle und Raub) präsent zu sein und bei kritischen Zuständen einzugreifen. Dabei wurde gemeinsam mit dem Ordnungsamt, der Polizei und den jeweiligen Rettungskräften vor Ort der Einsatz koordiniert. Darüber hinaus gibt es wieder das Jugendpartyangebot "Kölle Alarm" und zahlreiche Aktionen an Kölner Schulen, die den überhöhten Alkoholkonsum auf vielfältige Art und Weise thematisieren.
- Bonn: Präventionsfachkräfte sind wieder mit dem "Event Sprinter" und einer Menge an Angeboten während der gesamten Karnevalstage unterwegs. Diese beginnen an Weiberfastnacht am Bonn Beueler Rheinufer und enden Rosenmontag auf dem Bonner Rosenmontagszug. Jugendliche, die trotz aller Maßnahmen aufgrund ihres Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus landen, werden während der gesamten Karnevalstage in den Bonner Kliniken von speziellen Präventionsfachkräften betreut.
Ebenso umfangreich sind die Maßnahmen in Münster, wo sich die städtische Präventionskampagne unter dem Leitsatz "Voll ist out" sowohl an Jugendliche und deren Eltern als auch an Gaststätten, Handel und Gewerbe richtet. unter anderem werden mit Gewinnspielen und weiteren Aktionen in besonderer Weise Informationen über den Jugendschutz sowie Hinweise für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vermittelt.
In Mülheim an der Ruhr stehen die suchtpräventiven Karnevalsaktionen wieder unter dem Motto "Feiern statt Reihern" und beinhalten unter anderem Theateraufführungen, Straßenaktionen, Elterninformationen sowie Infoveranstaltungen der Polizei zum Umgang mit Alkohol im Straßenverkehr.
Weitere Maßnahmen finden sowohl im Vorfeld des Karnevals als auch während der Karnevalstage statt und beinhalten Informationsveranstaltungen für Karnevalsvereine, Infos für Eltern, Projekttage, Plakataktionen, Aufkleber, Wettbewerbe, Theateraufführungen sowie verstärkte Jugendschutzkontrollen und laufen unter anderem in Aachen, Moers, Mönchengladbach sowie in den Kreisen Höxter und Warendorf.
Eine kritische Auseinandersetzung zum Alkoholmissbrauch und Hinweise zum "cleveren Umgang mit Alkohol" vermitteln schließlich die Messe "KLAR IST COOL macht Schule" in Dinslaken und die "Mini-Messe" in der Region Erkrath-Hochdahl-Haan, die in den dort ansässigen weiterführenden Schulen durchgeführt werden.
Erfreulich ist es, dass auch die örtlichen Karnevalsvereine die Aktionen mittlerweile unterstützen und sich an den präventiven Maßnahmen aktiv beteiligen. Dazu gehören etwa gemeinsame Aktionen der Karnevalsgesellschaften und der Präventionsfachkräfte sowie entsprechende Hinweise zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auf den örtlichen Karnevalswagen (zum Beispiel in Ahlen, Münster und Rheine).
Hinweis
Alle Adressen der hier aufgeführten Präventionsfachstellen sowie weitere Hinweise zu Infomaterialien finden Sie im Internet unter www.ginko-stiftung.de.
Ministerium für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
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Datum: 14.02.2012 - 12:15 Uhr
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