OV: Konzert an Maßnahmen
Thema: Diskussion um Renteneintrittsalter
Von Giorgio Tzimurtas
ID: 576350
weniger Geld für Sozialleistungen - all das hängt zusammen. Es
handelt sich um Zukunftsfragen der Gesellschaft von europäischer
Tragweite. Es ist deshalb gut, dass die EU-Kommission sich auch in
jene Bereiche einmischt, für die sie gar nicht zuständig ist. Zum
Beispiel beim Thema Renteneintrittsalter.
Denn ohne eine europaweite Abstimmung kann es ganz schnell zu
neuen Gerechtigkeitsdiskussionen in der EU kommen - mit der Gefahr
weiterer Verwerfungen. Nach dem Motto: Warum müssen wir länger
arbeiten, die Menschen in jenem oder diesem EU-Mitgliedsstaat aber
nicht. Und warum müssen wir diesen Staat auch noch finanziell
unterstützen? Solche Fragen zeigen, wie sehr die Sozialpolitik mit
der Wirtschafts- und Finanzpolitik verbunden ist, geradezu in den
Brennpunkt der großen Herausforderungen gerückt ist.
Allerdings: Wenn die EU-Kommission altersgerechte Arbeitsplätze
fordert oder eine Reform der Betriebsrente anvisiert, dann handelt es
sich nicht um die zentralen Probleme.
Entscheidend ist, Strategien für EU-weite Standards zu entwickeln,
um die ökonomische Leistungsfähigkeit zu sichern. Ein Patentrezept
wird es nicht geben. Ein ganzes Konzert an Maßnahmen ist notwendig.
Dazu zählen mit Sicherheit diese: der Ausbau der Kinderbetreuung und
ein späteres Renteneintrittsalter. Außerdem sollte es Senioren
möglich sein, auch darüber hinaus im Job zu bleiben, wenn sie es
wollen.
Pressekontakt:
Oldenburgische Volkszeitung
Andreas Kathe
Telefon: 04441/9560-342
a.kathe@ov-online.de
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Datum: 17.02.2012 - 08:10 Uhr
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