Neue OZ: Kommentar zu Jemen / Wahlen
ID: 578773
Die Jemeniten haben nicht zwangsläufig für den neuen Präsidenten
Abed Rabbo Mansur Hadi gestimmt. Er war ohnehin der einzige Kandidat.
In erster Linie stimmten sie gegen den gehassten und geschassten
Ex-Diktator Ali Abdullah Saleh. Denn nur wenn der Neue genügend
Unterstützung erhält, sind sie den Alten endlich los. Erst dann endet
seine Amtszeit offiziell, erst dann müssen seine Verwandten im
mächtigen Sicherheitsapparat den Hut nehmen. Der Weg für den
Übergangspräsidenten im sogenannten Armenhaus von Arabien hin zur
Demokratie wird die nächsten zwei Jahre steinig sein. Nach mehr als
drei Jahrzehnten unter Saleh müssen staatliche Strukturen, wie etwa
eine Verfassung, von Grund auf neu geschaffen werden.
Dabei sollte sich das Land von den anderen Golf-Monarchien wie
Saudi-Arabien emanzipieren. Zwar waren es deren Könige und Prinzen,
die die Wahl erst ermöglichten. Doch als sie den Wahl-Deal mit der
Opposition einfädelten, hoben sie mit Hadi ausgerechnet einen
Ex-Vertrauten von Saleh auf den Schild. Wer so handelt, will weiter
seine Finger im Spiel behalten. Abgesehen davon wird Hadi
innenpolitisch genug Probleme haben. Der Süden würde sich lieber
heute als morgen abspalten, im Norden regiert der Huthi-Clan bereits
nach seinen eigenen Regeln. Und weil im Jemen jeder Mann über sein
eigenes Gewehr verfügt, steht das Land einen Schritt vor dem Abgrund.
Und der heißt Bürgerkrieg.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.02.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 578773
Anzahl Zeichen: 1738
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Jemen / Wahlen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Europa / Finanzkrise / Griechenland ...
Ohne Beispiel Wolfgang Schäubles Worte waren verräterisch. Das zweite Hilfspaket für Griechenland sei zu verantworten, sagte der Finanzminister nach dem Verhandlungsmarathon der Euro-Gruppe in Brüssel. Erleichterung oder gar Euphorie klingen anders. Für die Zurückhaltung gibt es gute Gr
Neue OZ: Kommentar zu Justiz / Niedersachsen ...
Fataler Fehler Kleine Ursache, große Wirkung, ein frappierendes Beispiel dafür ist der Umgang der Landesregierung mit Informationen über den Nord-Süd-Dialog. Anstatt vor zwei Jahren auf Anfrage eines SPD-Abgeordneten frank und frei zu bekennen, dass man ein Landesinteresse an diesem Prom
Neue OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt / Rente ...
Umdenken hat begonnen Die Deutschen werden älter und weniger. Der Wohlstand lässt sich nur sichern, wenn der Anteil der über 60-Jährigen mit Beschäftigung steigt. Zumindest darin waren sich gestern Arbeitsministerin von der Leyen, DGB-Chef Sommer und Handwerkspräsident Kentzler einig, a
Wulffs Nachfolger: Buchautorinnen bewerben sich für dieses Amt ...
Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag seinen Rücktritt bekanntgegeben und nun dreht sich das Kandidaten-Karussell für das Amt des Bundespräsidenten auf vollen Touren. Unsere Bundeskanzlerin Angela zeigte uns, dass sie kein gutes Händchen mit der Wahl ihrer Bundespräsidenten hatte. Ihr




