Produktion in Gefängnissen als günstige Alternative: Bayerns Strafanstalten sind Vorreiter in Sachen Knast-Ökonomie / 90.000qm Produktionsfläche an insgesamt 37 Standorten
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Gefängnisse erweisen sich immer mehr als verlängerte Werkbank für das
verarbeitende Gewerbe. Wie das Wirtschaftsmagazin 'impulse' (Ausgabe
3/2012, EVT 23. Februar) berichtet, können allein in Bayern
Unternehmen an 37 Standorten auf insgesamt 90.000qm Produktionsfläche
zurückgreifen, beispielsweise um Produktionspitzen bei gleichbleibend
hoher Qualität und mit Tageslöhnen zwischen 8,51 bis 14,18 Euro zu
günstigen Kosten abzufedern.
Bayerns Strafanstalten sollen laut 'impulse' pro Jahr mit solchen
Geschäften bereits rund 45 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.
Besonders gut im Geschäft ist das zweitgrößte Gefängnis Bayerns in
Straubing, das allein rund sieben Millionen Euro umsetzt. Für den
Triebwerkshersteller MTU arbeiten dort rund 100 Insassen der
Justizvollzugsanstalt. MTU-Werksleiter Karl-Heinz Bischoff sagte
gegenüber 'impulse': "Es beeindruckt mich immer wieder, mit welcher
Begeisterung hier für 1,80 Euro die Stunde gearbeitet wird.
Regierungsamtsrat Gunther Zettl will das Straubinger Gefängnis zur
Top-Adresse für die Wirtschaft machen und damit gleichzeitig den
Durchbruch zur Vollbeschäftigung schaffen. Die Auftraggeber schätzten
den Mix aus Niedriglöhnen und hoher Qualität. Oft sei die Qualität
der Produkte besser als im Billiglohn-Ausland, was Unternehmen dazu
veranlasse, Fertigung aus dem Ausland wieder zurück nach Deutschland
zu holen.
Pressekontakt:
Joachim Haack, Sprecher G+J Wirtschaftsmedien,
c/o PubliKom Kommunikationsberatung GmbH
Telefon: +49-40-39-92-72-0, E-Mail: jhaack@publikom.com
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Datum: 22.02.2012 - 13:15 Uhr
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